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9 häufige Lüft-Fehler im Winter, die Energie verschwenden und Schimmel verursachen

Lueften Fehler
Foto: © Marquis de Valmont / photocase.de

Vor allem im Winter ist es wichtig, regelmäßig und ausgiebig zu lüften. Dabei kann man einiges falsch machen, was Schimmel verursachen und wertvolle Energie verschwenden kann. Diese Fehler solltest du darum vermeiden.

Im Winter das Fenster zu öffnen und die kalte Luft ins Zimmer zu lassen, ist unangenehm – aber notwendig. Wer zu wenig lüftet, riskiert Schimmel. Lässt man das Fenster zu lange offen, kühlt das Haus aus und man verschwendet Energie. Damit das alles nicht geschieht, zeigen wir dir neun häufige Fehler beim Lüften – und wie du sie vermeidest.

1. Zu wenig lüften

In einem 4-Personen-Haushalt kommen aus verschiedenen Quellen (u.a. natürliche Luftfeuchtigkeit, Atmung) rund zwölf Liter Wasser pro Tag zusammen. Wird nicht richtig gelüftet, lagert sich diese Feuchtigkeit als Tauwasser an der kältesten Stelle im Zimmer ab – besonders im Winter ist das ein guter Nährboden für Schimmel.

Es ist also leider nicht damit getan, morgens das Fenster für ein paar Minuten zu öffnen. Damit die Flüssigkeit nach draußen entweichen kann, solltest du zwei bis vier Mal täglich das Fenster öffnen.

In Badezimmer und Küche entsteht besonders viel Feuchtigkeit durch Duschen und Kochen. In diesen Räumen bildet sich Schimmel daher schneller. Achte deshalb darauf, diese Räume besonders häufig zu lüften.

2. Zu kurz bzw. zu lange lüften

Wer nur ein bis zwei Minuten lüftet, riskiert Schimmel, weil die feuchte Raumluft in dieser kurzen Zeit nicht gut entweichen kann: Feuchtigkeit bleibt im Raum, Schimmel kann sich bilden. Zu lange lüften hingegen führt dazu, dass der Raum zu stark auskühlt (auch wenn die Feuchtigkeit dann komplett entweicht). Um die Zimmertemperatur wieder auf eine angenehme Höhe zu bringen ist dann viel mehr Heizenergie nötig – eine Verschwendung. Optimal sind im Winter fünf bis maximal zehn Minuten Stoßlüften.

Beschlagene Scheiben? Dann ist es zu feucht …
Beschlagene Scheiben? Dann ist es zu feucht … (Foto: Pixabay / CC0 / anaterate)

3. Das Fenster kippen

Im Sommer lässt man das Fenster gerne durchgehend gekippt, damit ständig frische Luft in die Wohnräume strömt. Im Winter ist das allerdings keine gute Idee: bei gekipptem Fenster erfolgt der Luftaustausch nur sehr langsam. Dafür kühlen die Räume aus und du verschwendest Energie.

Zudem kann sich Schimmel bilden. Die Stelle über dem gekippten Fenster wird besonders kühl, dort kann sich leicht Feuchtigkeit ablagern, was zu Schimmel führen kann. Sinnvoller ist regelmäßiges Stoßlüften: Das Fenster mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten komplett öffnen.

4. Die Heizung anlassen beim Lüften

Ein einfacher Handgriff, der häufig vergessen oder ignoriert wird: Beim Lüften die Heizung abdrehen – und zwar komplett. Wenn das Thermostat-Ventil nicht auf „0“ steht, also auf Frostschutz, sorgt die kalte Luft von draußen dafür, dass sich der Heizkörper aufheizt, es wird also mehr Wärme produziert und Energie verbraucht – die durch das offene Fenster auch noch verloren geht.

Viel Energie wird zum Heizen von Wohnräumen aufgewendet.
Die Heizung solltest du beim Lüften abschalten. (Foto: CC0 / Pixabay / ri)

5. Möbel direkt an die Wand stellen

Kommode, Schrank oder Bett stehen natürlich nicht mitten im Raum – gerade im Winter ist es aber empfehlenswert, die Möbel nicht direkt an die Wand zu stellen, wenn es sich um eine Außenwand handelt. Die Luft zwischen Mauer und Möbelstück kann nur bei einem Abstand von etwa zehn Zentimetern zirkulieren. Andernfalls kann sich (besonders in kühleren Räumen, wie dem Schlafzimmer) Schimmel bilden.

6. Wäsche in der Wohnung trocknen

Wer keinen Trockner hat, hängt seine Wäsche im Winter häufig in der Wohnung auf. Doch auch das kann langfristig zu Schimmelbildung führen, auch wenn du ausreichend lüftest. Unser Tipp: Auch im Winter kannst du deine Wäsche getrost draußen aufhängen. Bei der sogenannten Frosttrocknung gefriert die Wäsche zunächst – und trocknet anschließend, weil die Luft draußen bei Minusgraden eine geringe Luftfeuchtigkeit hat. Übrigens: Auch wer einen Wäschetrockner besitzt, sollte die Wäsche öfter mal draußen aufhängen – das spart Energie und schont die Umwelt.

Mehr dazu: Wäsche trocknen: Darum gehört sie auch im Winter nach draußen

Im Freien trocknet Wäsche auch bei Kälte gut
Im Freien trocknet Wäsche auch bei Kälte gut. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

7. Bei Regen oder Schnee nicht lüften

Selbst wenn es draußen regnet oder schneit ist die Außenluft im Winter trockener als die Innenluft. Wer also bei Nässe lüftet, muss nicht befürchten, dass sich mehr Luftfeuchtigkeit bildet. Das Gegenteil ist der Fall – frische Luft statt abgestandener Zimmerluft ist immer die bessere Wahl.

8. Beschlagene Fenster ignorieren

Wenn die Fenster in den Zimmern beschlagen, ist das ein Zeichen für falsches Lüften – oder zumindest unzureichendes Lüften. Die Feuchtigkeit an den Fenstern zeigt an, dass im Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, wodurch sich mehr Schimmel bilden kann. Hier haben wir Tipps, was du beim Lüften beachten musst: 10 Tipps gegen Schimmel in der Wohnung

9. Nach dem Lüften die Heizung hochdrehen

Nach dem Lüften, wenn der Raum kurz etwas kühler ist, neigen viele dazu, die Heizung höher zu stellen. Dabei ist das gar nicht nötig: Stellt man den Thermostat auf die gleiche Stufe wie vorher, passt sich die Raumtemperatur innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder an. Überheizen dagegen verschwendet Energie.

Hier erfährst du, wie du deinen Thermostat richtig einstellst.

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