Gemüsebrühe selber machen: ganz einfach aus frischen Zutaten

Gemüsebrühe selber machen
Foto: © Utopia / Annika Flatley

Gemüsebrühe-Pulver steht vermutlich in jeder Küche, denn es ist praktisch und unkompliziert. Doch oft enthält das Pulver kaum Gemüse, dafür aber Geschmacksverstärker, Aromen, Zucker und Palmöl. Die Alternative: Gemüsebrühe selber machen geht ganz einfach – und du bestimmst, was drin ist.

Gemüsebrühe selber machen Pinterest Bild
Gemüsebrühe selber machen: nicht schwer (Foto: Utopia)

Nur ein Prozent macht der Gemüseanteil bei manchen Instant-Gemüsebrühen aus dem Supermarkt aus. Bio-Brühe enthält in der Regel mehr Gemüse und weniger bedenkliche Zusatzstoffe, dennoch sind auch hier häufig Zuckerarten und Hefeextrakt als Geschmacksverstärker enthalten. Gemüsebrühe selber machen hört sich aufwendig an – ist aber eigentlich ziemlich einfach und hat den großen Vorteil, dass du hier frisches Gemüse und frische Kräuter verarbeitest. Durch die Zugabe von Salz wird die Instant-Brühe würzig und gleichzeitig haltbar.

Theoretisch kannst du dein eigenes Instant-Gemüsebrühe-Pulver machen. Dafür muss die vorbereitete Gemüse-Mischung jedoch lange im Backofen trocknen. Das halten wir für Stromverschwendung – und zeigen darum, wie du eine Gemüse-Würzpaste selber machst, die sich lange hält und genauso praktisch und vielseitig ist wie Instant-Pulver.

Gemüsebrühe selber machen – Rezept

Die Zutaten für deine selbstgemachte Gemüsebrühe kannst du ganz nach Geschmack variieren. Nur sehr wasserhaltiges Gemüse wie zum Beispiel Tomaten eignen sich nicht gut; sie machen die Würzpaste anfällig für Schimmel.

Neben den Zutaten brauchst du lediglich einen Mixer oder Pürierstab und saubere Schraub- oder Weckgläser (am besten vorher auskochen).

Gemüsebrühe selber machen: Zutaten
Die Zutaten für das Gemüsebrühe-Rezept (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

Die Zutaten:

Für 2 370 ml-Gläser (z.B. von Mais, Gewürzgurken oder Saucen) brauchst du:

  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 1 Stange Lauch
  • ca. 1 1/2 große Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • Kräuter (z.B. 1/2 Bund Petersilie, 1/2 Bund Schnittlauch, 1/2 Kästchen Gartenkresse)
  • ca. 5 gestrichene Esslöffel Salz

Hier das Rezept im Video:

1. Gemüse in grobe Stücke schneiden

Gemüse schälen bzw. waschen und in grobe Stücke schneiden. Ähnliches gilt für die Kräuter. Diese waschen und grob hacken.

Gemüsebrühe selber machen: Schnippeln
1. Schnippeln (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

2. Gemüse, Kräuter und Knoblauch zerkleinern und salzen

Gemüse, Kräuter und Knoblauch im Mixer oder mit dem Pürierstab kurz zerkleinern. Danach fehlt noch etwas Würze. Dazu etwas Salz zum Gemüse geben und unterrühren. Diese Mischung solltest du ein paar Minuten ziehen lassen.

Gemüsebrühe selber machen: Gemüse zerkleinern
2. zerkleinern & salzen (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

3. Zutaten zu einer feinen Masse pürieren

Die Masse aus Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einem feinen Brei verarbeiten.

Gemüsebrühe selber machen: würzen
3. Pürieren (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

4. Letzter Schritt

Im letzten Schritt die fertige Würzpaste in saubere Einmach- oder Schraubgläser füllen, gut verschließen – fertig!

Gemüsebrühe selber machen: ins Glas füllen
4. abfüllen (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

So verwendest du die selbstgemachte Gemüsebrühe

Gemüsebrühe selber machen
Selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe ist genauso vielseitig einsetzbar wie gekauftes Pulver. (Foto: © Utopia / Annika Flatley)

Du kannst die Würzpaste mit allen Gerichten verwenden, für die du normalerweise Gemüsebrühe-Pulver benutzen würdest. Circa zwei Teelöffel auf einen Liter Wasser ergeben eine würzige Brühe.

Deine Instant-Gemüsebrühe hält sich im Kühlschrank bis zu einem Jahr lang.

Übrigens: Selbstgemachte Gemüsebrühe ist ein tolles kleines Geschenk oder Mitbringsel!

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(56) Kommentare

  1. War mir auch aufgefallen:
    Ich empfehle, jenes auch dort, (Zeitmagazin), einfache Grundrezept nach eigenem Gusto zu erweitern. Fügt man beispielsweise Petersilienwurzeln hinzu, entsteht eine sehr besondere Geschmacksvariante!!!
    Hat man etwa noch Kohlrabi samt Kraut da oder noch eine Chili- oder Paprikaschote im Vorrat, sind auch sie willkommen.

  2. Ich kann aus langer Erfahrung bestätigen, dass das pürierte und durch Salz haltbar gemachte Gemüsegemenge tatsächlich über Monate nicht schlecht wird, was ich mir anfangs auch nicht vorstellen konnte. Noch nie musste ich davon irgendetwas verwerfen.

  3. Welches Gemüse-Salz Verhältnis wendest Du an?
    Das ist oben ja etwas schwammig.
    Ich lese oft 1/7, stimmt das in etwa?
    Evt. lag die schlechte Haltbarkeit bei meinem Pesto auch daran, daß die grünen Bärlauchblätter von Haus aus schneller schlecht werden, als härtere Gemüsebestandteile.

  4. Meine Mutter hat es uns gelehrt; und es heißt da Salzgemüse. Und es wird wirklich ein Jahr lang, im Kühlschrank, ohne Geschmacksveränderungen halten – falls es nicht schon früher einfach verbraucht ist. Es eignet sich wirklich zu Suppen, fast aller Art, auch Gemüse würzen, ach, einfach alles damit würzen; außer halt Desserts!

  5. Mal abgesehen davon, das es sich hier um Pesto und nicht um eine Brühe handelt, müsste man bei der Herstellung wohl in einem Reinraum Arbeiten, um das ganze, ohne Konservierungsmittel oder Sterilisation lagerfähig zu bekommen.
    Wer es ausprobieren will: Verbraucht es innerhalb von 14 Tagen oder kocht es kurz auf, bevor es in die Gläser kommt, dann Deckel drauf und abkühlen lassen.

    Beste Grüße, D.

  6. In diesem Fall ist das Salz das Konservierungsmittel und die Methodik eine der ältesten Kulturtechniken. Auch Fleisch und Fisch können durch Lagerung im Salz (und demzufolge Wasserentzug) haltbar gemacht werden. Daher bedarf die Herstellung auch weder sterile Umgebung, noch Hitze zur Keimabtötung. Das Salz sorgt für ein Milieu, welches das Wachstum aller nicht halophilen Mikroorganismen hemmt.

  7. Hab es gerade probiert und bin echt sauer. Mein Mixer ist unten kaputt gegangen, da das Zeug zu fest ist (gerade der Lauch). Hab es nach Rezept gemacht und jetzt darf ich meinen Mixer wahrscheinlich wegschmeißen und der war kein Billigprodukt.
    Mit dem Pürierstab ging es, aber der Mixer war nix. Haben die das hier mit einem Gastronomiemixer gemacht?

  8. Dann hatte Dein Mixer vielleicht schon einen Vorschaden, weil ich noch nichts erlebt habe, was mein Braun Küchenmixer nicht zerkleinert.
    Und der ist nichts besonderes…

  9. Hallo Katja, tut uns leid, dass das bei dir nicht geklappt hat. Wir hatten mit einem durchchschnittlichen Haushaltsmixer keinerlei Probleme. Natürlich muss man die Masse im Mixer hin und wieder umrühren oder auflockern, aber dann müsste das eigentlich jeder vernünftige Mixer schaffen. Wir hätten das Rezept so sonst nicht empfohlen.

  10. Der Mixer war von WMF, nen Vorschaden hatte der nicht! Es war kein 0815 Mixer von amazon, wo man sich sowas denken kann, dass der mal kaputt geht. Ich hab nur Saft, Smoothis und Sojamilch damit gemacht.
    Ich hab immer wieder gelockert und gepiekst (Holzlöffel). Der blieb immer wieder stehen und drehte sich nicht mehr. Es lag an dem verfluchten Lauch… der hatte sich dort unten immer wieder verhäddert. Ich könnt echt heulen, das Ding war sch****teuer!

  11. Falls Du einen elektrischen Fleischwolf hast, verwende ihn statt des Mixers. Das hat folgenden Vorteil: Du sparst Dir eine Menge Zeit sowohl beim Zerkleinern des Gemüses, weil Du es nur in relativ grobe Stücke schneiden musst, außerdem ist das Pürieren ratzfatz erledigt. Ich kam auch erst auf die Idee, den Fleischwolf einzusetzen, nachdem ich einen Stabmixer ‚geschrottet‘ hatte.

  12. Ich zerkleinere das Gemüse im Fleischwolfaufsatz meiner Küchenmaschine, das geht ganz problemlos. In die Gemüsemischung sollten auch Petersilienwurzeln und vor allem Liebstöckel hinein, außerdem ganz wenig Majoran und Thymian. Das Ganze hält wirklich ein Jahr ohne schlecht zu werden.

  13. „gemuesebruehe“- ich koche sellerie, lauch, pastinake, karotten, zwiebel aus, langsam und niedere temperatur. Diesen Sud -ohne die ausgelaugten Pflanzen (kompost)- bezeichne ich als gemuesebruehe. Grundsubstanz fuer alle Suppen. petersilie und schnittlauch kommen frisch am Ende der Kochzeit kurz vor Verzehr in die fertige Suppe. gerne auch ein bisschen Estragon.

  14. Das Salz muß man natürlich beim Kochen einkalkulieren u.U. nicht mehr anderweitig salzen.
    Das ist bei der Gemüsebrühe aus dem Reformhaus, die ich verwende, auch der Fall.
    Man muß schon aufpassen, weil man leicht zu viel erwischt.
    Aber ohne das Salz wäre die Haltbarkeit ja stark eingeschränkt.

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