Darf’s eine Gutscheinkarte sein? Nein! 😠

Kein-Gutschein
Bilder: CC0/Pixabay

Jeder kennt sie, wohl jeder hat sie schon einmal selbst gekauft: Gutscheine und Gutscheinkarten gehören zu den beliebtesten Geschenken. Dabei vergessen wir oft, dass wir Gutscheine besitzen und lassen sie verfallen.

Gutscheine und Geldgeschenke waren laut Statista 2019 die beliebtesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Doch was passiert nach Weihnachten mit all den gekauften und verschenkten Gutscheinen?

Rund zehn Prozent der Beschenkten geben an, dass sie nicht vorhaben, diese einzulösen – das geht aus einer anderen Umfrage hervor. Dazu kommen noch diejenigen, die die Gutscheinkarten einfach in der Schublade vergessen.

Was einmal ein gutgemeintes und teures Geschenk war, wird zu weggeworfenem Geld. Damit landen jedes Jahr eine Menge Geldscheine im Müll – in Form ungenutzter Gutscheine.

Gutscheinkarten kaufen: Wir zahlen meistens drauf

Hinzu kommt, dass wir mit dem Gutschein im Laden oder online selten den genauen Gutscheinwert einlösen. Oft kostet das Objekt der Begierde mehr als die Summe, die auf dem Gutschein aufgedruckt ist – weil wir einen Gutschein haben, kaufen wir es bereitwillig.

Geschenkkarte Gutscheinkarte, Gutschein
Darf’s noch ein Gutschein sein? Nein! (Foto: "itunes gift card" 401(K) 2012 unter CC BY-SA 2.0, Utopia/jw)

Warum lösen wir Gutscheine nicht ein? 44 Prozent der Gutscheinbesitzer haben ihn schlichtweg vergessen, so ergab eine Umfrage im Jahr 2015. Hätten sie ihn noch gefunden, wäre er womöglich längst abgelaufen, denn: Ein gekaufter Gutschein ist nur drei Jahre gültig; und dies gilt ab dem Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde, so die Verbraucherzentrale Hamburg.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Gutschein auch nur zwei Jahre oder gar ein Jahr gültig sein. Bei einer Kosmetikbehandlung beispielsweise könnten die Lohn- und Materialkosten im Folgejahr steigen – und somit den Wert des Gutscheins übersteigen. Pech auch, wenn du nichts Passendes für deinen Gutschein findest? In bar kannst du ihn dir leider nicht auszahlen lassen, sondern nur gegen Waren oder Dienstleistungen eintauschen.

Fazit: Gutscheine an der Kasse zu kaufen geht zwar bequem und schnell, doch für die Beschenkten ist es oft ein Verlustgeschäft – unpersönlich sind die Karten von Konzernen wie Amazon, Saturn, Ikea & Co. noch dazu.

Alternative 1: Gutscheine tauschen, verkaufen oder weiterverschenken

Wenn du selbst einen Gutschein bekommen hast, kümmer dich zeitnah darum, dass er nicht ungenutzt in der Schublade verschwindet! Du kannst versuchen, ihn online zu tauschen, zu verkaufen oder zu verschenken. Dies geht zum Beispiel über Online-Marktplätze oder Anbieter von Kleinanzeigen.

Alternative 2: Gutschein nicht kaufen sondern selber basteln

Wenn du jemand anderem einen Gutschein schenken willst, dann bastel doch selbst einen! Etwa für ein gemeinsames Abendessen, eine Rückenmassage oder Hilfe beim Streichen der Wohnung.

Alternative 3: Gutschein von nachhaltigen Shops kaufen

Wenn die Zeit nicht einmal mehr dafür reicht und du einen Last-Minute-Gutschein kaufen willst: ‘Bessere‘ Gutscheine gibt es von vielen nachhaltigen Shops online zum Selbstausdrucken. Hier findest du beispielsweise Gutscheine aus dem grünen Avocadostore**.

Viele weitere Alternativen zu Gutscheinkarten

1. DIY- und Bastel-Geschenke werden immer beliebter. Lies hier weiter und lass dich inspirieren:

2. Spenden statt konsumieren (oder beides kombinieren)! In diesen Artikeln findest du Anregungen:

3. Du willst doch etwas kaufen, aber keinen Gutschein? Dann würden wir dir diese Produkte empfehlen:

4. Nachdem du eine besser Alternative zu einem gekauften Gutschein gefunden hast, musst du sie nur noch verpacken. Dazu hätten wir auch  einige Tipps parat:

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