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Körpersprache deuten: Mit diesen Tipps gelingt es dir

körpersprache deuten
Foto: CC0 / Pixabay / Peggy_Marco

Wenn es dir gelingt, die Körpersprache anderer zu deuten, kann das die zwischenmenschliche Kommunikation erleichtern. Wir geben dir Tipps dafür und auch, wie du dir deiner eigenen Wirkung nach außen bewusster werden kannst.

Darum ist die Körpersprache wichtig

Zur Kommunikation gehören in erster Linie Worte. Neben dem Inhalt findet ein großer Teil unserer Kommunikation unterbewusst und nonverbal statt, und zwar über die Körpersprache. 

Die Körpersprache kann oftmals mehr über uns verraten, als Worte allein tun. Nervosität und Unsicherheit können sich in Gestik, Mimik und Körperhaltung genauso widerspiegeln wie Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Über bewusste Körpersprache ist es sogar möglich, den eigenen Gemütszustand zu verbessern und eine positivere Ausstrahlung zu zeigen.

Die Psychologie eines Menschen läuft zu einem großen Teil im Unterbewusstsein ab und zeigt sich somit häufiger in Geste, Mimik und Haltung als in klaren Worten. Dem Eisbergmodell nach verläuft ein Großteil menschlicher Kommunikation unterhalb des Bewussten, also im Bild des Eisbergs unterhalb der Wasseroberfläche.

Die Körpersprache kann wesentlich dazu beitragen, ob wir anderen Menschen eher sympathisch oder unsympathisch erscheinen. Wer in der Lage ist, körpersprachliche Signale zu verstehen, kann zudem einfühlsamer und verständnisvoller mit seinen Mitmenschen umgehen. Wendest du zum Beispiel deine Füße der Gesprächspartnerin an, dann zeigst du unterbewusst an, dass du losgehen willst.

Ein gutes Körpergefühl, das sich in einer positiven Körpersprache zeigt, kann sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext dafür sorgen, dass du fruchtbare Gespräche führen und tiefere soziale Beziehungen leben kannst.

Körpersprache: Das kann sie aussagen

Die Gangart: Unsicher oder dynamisch
Die Gangart: Unsicher oder dynamisch
(Foto: Utopia / Johannes Renner)

Zur Körpersprache gehört auch die Mimik, also der Ausdruck des Gesichts sowie die Stimme:

  • Bei einem ehrlichen Lächeln lächeln auch die Augen mit und es zeigen sich mehr oder weniger intensive Fältchen, die sogenannten Krähenfüße. Die Wangen werden angehoben. Im Gegensatz dazu steht das aufgesetzteLächeln, das auch als falsches Lächeln bezeichnet wird. Hier heben sich die Wangen kaum, die Augen lächeln nicht mit, nur die Mundwinkel zeigen nach oben. Dieses Lächeln erfolgt oft aus Höflichkeit und nicht als Ausdruck ehrlicher Freude. 
  • Auch die Stimme und die Tonlage können viel ausmachen. Tiefe Stimmen werden meist als vertrauensvoll und beruhigend wahrgenommen.
  • Der Blickkontakt ist in Westeuropa sehr wichtig und ein Zeichen von sozialer Bindung. In anderen Kulturen kann der direkte und intensive Blickkontakt jedoch als Provokation aufgefasst werden und Konflikte nach sich ziehen.

Somit solltest du dir im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen immer bewusst sein, dass Mimik und Gestik interkulturell unterschiedlich gedeutet werden können.

Die Körperhaltung verrät viel über deinen Gemütszustand und deine emotionale Verfassung. In der Wissenschaft wird die Verknüpfung und gegenseitige Verflechtung von Körper und Psyche als Embodiment bezeichnet.

  • Geknickt gehende Menschen wirken unsicher. Aufrecht gehende Menschen strahlen Selbstbewusstsein aus. Die Dynamik deiner Gangart kann beim Gegenüber verschiedene Wirkungen hinterlassen. Hast du die Arme eng am Körper angelegt und machst kleine Schritte? Dann wirkst du eher verkrampft und unsicher. Locker hängende Schultern und eine dynamische Gangart vermitteln Selbstsicherheit und rufen Vertrauen hervor.
  • Ein ehrliches Lächeln und von unten nach oben führende Gesten machen ebenfalls einen guten Eindruck und wirken in Kombination auch auf dein Inneres zurück.

Du kannst auch mal Politiker:innen beobachten und versuchen, ihre Körpersprache zu lesen. Viele werden professionell gecoacht, um möglichst positiv, selbstbewusst und entschlossen zu wirken. Eine typische Geste sind die ausgebreiten Arme, mit Handflächen nach oben, als wolle man etwas verschenken.

Körpersprache lesen und trainieren

Mit Power-Posen kannst du deine eigene Wirkung nach außen vebessern.
Mit Power-Posen kannst du deine eigene Wirkung nach außen vebessern.
(Foto: Utopia / Johannes Renner)

Die Fähigkeit, Körpersprache zu lesen hängt wesentlich von deiner emotionalen Intelligenz ab, die sich jedoch trainieren lässt. Genauso kannst du aktiv trainieren, die Körpersprache anderer Menschen zu lesen und einfühlsamer zu werden. Beobachte bei künftigen Gesprächen bewusst die Gestik, Mimik und Körperhaltung deines Gegenüber.

Das kannst du auch bei Fremden im Restaurant oder der Bar machen, wobei du da natürlich nicht zu auffällig starren solltest. Das wird dir helfen, andere Menschen noch besser zu verstehen, als es nur durch Worte möglich wäre.

Für deine eigene Wirkung nach außen und deine emotionale Gesundheit kannst du Posen vor dem Spiegel einüben. Gerade für eher unsichere Menschen sind sogenannte Power-Posen hilfreich, die auf die US-amerikanische Sozialpsychologin Amy Cuddy zurück gehen. Demnach können bestimmte selbstbewusste und optimistische Haltungen auf dein Inneres einwirken. So geht’s:

  • Eine Power-Pose ist, die Hände hinter dem Kopf zu verschränken. So wird dein Brustbereich geweitet.
  • Wenn du die Hände in die Hüfte stütz,t wirkt das ebenfalls sehr selbstbewusst. Du nimmst mehr Platz im Raum ein.
  • Eine weitere Pose ist, sich mit beiden Händen vorne auf den Tisch aufzustützen.

Probiere diese Posen einfach mal ein paar Minuten aus und beobachte dich selbst dabei, wie du dich fühlst. 

Fazit: Körpersprache lesen zu können ist interessant und kann dir helfen, soziale Beziehungen zu vertiefen und empathischer zu werden. Du solltest aber auf jeden Fall versuchen, mit dir selbst im Gleichgewicht zu bleiben und nicht erzwungenermaßen deinen Körper sprechen zu lassen. Höre dabei einfach auf dein Bauchgefühl. 

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