Konstruktive Kritik: So äußerst du sie richtig

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Konstruktive Kritik soll positiv wirken und dabei helfen, sich zu verbessern, anstatt sich schlecht zu fühlen. Du solltest sie deshalb gut durchdacht äußern.

Ob ein Kollege seine Aufgaben nicht richtig erfüllt oder dein Partner sich nicht an Verabredungen hält: Im Leben gibt es häufig Situationen, in denen du Kritik an deinen Mitmenschen üben willst. Allerdings gilt es, diese auch richtig zu formulieren. Mit demotivierender oder destruktiver Kritik ist niemandem geholfen. Kritik soll nicht demütigen, sondern weiterhelfen. Nur durch konstruktive Kritik erreichst du, dass andere Menschen dankbar für dein Feedback sind und dieses auch umsetzen wollen.

Konstruktive Kritik sollte konkret sein

Konstruktive Kritik erfordert eine gute Kommunikation. Du solltest dabei konkret sein und genau erklären, was dein Gesprächspartner verbessern könnte. Spezifische Beispiele führen zu einem besseren Verständnis. Allgemeine und pauschalisierende Kritik wie „Du machst XY immer falsch!“ solltest du vermeiden. Sonst wirkt deine Kritik unsachlich und unprofessionell. Du könntest dein Gegenüber auf persönlicher Ebene verletzen.

Gib ihm stattdessen spezifische Verbesserungsvorschläge und Anregungen, die er umsetzen könnte. Achte dabei darauf, dass du deine Ratschläge tatsächlich als Verbesserungsvorschläge anbringst und nicht als Befehle. So wird dein Gesprächspartner deine Kritik konstruktiv wahrnehmen und als Unterstützung ansehen und sich wertgeschätzt fühlen.

Kritik in Ich-Form formulieren

Konstruktive Kritik solltest du nicht in Du-Form formulieren. „Du machst das falsch“ wirkt vorwurfsvoll. Sage stattdessen so etwas wie, „Ich denke, es wäre effizienter, XY auf diese Weise zu machen“. Formulierst du deine konstruktive Kritik in Ich-Form, veranschaulichst du, dass es sich um eine persönliche Wahrnehmung deinerseits handelt. Diese Beobachtung kann sich von Person zu Person unterscheiden. Zudem übernimmst du dadurch die Verantwortung für deine Aussage.

Loben nicht vergessen

Positives Feedback hilft dabei, dass konstruktive Kritik besser aufgenommen wird.
Positives Feedback hilft dabei, dass konstruktive Kritik besser aufgenommen wird. (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Auch wenn deine Kritik gut gemeint ist: Du solltest deine Mitmenschen nicht nur darauf aufmerksam machen, was sie schlecht gemacht haben. Am Anfang der konstruktiven Kritik solltest du immer mit einem positiven Feedback beginnen. Das stärkt das Selbstwertgefühl deines Gegenübers. Dadurch erhöhst du die Chance, dass er deine konstruktive Kritik gut und produktiv verarbeitet. Dein Gesprächspartner wird sich freuen, dass du auch zur Kenntnis nimmst, wenn er eine Aufgabe besonders gut gelöst hat. Zu guter Letzt führt das ein oder andere Lob zu einer besseren Stimmung und einer höheren Motivation.

Selbst mit konstruktiver Kritik umgehen

Aber natürlich solltest du nicht nur andere Menschen kritisieren können. Es ist wichtig, dass du auch selbst mit konstruktiver Kritik von anderen umgehen kannst. Wirst du kritisiert, solltest du die Kritik zunächst aufnehmen und nicht sofort zurück kritisieren. Bei Verständnisproblemen frage unbedingt nach, was genau gemeint ist.

Hole zusätzliche Rückmeldung von anderen Menschen ein, wenn die Kritik für dich trotz allem unverständlich ist. Manchmal trägt es zum besseren Verständnis der Situation bei, sich mehrere Meinungen anzuhören. Ist das Urteil deines Gesprächspartners allerdings ungerechtfertigt, solltest du dies nicht einfach stillschweigend akzeptieren. Zeige Selbstbewusstsein. Trotzdem ist es wichtig, sachlich und ausführlich zu begründen, warum die Kritik bei dir nicht am richtigen Adressaten gelandet ist.

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