E-Nummern-Liste: Diese Zusatzstoffe solltest du meiden

E-Nummern
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E-Nummern haben keinen guten Ruf. Zu Recht: Lebensmittelzusatzstoffe können zu Allergien führen und Krankheiten auslösen. Aber welche E-Nummern sollte man wirklich vermeiden?

Sie stecken in vielen Lebensmitteln und geben sich unscheinbare Bezeichnungen: Zusatzstoffe mit E-Nummern, viele davon stehen unter Verdacht, nicht gesund zu sein. Utopia gibt dir einen Überblick als Liste.

Wofür steht das E?

„E-Nummer“ ist eigentlich nur eine andere Bezeichnung für Lebensmittelzusatzstoffe, die in der EU zugelassen sind – das „E“ in „E-Nummer“ steht für Europa. Interessant: Bis 1993 waren in Deutschland nur 265 E-Nummern zugelassen. Die Angleichung der Gesetze in der EU hat dazu geführt, dass inzwischen über 300 verschiedene E-Nummern verwendet werden dürfen.

Es gibt viele verschiedene Zusatzstoffe mit unterschiedlichsten Funktionen:

  • Antioxidationsmittel: verhindern das Ranzigwerden von Fetten und sorgen für eine längere Haltbarkeit
  • Emulgatoren: verbinden Stoffe, die nicht miteinander mischbar sind wie zum Bespiel Öl und Wasser
  • Farbstoffe: machen Lebensmittel ein bisschen farbenfroher und leuchtender
  • Verdickungsmittel: sorgen für eine schöne Konsistenz beispielsweise bei Pudding oder Eis
  • Geschmacksverstärker: peppen den Geschmack auf
  • Konservierungsstoffe: hemmen Mikroorganismen und sorgen für eine längere Haltbarkeit
  • Zuckeraustauschstoffe: werden als Zuckerersatz verwendet

E-Nummern: nützlich, aber auch verdächtig …

E-Nummern werden also zugesetzt, um Lebensmittel länger haltbar zu machen, die Konsistenz zu verbessern, technologische Prozesse zu vereinfachen oder den Genusswert zu steigern.

Aber Lebensmittelzusatzstoffe haben nicht nur gute Eigenschaften: Viele stehen im Verdacht, Allergien auszulösen und Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis, Alzheimer oder sogar Krebs zu begünstigen.

In den letzten Jahren sind die Kund:innen kritischer geworden. Und die Lebensmittelhersteller haben tatsächlich reagiert: Im Supermarkt ist kaum noch eine E-Nummer auf den Verpackungen zu entdecken.

Wie kann das sein? Weil die Hersteller anstelle von E-Nummern nun gerne den Namen des Zusatzstoffes verwenden: „Citronensäure“ klingt deutlich harmloser als „E330“.

Deshalb bedeutet eine Zutatenliste, auf der keine E-Nummern zu sehen sind, nicht, dass der Inhalt auch tatsächlich frei von Zusatzstoffen ist. Ein kritischer Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also immer.

E-Nummern Zusatzstoffe E150D Wasabi Erbsen
Keine E-Nummer weit und breit: Farbstoffe und Stabilisatoren stecken aber trotzdem drin. (© utopia)

Bei verpackten Lebensmitteln hat man immerhin noch die Chance, die Inhaltsstoffe auf der Verpackung zu überprüfen. Beim Bäcker oder beim Döner in der Mittagspause ist das schon etwas komplizierter – wer fragt schon wirklich beim Verkäufer nach, was drinsteckt (und hakt nach, wenn die Antwort „Nur gesunde Sachen!“ lautet).

Sollte man aber ruhig mal machen, das mit dem Nachfragen. Denn seit Dezember 2014 müssen auch Bäcker, Metzger, Imbissbuden, Restaurant oder Eisdielen schriftliche Informationen über die Inhaltsstoffe parat haben. Zusätzlich muss auf einem Schild neben der Ware angegeben sein, ob Zusatzstoffe verwendet wurden.

E-Nummern-Liste: Diese Zusatzstoffe solltest du meiden

Nicht alle E-Nummern sind übrigens schlecht: Etwa die Hälfte der Lebensmittelzusatzstoffe gelten als unbedenklich. Etwa 40 E-Nummern sind sogar für Bio-Lebensmittel zugelassen. Auf welche Zusatzstoffe du aber lieber verzichten solltest, zeigt dir Utopia.

E102 – Tartrazin

Die E-Nummer E102 kommt in Senf, Puddingpulver, Schmelzkäse sowie Getränken und Süßigkeiten vor. Tartrazin ist ein künstlicher gelber Farbstoff mit hohem Allergiepotenzial besonders bei Menschen, die auf Aspirin oder Benzoesäure empfindlich reagieren. Auch für Personen mit Asthma oder Neurodermitis ist E102 bedenklich.

Tartrazin wird mit gesundheitlichen Auswirkungen wie Atemschwierigkeiten, Hautausschlägen oder verschwommenem Sehvermögen in Verbindung gebracht und kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen. In Norwegen ist der Farbstoff E102 verboten. In Deutschland und Österreich wurde das Verbot im Rahmen einer EU-Gesetzesangleichung aufgehoben. Die Verbraucherzentralen raten vom Verzehr größerer Mengen ab.

E104 – Chinolingelb

Götterspeise, Brausepulver, Kaugummi, Räucherfisch und Obstweine – nur für solche Lebensmittel ist die E-Nummer E104 überhaupt noch zugelassen, und auch das nur in geringen Mengen. Der gelbe Farbstoff Chinolingelb steht unter Krebsverdacht und ist in den USA, Japan und Norwegen verboten. E104 kann allergieauslösend wirken und die Aktivität sowie die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.

E110 – Gelborange S

Der Farbstoff E110 färbt Produkte wie Weingummi, Lachsersatz oder Käse gelborange. In Tierversuchen führte der Zusatzstoff zu Nierentumoren. Vermutlich ist Gelborange S ein Auslöser für Asthma und Neurodermitis und gilt als allergieauslösend für Menschen, die empfindlich auf Aspirin und Benzoesäure (E210) reagieren. Der Farbstoff E110 kann die Aktivität und die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen. Die Verbraucherzentralen raten vom Verzehr größerer Mengen ab.

E-Nummern: Farbstoffe im Lachsersatz
Die schöne rote Farbe verdankt der Seelachs den E-Nummern Gelborange S und Cochenillerot A . (Foto: © Utopia)

E122 – Azorubin (Carmoisin)

Der rote Farbstoff E122 kommt in Fertigprodukten und Fertigsuppen vor, aber auch in Getränken und Süßigkeiten. Azorubin kann Allergien auslösen, speziell bei Menschen, die empfindlich auf Aspirin und Benzoesäure reagieren. Außerdem kann der rote Farbstoff E122 die Aufmerksamkeit und die Aktivität von Kindern beeinträchtigen. Die Verbraucherzentralen raten vom Verzehr größerer Mengen ab.

E123 – Amaranth

Mit Amaranth sind hier nicht die Körner gemeint, sondern der rote Farbstoff E123. Amaranth ist nur für Spirituosen, Aperitifweine und Kaviar zugelassen. In den USA ist er sogar verboten, da er unter Krebsverdacht steht. In Tierversuchen führte E123 zu Kalkablagerungen in den Nieren. Auch dieser Farbstoff ist besonders bedenklich für Menschen mit Aspirin- oder Benzoesäureallergie und könnte ein Auslöser für Neurodermitis und Asthma sein.

E124A – Chochenillerot A

Der rote Farbstoff Chochenillerot A oder auch E124A ist das, was den Lachsersatz so schön rot färbt. Er steckt auch in Chorizo-Wurst, Fruchtgelee und anderen Süßwaren. E124A gilt als allergieauslösend und kann die Aktivität sowie die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen. Die Verbraucherzentralen raten vom Verzehr großer Mengen ab.

E127 – Erythrosin

Der rote Farbstoff ist nur für Cocktailkirschen, kandierte Kirschen oder Obstsalat mit Kirschanteil zugelassen. Die E-Nummer E127 kann Jod an den Körper abgeben und die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten Lebensmittel mit Erythrosin nicht essen, also Cocktailkirschen und kandierte Kirschen aller Art meiden. Der Farbstoff E127 kann die Aufmerksamkeit bei Kindern stören und Allergien auslösen.

E129 – Allurarot AC

Über diesen roten Farbstoff wissen wir noch recht wenig: Es wurden kaum Untersuchungen veröffentlicht, die Auswirkungen von E129 sind daher noch nicht abschließend bewertet.

In Deutschland findet man den Farbstoff in Süßwaren, Desserts und Getränken. In Dänemark, Schweden, Belgien, Frankreich und der Schweiz ist die E-Nummer E129 verboten. Menschen mit Aspirin- oder Benzoesäureallergie, Asthma oder Neurodermitis sollten die E-Nummer meiden. Allurarot AC kann die Aktivität und die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.

E142 – Grün S

Pfefferminzbonbons oder Dosenerbsen, aber auch Getränke, Kosmetika, Wolle, Leder und Papier werden mit dem grünen Farbstoff E142 gefärbt. Man darf sich schon fragen, warum Erbsen noch grüner gefärbt werden müssen. Obwohl der Körper die E-Nummer innerhalb von 7 Stunden größtenteils unverändert ausscheidet, ist E142 in den USA, Kanada, Japan und Norwegen verboten. Der Zusatzstoff Grün S steht im Verdacht, Alzheimer zu begünstigen und hat im Tierversuch zu Erbgutschäden geführt.

E150C – Ammoniak-Zuckerkulör

Ammoniak – ist das nicht giftig? Als „Ammoniak-Zuckerkulör“ nicht direkt. E150C hast du bestimmt schon zu dir genommen: Es steckt nämlich zum Beispiel in Cola, Whiskey und Senfsoßen und macht da die braune Farbe. Ammoniak-Zuckerkulör wird mit Hilfe von Ammoniak aus Zuckerverbindungen hergestellt, dabei kann genveränderter Mais verwendet werden. Nebenprodukte der E-Nummer führten im Tierversuch zu Krämpfen und beeinträchtigten das Immunsystem. In den USA steht der Farbstoff E150C unter Krebsverdacht. Verbraucherzentralen raten vom häufigen Verzehr der E-Nummer ab. 

Zusatzstoffe E-Nummern E150D Cola
In Coca-Cola steckt anstelle von E150C die E-Nummer E150D – bedenklich sind beide Farbstoffe. (© utopia)

In Coca-Cola steckt die E-Nummer übrigens nicht: Anstelle von E150C wird Coca-Cola mit dem Farbstoff E150D hübsch braun gemacht. Leider ist der Zusatzstoff Ammoniumsulfit-Zuckerkulör nicht viel besser als Ammoniak-Zuckerkulör: In den USA steht ein schwer vermeidbares Nebenprodukt von E150D unter Krebsverdacht: 4-Methylimidazol (Quelle: BfR). Die E-Nummer kann eine giftige Verbindung enthalten, die in Tierversuchen zu Blutveränderungen und Krämpfen führte.

E151 – Brillantschwarz BN

Kaviar-Ersatz, Lakritz aber auch Shampoos oder flüssige Seifen werden mit dem Farbstoff E151 violett, braun oder schwarz gefärbt. Der Lebensmittelzusatzstoff Brillantschwarz BN gilt als allergieauslösend bei Menschen, die auf Aspirin und Benzoesäure empfindlich reagieren und sollte auch von Personen mit Asthma oder Neurodermitis gemieden werden. Verbraucherzentralen raten vom Verzehr großer Mengen ab.

E154 – Braun FK

Die E-Nummer E154 kann zur Schädigung innerer Organe durch Ablagerungen führen. Verbraucherzentralen raten vom Verzehr großer Mengen ab. Die gute Nachricht: Der Farbstoff Braun FK steckt sowieso nur in geräucherten Heringen aus England (Kippers), für alles andere ist er nicht zugelassen. Der Lebensmittelzusatzstoff Braun FK sollte von Personen mit Aspirin- und Benzoesäureallergie, Asthma oder Neurodermitis vermieden werden.

E155 – Braun HT

Der rötlich-braune Farbstoff E155 wird vor allem zum Färben von Süßigkeiten wie Kuchen, Keksen, Eis oder Schokolade verwendet. Verbraucherzentralen raten jedoch vom Verzehr des Lebensmittelzusatzstoffs ab, da die E-Nummer insbesondere für Menschen mit Neurodermitis, Asthma und Aspirin- oder Benzoesäureallergie bedenklich ist.

E 171 – Titandioxid

Der weiße Farbstoff aus Titaneisen wird als Überzug für Kaugummis oder Süßigkeiten verwendet. Derzeit wird über mögliche Risiken von Titandioxid diskutiert: Bei Tierversuchen traten Erkrankungen des Immunsystems und Schädigungen des Dickdarms auf. Zudem kam es bei Mäusen zu zellulären Veränderungen, und es ist unklar, ob der Zusatzstoff nicht vielleicht krebserzeugend wirkt.

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es zwar noch Forschungsbedarf in Bezug auf diese E-Nummer, die bisherigen Daten geben jedoch keine Hinweise auf gesundheitliche Bedenken. In Frankreich wurde die Zulassung von Titandioxid für das Jahr 2020 allerdings ausgesetzt, weil nach Aussage der französischen Gesundheitsbehörde keine eindeutige Risikobewertung möglich ist. Lies dazu auch:

E173 – Aluminium

Aluminium kennen wir als Zutat in Deodorants. Aluminium steht im Verdacht, Alzheimer, Demenz und Brustkrebs auszulösen, deshalb suchen zum Beispiel viele Konsumenten Deo ohne Aluminium. Als silbergrauer Farbstoff ist E173 allerdings für Überzüge von Zuckerwaren und Dekorationen von Kuchen und Gebäck zugelassen. Der Körper speichert Aluminium teilweise. Die E-Nummer E173 sollte von Menschen mit Nierenerkrankung vermieden werden. Mehr zu Aluminium im Beitrag Wie schädlich ist Aluminium?

E180 – Litholrubin BK

Der rote Lebensmittelfarbstoff E180 ist nur für Käserinde zugelassen – sogar dann, wenn sie mitgegessen werden kann. Bedenklich ist der Zusatzstoff Litholrubin BK besonders für Menschen mit Pseudoallergien (z.B. Asthma oder Neurodermitis) und Menschen, die allergisch auf Aspirin oder Benzoesäure reagieren.

E-Nummern Zusatzstoffe E150C Ammoniak-Zuckerkulör Senf
Im Honig-Senf des Herstellers „Maille“ steckt der Farbstoff E150C. (© utopia)

E239 – Hexamethylentetramin

Der Konservierungsstoff Hexamethylentetramin kann Allergien auslösen. Verbraucherzentralen raten vom häufigen Verzehr ab. Aber keine Sorge: Der Lebensmittelzusatzstoff E239 ist ohnehin nur für die italienische Käsesorte Provolone zugelassen. Die E-Nummer tötet Mikroorganismen ab und verhindert, dass der Käse sich „aufbläht“. Der Konservierungsstoff wird auch in Arzneimittel und Kosmetika verwendet.

E284 – Borsäure

Borsäure, auch als Lebensmittelzusatzstoff E284 bekannt, führte in der Vergangenheit zu Vergiftungen – das Konservierungsmittel ist daher nur noch für Kaviar zugelassen. Traditionell wird Kaviar mit Salz konserviert, für eine längere Haltbarkeit setzten Hersteller Borsäure hinzu. Die E-Nummer kann nicht abgebaut werden und reichert sich im Körper an. Bei häufigem Verzehr verursacht E284 Durchfälle und innere Organschäden – die Wahrscheinlichkeit dafür ist im Alltag aber eher gering.

E285 – Natriumtetraborat (Borax)

Der Konservierungsstoff E285 ist eine Variante der Borsäure und ebenfalls nur für Kaviar zugelassen. Der Lebensmittelzusatzstoff Borax kann nicht abgebaut werden und reichert sich im Körper an. Bei langfristiger Aufnahme verursacht die E-Nummer Durchfälle und innere Organschäden.

E385 – Calcium-dinatrium-ethylen-diamin-tetraacetat (Calcium-dinatrium-EDTA)

Das Antioxidationsmittel E385 ist nur für Dosen, Glaskonserven, Margarine und gefrorene Krebstiere zugelassen und verhindert die Verfärbung dieser Lebensmittel. Da Calcium-dinatrium-EDTA Mineralstoffe bindet, kann die E-Nummer den Stoffwechsel stark beeinflussen.

Aber der Zusatzstoff ist nicht immer böse: Der Lebensmittelzusatzstoff E385 wird nämlich auch als Medikament zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen eingesetzt.

E407 – Carrageen

Carrageen ist ein Verdickungsmittel, das chemisch aus Rotalgen gewonnen wird und oft in Sahne, Pudding, Eis und anderen Milchprodukten eingesetzt wird. Besteht es aus großen Molekülen, gilt es weitgehend als unbedenklich. Kleinmolekulare Carrageensorten sind meistens verboten, da sie nachweislich gesundheitsschädlich sind. Doch erlaubt sind Verunreinigungen von bis zu 5 Prozent – daher solltest du Carrageen in Lebensmitteln besser meiden.

Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Carrageen wahrscheinlich krebserregend ist. Zudem steht es im Verdacht, Darmerkrankungen und Allergien auszulösen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht zwar keine offizielle Warnung aus, empfiehlt aber eine Höchstdosis von 75 mg/kg Körpergewicht.

E425 – Konjak

Konjak wird aus der sogenannten Teufelszunge gewonnen: Die Wurzel der asiatischen Pflanze wird hierfür zu Mehl verarbeitet. Verwendet wird Konjak in Glasnudeln und fernöstlichen Spezialitäten.

Die E-Nummer E425 kann nicht vom Körper aufgenommen werden. Soweit harmlos, doch E425 vergrößert den Darminhalt und behindert die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. In der EU ist die Verwendung von E425 immerhin schon in Gelee-Süßwaren verboten, weil das Verdickungsmittel sich im Rachenraum festsetzen kann und bei Kindern zu Erstickungsanfällen geführt hat.

E512 – Zinn-II-Chlorid

Zinn-II-Chlorid wird als Antioxidationsmittel und Farbstabilisator verwendet. Die E-Nummer E512 ist nur in Dosen- und Glaskonserven zugelassen und wird beispielsweise eingesetzt, um die helle Farbe des Spargels im Glas zu erhalten. In hohen Konzentrationen hat die E-Nummer E512 einen metallischen Beigeschmack und führt zu Übelkeit und Erbrechen. 

E999 – Quillaja-Extrakt

Die E-Nummer E999 wird aus der Rinde des Quillaja-Baumes gewonnen und ist nur für Getränke wie beispielsweise Ginger-Ale oder Cidre zugelassen. Es ist ein Schaummittel, das den Schaum im Getränk stabilisiert. Der Quillaja-Extrakt enthält Blutgifte (Saponine): Saponine schmecken bitter, bilden Schäume und sind giftig, wenn sie in die Blutbahn gelangen.

E999 wurde erst durch die EU-Gesetzesangleichung in Deutschland zugelassen. Bereits eine tägliche Aufnahme von 1,75 Litern Ginger-Ale bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm entspricht der zugelassenen Tagesdosis.

E-Nummern-Liste: Utopia empfiehlt

Viele der Stoffe dieser E-Nummern-Liste gelten als gesundheitsgefährdend und die Verbraucherzentralen raten vom Verzehr ab. Aber nicht alle Lebensmittelzusatzstoffe sind schlecht und führen zu Allergien und Krankheiten: Farbstoffe auf pflanzlicher Basis wie Beetenrot (roter Farbstoff aus der Roten Beete) oder natürliche Verdickungsmittel wie Johannisbrotkernmehl sind beispielsweise gesundheitlich unbedenklich.

Der Blick auf die Verpackung lohnt sich immer: Wenn dir schon beim Lesen der Inhaltsangaben der Appetit vergeht, solltest du besser nach einer Alternative Ausschau halten.

So kannst du ganz einfach E-Nummern vermeiden:

  • Check die Inhaltsstoffangaben auf der Packung – lies dazu auch: So liest du die Lebensmittel-Zutatenliste richtig
  • Kauf vor allem Produkte mit EU-Bio-Siegel: In Bio-Lebensmitteln sind in aller Regel deutlich weniger zugesetzte Inhaltsstoffe und E-Nummern enthalten.
  • Iss vor allem unverarbeitete Lebensmittel.
  • Koch möglichst viel selbst – lieber eine frische, selbst gemachte Suppe als Dosenfutter und Tütensuppen.
  • Bilde dich weiter: Wir empfehlen z.B. das Taschenbuch der Verbraucherzentrale „Was bedeuten die E-Nummern?„, das eine Übersicht aller Zusatzstoffe enthält. Du kannst es für 5,79 Euro z.B. bei Buch7**, Thalia.de**, buecher.de oder direkt bei der Verbraucherzentrale bestellen.
  • Besorg dir eine E-Nummern-App. Empfehlenswerte Scanner-Apps für E-Nummern sowie weitere nützliche Tools fürs Handy findest du in: Die besten Apps für dein Smartphone
  • Nutz die E-Nummern-Abfrage des Bundeszentrums für Ernährung; sie zeigt dir, ob eine E-Nummer potentiell bedenklich ist oder nicht.

Unproblematische E-Nummern

Damit du nicht den fälschlichen Eindruck bekommst, dass E-Nummern automatisch mit Bedenken für die Gesundheit verbunden sind, haben wir einen ergänzenden Beitrag verfasst. Darin stellen wir dir zahlreiche Zusatzstoffe vor, die aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen unbedenklich sind. Klick auf den folgenden Kasten, um den Artikel zu lesen:

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