Pappmöbel: langlebig, nachhaltig und recycelbar

Foto: © Stange Design

Pappmöbel liegen im Trend, ganz neu sind sie allerdings nicht: Während man sie früher noch schamvoll in der Abstellkammer versteckte, entscheiden sich heute immer mehr Menschen bewusst für die Möbel aus Naturkarton. Denn: Pappmöbel sind schick, flexibel, günstig und gut für die Umwelt.

Die schönsten Pappmöbel in der Bildergalerie:

Pappmöbel sind stabiler als man denkt

Wenn man sich die Eigenschaften von Pappmöbeln einmal genauer ansieht, fragt man sich, warum nicht längst jeder Pappmöbel zuhause hat:

  • Die Möbel sind in der Regel bezahlbar, da sie in Deutschland gefertigt werden und die Pappe ebenfalls aus Deutschland kommt. Die Transportwege sind kurz, das Material günstig und die Produktionskosten niedrig. Das Einzelbett von Room in a Box gibt** es beispielsweise schon ab 99 Euro bei Room in a Box oder im Avocado Store. Teuer gibt es aber auch etwa bei Pappcultur, sozusagen, die Deluxe-Variante unter den Pappmöbel-Herstellern.
  • Möbel aus Pappe sind viel stabiler, als man aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes vermuten würde. In Form von Wellpappe oder Wabenkarton wird das Papier sehr belastbar: Die meisten Pappbetten tragen bis zu 1000 kg, Stühle und Hocker halten in der Regel ungefähr die Hälfte aus …
Pappmöbel, Stühle von Pappe
Federleicht, trägt dabei aber ordentlich Gewicht: Stuhl aus Pappe (Foto: © Von Pappe)
  • … und sind dabei superleicht: Die Stühle des Möbelherstellers Von Pappe wiegen beispielsweise je nach Größe zwischen 0,78 und 2,2 kg. Darüber freut man sich spätestens beim Umzug. Mehrmaliges auf- und abbauen ist ebenfalls kein Problem!
  • Der Aufbau ist unkompliziert – im handlichen Paket nach Hause geliefert, muss man Pappmöbel nur noch zusammenstecken. Nur sehr wenige Produkte müssen zusätzlich geleimt oder geklebt werden. Einige Möbel wie das Pappbett werden im Ganzen geliefert und wie eine Ziehharmonika nur auseinander gezogen.

Pappmöbel: langlebig

  • Möbel aus Pappe sind sehr langlebig: Mit der richtigen Pflege halten sie jahrelang, einige Hersteller versprechen eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren. Ersatzteile können jederzeit nachbestellt werden, zur Reinigung die Möbel einfach mit einem feuchten Lappen abwischen. Selbst ein ausgeschüttetes Glas Wasser ist kein Problem.
  • Pappmöbel bestehen zum größten Teil aus recyceltem Altpapier, der restliche Anteil aus Frischfasern sorgt für eine hohe Stabilität. Der Recyclinganteil bei der Herstellung schwankt je nach Hersteller, aber eines haben alle Pappmöbel gemeinsam: Sie sind zu 100 Prozent wiederverwertbar!
  • Auch die Entsorgung ist einfach: mit einem Cutter zerschneiden und ab damit in den Alt-Papier-Container – so können neue Pappmöbel entstehen!

Betten, Bücherregale & Bilderrahmen – die schönsten Pappmöbel:

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(7) Kommentare

  1. Ich will es mal so.sagen, ein Bett aus Metall ist umweltfreundlicher wie ein Bett aus Holz und ein Bett aus Holz ist umweltfreundlicher wie ein Bett aus Pappe.
    Der Aufwand für Transport, Fertigung und weiterer Verwendung fällt immer wieder an, wenn ein neues Bett benötigt wird. Dabei schneidet das Bett aus Pappe sehr schlecht ab.

  2. „Möbel aus Pappe sind sehr langlebig: Mit der richtigen Pflege halten sie jahrelang, einige Hersteller versprechen eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren.“

    Wie nennt man dann Möbel aus Holz, das mehrere Jahrzehnte hält, auch mehrere Umzüge, Auf- und Abbauten verträgt – etwa Ewig statt nur sehr haltbar?

    Die Zeitspanne für die Anschaffung mag ja wichtig sein, in Relation zum Preis, doch wer ist die Zielgruppe für Pappe Möbel, ich vermute junge Leute, die minimal Geld ausgeben wollen für die Erstwohnung. Und womöglich von Billigmöbel aus Spanplatten abgeschreckt sind.

    Wir hatten für den letzten Umzug hochwertige Umzugskisten angeschafft, aus stabiler Pappe, mit robuster Faltmethode, dennoch leiern diese nach mehreren Füllungen und Entladungen aus. Wasserflecken sind normal. Doch auf Pappe Möbeln bleiben solche Spuren lange Jahre sichtbar. Oder sollte man sie mit d-c-fix also Klebefolien bekleben, um die Oberflächen ansehnlicher, wischfester und letzten Endes noch robuster und langlebiger zu machen?

    Auf Holz kann ich alles Mögliche aufkleben, später entfernen, abschleifen, neu lackieren, Lack entfernen, wieder neu … geht das auch mit Pappe?

  3. Danke für diesen Artikel: ich beschäftige mich bereits länger mit dieser Idee, was meine Möbel im Wohnzimmer angeht.

    Das würde jedoch für mich persönlich bedeuten, meine bisherigen Möbel-die in einem sehr guten Zustand sind-entsorgen zu müssen-bzw. zu wollen.
    Das sind ganz normale furnierte Möbel, wie ich sie vor ca. 10 Jahren bedenkenlos in irgendeinem Möbelhaus gekauft hatte, weil sie mir gefielen.

    Da schaltet sich mein Gewissen ein: warum sollte ich etwas Neues erwerben, wenn ich „grundsätzlich“ doch mit dem zufrieden bin, was ich da habe?

    Mit „grundsätzlich“ meine ich, dass diese „Schrankwand mit Glasvitrine“ mich zu damaligen Zeiten absolut angesprochen hat: ich mich heute aber gerne möbelmäßig etwas „reduzieren“ möchte.

    Für mich momentan ein Dilemma: ich mag diese „fette Schrankwand“ nicht mehr vor Augen haben-andererseits besteht keine Notwendigkeit, mich von dieser zu trennen.

    Wie denkt Ihr darüber?

  4. Hallo smarla,
    es muß ja nicht immer was Neues sein; auch das Neue ist irgendwann wieder „alt“.
    Alles ist auf Konsum ausgerichtet: kaufen, wegwerfen, kaufen, wegwerfen…..
    Dein Gewissen ist schon auf dem richtigen Weg.
    Vielleicht besteht die Möglichkeit die „fette Schrankwand“ etwas zu verschlanken? Sollte kein Problem sein, wenn der Schrank mehrteilig ist. Manchmal hilft es schon, wenn man die Möbel umstellt. Für optische Veränderungen (Akzente) gibt es für ein paar Euronen spezielle Folien, die nur aufgedrückt werden, also auch schnell und problemlos wieder zu entfernen. Einfach der Kreativität mal freien Lauf lassen…. 😉

  5. Pappe aus recyceltem Papier enthält viele Schadstoffe auf Erdölbasis und Schwermetalle aus den Druckfarben die auf dem Papier waren. Ich kann daher nicht nachvollziehen, wie man es anstreben kann, Möbel aus schadstoffhaltiger Pappe zu machen.

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