Muttersaft: Was in den Ursäften steckt und wie sie wirken

Muttersaft aus Holunderbeeren ist besonders beliebt
Foto: CC0 / Pixabay / RitaE

Muttersäfte haben einen Fruchtgehalt von 100 Prozent. Sie gelten deshalb als besonders gesund. Aus welchen Fruchtsorten sich Muttersaft gewinnen lässt und wie der Saft tatsächlich wirkt, erfährst du in diesem Artikel.

Muttersaft ist ein Direktsaft aus erster Pressung. Das bedeutet, dass die Früchte bei der Herstellung des Saftes nur einmal gepresst werden. Beim Pasteurisieren werden die Früchte kurz auf etwa 80 Grad erhitzt – daher bleiben die Vitamine weitestgehend erhalten und die Säfte halten sich länger.

Muttersäften oder Ursäften werden auch keine weiteren Zutaten wie zum Beispiel Zucker oder Wasser zugesetzt. Nur das aus den Früchten gepresste Wasser samt seiner Nährstoffe ist enthalten. Muttersaft besteht also wirklich nur aus Früchten und der Fruchtgehalt liegt bei 100 Prozent. Anders als bei herkömmlichen Säften entfernen Hersteller die Trübstoffe entweder gar nicht oder nur teilweise. Daher haben Muttersäfte auch keine so klare Optik.

Muttersaft: Das steckt drin

Muttersaft aus Granatapfel schmeckt bitterer als herkömmlicher Saft.
Muttersaft aus Granatapfel schmeckt bitterer als herkömmlicher Saft.
(Foto: CC0 / Pixabay / SusaWick)

Für die Herstellung von Muttersaft eigenen sich besonders säurehaltige Früchte. Dazu zählen:

  • Aroniabeeren 
  • Granatapfel
  • Sanddorn
  • Holunderbeeren
  • schwarze Johannisbeeren
  • Blaubeeren
  • Schlehe
  • Preiselbeeren
  • Cranberrys 

Da Muttersäfte keine weiteren Zutaten enthalten, sind sie meist saurer und bitterer als andere Säfte. Das schmeckt nicht jedem. Du kannst Muttersaft aber verdünnt als Schorle trinken, zu einem Smoothie hinzufügen oder über ein Eis geben. 

So wirkt Muttersaft

Wegen seiner Inhaltsstoffe kann Muttersaft das Immunsystem stärken.
Wegen seiner Inhaltsstoffe kann Muttersaft das Immunsystem stärken.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Da Muttersäfte aus ausgepressten unbehandelten Früchten besteht, ist ihr Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen sehr hoch. Dazu zählen je nach Sorte zum Beispiel:

Aufgrund des hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts werden Muttersaft folgende Wirkungen nachgesagt:  

  • Er soll das Immunsystem stärken – dank des hohen Gehalts an Vitamin C und Catechinen. 
  • Hilfe bei Eisenmangel, denn durch den hohen Vitamin C-Gehalt kann der Körper Eisen besser aufnehmen.
  • Entzündungshemmende Wirkung dank Vitamin C, Magnesium und der Pflanzenfarbstoffe Flavonoide.
  • Der Saft soll die Durchblutung fördern können, was an den Vitaminen C und E, den Flavonoiden und den Antioxidantien liegt.  
  • Er bietet Schutz vor freien Radikalen, die Zellen schädigen können – dank Antioxidantien.
  • Muttersaft aus Holunder und Cranberry kann bei Blasenentzündung oder Nieren- und Blasenleiden helfen. Das liegt am Farbstoff Sambucyanin, der als harntreibend gilt. 

Spezifische Studien über die Wirkung von Muttersaft gibt es allerdings nicht. Unbestritten ist aber die hohe Menge an Vitaminen und Inhaltsstoffen.

Wichtig: Achte beim Kauf darauf, dass der Muttersaft Bio-Qualität hat. Dadurch kannst du sichergehen, dass die Früchte nicht mit chemisch-synthetischen Pestiziden behandelt wurden. Muttersaft gibt es in Drogerien, Reformhäusern und online zu kaufen. 

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