Orchideen umtopfen: So bleiben deine Blumen gesund

orchideen umtopfen
Foto: Martina Naumann/utopia

Durch regelmäßiges Umtopfen bleibt deine tropische Orchidee gesund und blüht jedes Jahr wieder. Mit etwas Fingerspitzengefühl gelingt der Topfwechsel der zerbrechlichen Pflanze problemlos. Wir zeigen, worauf es ankommt

Orchideen umtropfen: Lieber in der Ruhezeit

Dekorative Blüten der Schmetterlingsorchidee
Dekorative Blüten der Schmetterlingsorchidee
(Foto: Martina Naumann/Utopia)

Orchideen sind im Trend, ihre großen dekorativen Blüten sehen in jedem Zimmer elegant aus. Damit deine Orchidee auch weiterhin viele Blüten ansetzt, solltest du sie alle zwei bis drei Jahre umtopfen.

Nach der Blüte hat die Orchidee eine Ruhephase in der du sie umpflanzen kannst. In der anschließenden Wachstumsphase bildet die Pflanze dann neue kräftige Wurzeln.

Viele der heutigen Züchtungen sind zwar sehr robust, sodass sie auch einen Wechsel während der Blütezeit vertragen. Jedoch bedeutete er Stress für die Pflanze und sie könnte die Blüten oder Knospen abwerfen.

Fast alle hier erhältlichen Orchideen sind auf lange Blütezeiten gezüchtet, daher variiert die Blütezeit jeder Orchidee. Einige blühen im Herbst oder Winter, andere erst im Frühsommer. Wichtig ist in jedem Fall, bei Orchideen ein spezielles Substrat zu verwenden. Das Substrat für Orchidee erhälst du in den meisten Garten Centern (oder online z.B. bei **Amazon). Es enthält keine Erde, sondern grobe grober Holzstücke und Baumrinde.

Vergewissere dich aber zunächst, zu welcher Sorte deine Orchidee gehört – einige Sorten vor allem heimische Orchideen sind keine Aufsitzerpflanzen und brauchen Erde.

Viel Fingerspitzengefühl beim Umtopfen

Tropische Orchideen brauchen spezielles Substrat
Tropische Orchideen brauchen spezielles Substrat
(Foto: Martina Naumann/Utopia)

Die Wurzeln der Orchidee sind anfällig für Schimmel, daher darf das Substrat auf keinen Fall faulen. Fäulnisbakterien greifen die empfindlichen Wurzeln an, außerdem verdichtet sich das Substrat mit der Zeit und nimmt den Wurzeln den Raum.

Zum Umtopfen deiner Orchidee brauchst du:

  • Zeitungspapier zum Unterlegen
  • Neuer Topf, je nach Wurzellänge etwas größer als der alte Topf. In der Regel braucht die Orchidee keine geräumigen Töpfe, sie mag es eher eng.
  • Orchideen-Substrat
  • eine scharfe Gartenschere
  • einen Eimer für das alte Substrat
  1. Bereite den Arbeitsplatz vor, je nach Größe der Orchidee benötigt du etwas Platz.
  2. Versuche nun, mit etwas Fingerspitzengefühl die Wurzeln aus dem Topf zu lösen. Die Wurzeln und Blätter der Orchidee sind wenig biegsam und brechen daher leicht. Kleine Verletzungen der Blätter und Wurzeln kannst du mit Holzkohlepulver desinfizieren.
  3. Drücke den Topf ringsum und löse so die Wurzeln und Substrat von der Topfwand. Vielleicht hilft es auch den Topf leicht zwischen den Handflächen zu rollen.
  4. Versuche jetzt vorsichtig, die Orchidee aus dem Topf zu ziehen. Stütze mit einer Hand den Orchideen-Stamm und ziehe mit der anderen Hand den Topf weg. Die Wurzeln dürfen nicht verkanten, da sie sonst abbrechen, du musst also gerade ziehen. Eventuell brauchst du eine zweite Person zur Unterstützung. Bei schwierigen Fällen kannst du den Topf vorsichtig auf die Seite legen und dann ziehen.
  5. Es kann sein, dass die Wurzeln durch die Löcher im Topf gewachsen sind. Versuche sie einzeln herauszuziehen. 
  6. Wenn das nicht gelingt und die Wurzeln zu sehr verknotet sind, musst du den Topf aufschneiden. Mit einer scharfen Haushaltsschere kannst du die meist sehr dünnwandigen Orchideen-Töpfe leicht zerschneiden.

Orchidee Umtopfen: Viel Luft und Licht

Beim umtopfen die Wurzeln in den Topf drehen
Beim umtopfen die Wurzeln in den Topf drehen
(Foto: Martina Naumann/Utopia)

Jetzt hat du den schwierigsten Teil schon geschafft.

  1. Schütte das alte Substrat in den bereitgestellten Eimer, du kannst es nachher entweder in den Biomüll oder auf den Kompost entsorgen.
  2. Halte die Orchidee weiter in einer Hand am Stamm fest. Nun geht es darum die Reste des Substrats aus dem Wurzelgeflecht zu lösen. Nur ganz hartnäckig verwachsene Stücke können dran bleiben. Je gründlicher du das alte Substrat entfernen kannst, um so weniger kann Schimmel die Wurzeln angreifen.
  3. Du kannst die Wurzeln auch lauwarm abduschen und so die Substrat-Reste auswaschen.
  4. Mit einer scharfen Schere schneidest jetzt alle vertrocknen oder fauligen Wurzeln ab, achte aber darauf keine lebenden Wurzeln zu verletzen. Vertrocknete Wurzeln erkennst du daran, dass sie wesentlich dünner und starrer sind, als die fleischigen Wurzeln. Faulige Wurzeln dagegen sind matschig.
  5. Den neuen Topf hast du schon griffbereit und den Boden mit einer dünnen Schicht Substrat bedeckt.
  6. Jetzt wird es noch mal knifflig. Du musst alle Wurzeln in den neuen Topf „einfädeln“. Weiterhin hast du den Orchideen-Stamm in einer Hand. Hier brauchst du eventuell wieder Unterstützung.
  7. Versuche mit Drehbewegungen die langen Wurzeln in den Topf zu drehen, dann kommt der Orchideen-Stamm.
  8. Sitzt die Orchidee jetzt im neuen Topf füllst du das Substrat zwischen das Wurzelgeflecht, bis der Topf gefüllt ist und die Orchidee fest sitzt.
  9. Erst nach etwa einer Woche solltest du die Orchidee wieder wie gewohnt wässern, düngen brauchst du erst nach einem Monat. So können eventuelle kleine Verletzungen der Pflanze heilen.

Achtung: In den meisten Fällen hat die Orchidee Luftwurzeln gebildet, also Wurzeln, die aus dem Topf herausragen. Diese brauchst du nicht in den Topf einsetzen, sie können weiterhin im Freien bleiben. Orchideen können durch die Wurzeln „atmen“. Die Photosynthese ist nicht auf die Blätter beschränkt, auch die Wurzeln können Chlorophyll herstellen, weshalb sie auch grünlich erscheinen. Braucht die Orchidee neues Wasser, schimmern die Wurzeln silbern. Daher haben Orchideen, vollem die beliebten Sorte Phalaenopsis oder Schmetterlingsorchidee auch einen durchsichtigen Topf. Orchideentöpfe erhälst du im Garten Center oder online (z.B. bei **Amazon)

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