Orchideen pflegen: Standort, Schneiden und Gießen

Foto: CC0/ Pixabay/ Ben_Kerckx

Wer seine Orchidee richtig pflegt und ein paar Tipps beachtet, darf sich über eine langanhaltende Blüte freuen. Wir zeigen dir worauf es ankommt.

Orchideen pflegen – das solltest du beim Gießen beachten

Anstatt sie zu gießen, tauche deine Orchidee in ein Wasserbad und lasse sie dann abtropfen!
Anstatt sie zu gießen, tauche deine Orchidee in ein Wasserbad und lasse sie dann abtropfen!
(Foto: Christine Müller/ Utopia)

Die richtige Pflege der Orchideen beginnt schon beim Gießen: Orchideen mögen keine Staunässe – zu viel Wasser schadet der Blume, im schlimmsten Fall kann sie sogar daran sterben. Als Faustregel gilt: Im Sommer braucht die Pflanze maximal zweimal pro Woche Wasser, im Winter höchstens einmal pro Woche.

Um sicher zu gehen, dass die Wurzeln nach dem Gießen wieder trocknen können, solltest du die Orchidee außerdem nicht gießen, sondern tauchen! Dazu nimmst du die Pflanze vorsichtig aus dem Übertopf und stellst sie im Untertopf in ein Wasserbad. Wenn möglich, verwende weiches Wasser. Nach einer Weile – etwa 20 bis 30 Minuten – nimmst du die Pflanze aus dem Wasser, lässt sie kurz abtropfen und stellst sie zurück an ihren Platz.

Tipp: Wenn die Pflanze im Wachstum ist, verträgt sie auch etwas mehr Wasser.

Hast du einen durchsichtigen Topf, kannst du an der Farbe der Wurzeln kontrollieren, ob es wieder Zeit fürs Tauchen ist: sind die Wurzeln silbrig grau, freut sich deine Orchidee über mehr Wasser – sind sie hingegen grün, hat sie genug Feuchtigkeit.

Gelegentlich kannst du deinen Orchidee auch düngen – aber nur in der Wachstumsphase, also wenn sich ein neues Blatt oder eine Blüte bildet. Benutze dafür Orchideendünger (gibt es im z.B. in einer Gärtnerei oder online bei **memolife )

Tipp: Gönne deiner Pflanze etwa einmal pro Jahr eine Ruhephase.

Orchideen haben in der Regel einmal im Jahr eine Ruhephase. Das ist die Zeit zwischen den Blütenperioden – oft fällt sie auf den Winter. In der Ruhephase solltest du die Pflege etwas reduzieren: Du solltest die Orchidee weniger gießen und auf keinen Fall düngen. Die Temperaturen können etwas niedriger sein. Während der Ruhephase wird die Pflanze kaum wachsen, aber keine Sorge, das ist ganz normal! Sie benötigt diese Ruhezeit, um im nächsten Frühjahr wieder Blüten zu bilden.

Der richtige Standort für Orchideen

CC0/ Pixabay/ HOerwin56
CC0/ Pixabay/ HOerwin56
(Foto: Orchideen mögen es hell - wollen aber nicht von der Sonne verbrannt werden!)

Orchideen sind Urwaldpflanzen – sie wachsen ursprünglich in einer warmen, hellen Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit, sind aber gleichzeitig immer von dichtem Laubwerk anderer Bäume umgeben. Dementsprechend solltest du den Platz für deine Orchidee wählen:

  • hellen Standort
  • kein direktes Sonnenlicht, insbesondere in der Mittagszeit
  • ein West- oder Ostfenster kann geeignet sein
  • eine Gardine bietet Schutz vor direktem Sonnenlicht 

Es gibt Orchideen aus verschiedenen Klimazonen. Informiere dich am besten beim Kauf, um welches Exemplar es sich bei deiner Orchidee handelt und welche Temperaturen ideal sind. Der Richtwert für die Tagestemperatur im Sommer kann je nach Orchideenart zwischen etwa 20°C und 28°C schwanken. Alle Orchideenarten mögen aber in der Nacht kühlere Temperaturen als am Tag, am besten sind etwa 18°C.

Wichtig: Nicht nur Temperatur und Licht spielen eine wichtige Rolle für deine Orchidee, sondern auch die Luftfeuchtigkeit! Da Orchideen immer auch über die Blätter Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnehmen, wähle einen Standort mit möglichst hoher Luftfeuchtigkeit, z.B. das Bad. Ist das nicht möglich, solltest du die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen.

Orchideen schneiden – nur im Notfall!

Orchideen mögen es nicht, geschnitten zu werden – du solltest also nur im Notfall zur Schere greifen, etwa wenn wenn Blätter oder Luftwurzeln faulig oder schimmlig werden. Achte darauf, ein scharfes und desinfiziertes Messer zu benutzen, damit es nicht zu Quetschungen oder Infektionen kommt!

Sonst musst du deine Orchidee nicht schneiden. Vielmehr fallen vertrocknete Pflanzenteile nach einiger Zeit von selbst ab oder lassen sich durch vorsichtiges Ziehen leicht entfernen.

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