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Rasen erneuern: So funktioniert es mit und ohne Umgraben

Rasen erneuern
Foto: CC0 / Pixabay / Counselling

Wer seinen Rasen erneuern möchte, muss ihn nicht zwangsläufig umgraben: Es gibt verschiedene Methoden mit und ohne Umgraben. Je nach Methode unterscheidet sich auch der richtige Zeitpunkt, um den Rasen zu erneuern.

Unkraut statt Rasen, alles voller Moos oder kahle Stellen: Es gibt viele Gründe, einen ungepflegten Rasen zu erneuern. Das ist zum Glück gar nicht so schwer und in vielen Fällen musst du dafür nicht einmal den Rasen mit dem Spaten umgraben. Wir zeigen dir, wie du den Rasen mit und ohne Umgraben erneuerst – und wann du wirklich zum Spaten greifen musst.

Rasen erneuern ohne Umgraben – in 5 Schritten

Rasen erneuern: Saat einarbeiten.
Rasen erneuern: Saat einarbeiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

In den meisten Fällen kannst du deinen Rasen erneuern, ohne ihn umzugraben. Das ist nicht schwer, aber du solltest etwas Zeit mitbringen. Der ideale Zeitpunkt ist zwischen Mai und September.

1. Schritt: Rasen mähen

Als erstes musst du den Rasen mähen. Stelle dafür den Rasenmäher auf die niedrigste Stufe ein. Wenn der Rasen sehr hoch gewachsen ist, musst du möglicherweise zweimal mähen, weil der Rasenmäher sonst mit den langen Grashalmen überfordert ist. Wichtig ist, dass du den Rasen direkt über der Grasnarbe abmähst.

2. Schritt: Rasen vertikutieren

Nachdem du den Rasen abgemäht hast, musst du ihn von Moos, unerwünschten Unkräutern und verfilzten Gräsern befreien. Du musst also den Rasen vertikutieren. Dies klappt am besten mit einem Vertikutierer, den du dir ihn vielen Baumärkten ausleihen kannst. Seine Messer schneiden den Boden mehrere Millimeter tief ein und lösen dabei zum Beispiel Moos und Verfilzungen. Diese musst du anschließend mit einem Rechen und einer Schubkarre einsammeln.

3. Schritt: Rasen düngen

Wenn im Rasen viel Moos steckt, ist das ein Hinweis auf Nährstoffmangel, insbesondere Stickstoffmangel. Auch ein niedriger pH-Wert (sehr saurer Boden) kann zu Moos führen. Ein guter organischer Bio-Dünger ist immer sehr sinnvoll, wenn du vorhast, deinen Rasen zu erneuern. Bei sehr starkem Moos-Befall solltest du dir einen pH-Test aus dem Baumarkt besorgen und bei einem niedrigen pH-Wert zusätzlich mit Kalk den Rasen düngen. Empfehlenswert ist bei einem vernachlässigten Rasen auch ein Start-Rasendünger mit hohem Phosphor-Anteil. Er sorgt für schnellen Rasenwuchs. Von chemischen Unkrautvernichtern raten wir ab, da sie auch Tieren schaden und ins Grundwasser gelangen können.

4. Schritt: Neuen Rasen säen

Nachdem du den Dünger verteilt hast, kannst du neuen Rasen säen. Es gibt spezielles Rasensaatgut zum Erneuern des Rasens, du kannst aber auch gewöhnliche Rasensamen verwenden. Verteile die Samen über die gesamte Rasenfläche.

5. Schritt: Rasen pflegen

Sind die Samen verteilt, kannst du sie noch mit einer dünnen Schicht aus Torf oder Humus bedecken. Auch eine Mischung aus Sand und Erde eignet sich. Die Schicht sollte aber nur maximal drei Millimeter dick sein, damit die Samen gut keimen können. Zum Schluss solltest du den neuen Rasen unbedingt gießen und auch in den folgenden Tagen und Wochen leicht feucht halten.

Rasen erneuen mit Umgraben

Rasen erneuern: Umgraben mit Spaten.
Rasen erneuern: Umgraben mit Spaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Goumbik)

Wenn du beim Erneuern deines Rasens nicht erfolgreich warst, hilft nur noch Umgraben oder Abschälen. Der beste Zeitpunkt dafür ist im frühen Herbst. Damit die Rasensamen noch keimen können, sollte es auch nachts mindestens zehn Grad warm sein. Beide Methoden im Überblick:

Abschälen: Dazu hebst du die oberste Schicht vom Rasen mit einem Spaten ab. Das ist allerdings sehr anstrengend, sodass für größere Rasenflächen ein motorisierter Rasenschäler empfehlenswert ist. Diesen kannst du in vielen Baumärkten ausleihen. Entsorge die abgetragenen Grasnarben auf dem Kompost, damit sich Moos und Unkraut nicht weiter ausbreiten können.

  • Der Vorteil ist, dass du nun auf eine glatte Erdfläche Rasen säen kannst.
  • Der Nachteil ist, dass dadurch die abgetragene Erde verloren geht.

Umgraben: Mit einer Rasenfräse (erhältlich zur Miete im Baumarkt) kannst du den gesamten Rasen umgraben. Die Rasenfräse zerkleinert den Rasen und lockert den Boden auf. Bei kleineren Rasenstücken genügt auch ein Spaten.

  • Der Vorteil ist, dass keine Erde verloren geht.
  • Der Nachteil ist, dass das Unkraut im Boden bleibt und sich leichter verbreiten kann.

Rasen umgraben oder abschälen

So gehst du nach dem Abschälen / Umgraben weiter vor, um deinen Rasen zu erneuern:

  1. Gib eine Sandschicht von ca. fünf Zentimetern auf den Boden und lockere ihn dann mit dem Spaten auf. So arbeitest du gleichzeitig den Sand in den Boden ein.
  2. Glätte den Boden mit einer Harke und warte drei bis fünf Tage, bis sich der Boden gesetzt hat.
  3. Verteile dann organischen Dünger mit hohem Phosphoranteil und Rasensamen auf der Fläche.
  4. Gehe mit einer Harke über Samen und Dünger, um sie in die Erde einzuarbeiten.
  5. Bewässere dann die neue Rasenfläche und halte sie in den nächsten Tagen etwas feucht.

Tipp: Bei besonders strapaziertem Boden kannst du auch mit dem Düngen und Säen bis zum Frühjahr warten. Dann hat der Boden genug Zeit, sich zu setzen.

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