Selbstverwirklichung: Wie du dein Leben in die Hand nimmst

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Sich selbst verwirklichen, endlich das tun, was man möchte, den Träumen folgen. Wir zeigen dir, wie du es schaffst, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Selbstverwirklichung – was ist das?

Selbstverwirklichung ist,

  • wenn du auf dich selbst hörst, deine Träume, Ziele und Bedürfnisse verfolgst
  • deine Fähigkeiten und Potenziale nutzt und voll ausschöpfst
  • für dich selbst einstehst
  • selbstbestimmt lebst
  • die Verantwortung für dich und dein Leben übernimmst.

Das mag nach Egoismus klingen. Ist es aber nicht, denn: Die Eigenverantwortung macht den Unterschied. Wer egoistisch handelt, handelt ohne Rücksicht auf andere und damit oft verantwortungslos. Wer aber die Verantwortung für sich selbst in die Hand nimmt, der sagt, ja, hier bin ich und das bin ich. Und der steht zu seinen Stärken und Erfolgen, ebenso wie zu seinen Schwächen und Fehlern.

Selbstverwirklichung betrifft alle Lebensbereiche und alle Lebensphasen, Privates ebenso wie den Job, Studenten anfang zwanzig ebenso wie frisch gebackene Rentner. Und Selbstverwirklichung wirst du wahrscheinlich auch immer wieder neu definieren in deinem Leben. Für dich heißt das: Selbstverwirklichung ist ein Prozess, der dich das ganze Leben begleiten kann. Nimm es als Chance, dich und deine Wünsche, deine Träume und Bedürfnisse immer wieder neu zu entdecken.

Selbst verwirklichen heißt: selbst wissen und selbst bestimmen

Was will ich, wer bin ich, was brauche ich - so viele Fragezeichen
Was will ich, wer bin ich, was brauche ich – so viele Fragezeichen
(Foto: CC0 / Pixabay / geralt)

Mama oder Papa, Tante oder Onkel, Freunde, der Partner oder die Partnerin – es gibt viele Menschen, die zu wissen glauben, was für dich das Beste ist. Und oft ist es gar nicht schlecht, auf die Menschen zu hören, mit denen du schon so viel Zeit in deinem Leben verbracht hast. 

Aber am meisten Zeit hast du mit dir selbst verbracht. Und deshalb kennst du dich wahrscheinlich am besten. Du denkst nicht, dass du weißt, was du wirklich willst und was das Beste für dich ist? Macht nichts, versuche es herauszufinden und zu erforschen. Vielleicht helfen dir auch ein paar Fragen, um herauszufinden, wie du dich entfalten kannst:

  • Was kann ich? Was sind meine Fähigkeiten? Worin bin ich gut?
  • Was macht mir Spaß?
  • Welche Ziele habe ich?
  • Wovon träume ich?
  • Was ist mir wichtig?
  • Wie möchte ich sein?
  • Wie möchte ich leben?
  • Wofür brenne und lebe ich?

Aber lass dir von anderen nicht reinreden. Mit ihnen reden, schön und gut, von ihnen Tipps bekommen, dir ihre Ratschläge anhören. Aber Selbstverwirklichung hat auch viel mit Selbstbestimmung zu tun. Und deshalb wirst du nie richtig das Gefühl haben, dass es das ist, was du machen willst, wenn du immer nur dem folgst, was andere dir sagen.

Klar erfordert das viel Mut. Den Mut, vielleicht auch mal einem geliebten Menschen zu sagen: „Nein, ich möchte das jetzt aber anders machen.“ Aber dieser Mut wird dir am Ende das Gefühl geben, für dich selbst eingetreten zu sein und die Kontrolle über dein eigenes Leben in der Hand zu haben.

Selbstverwirklichung durch Selbstbewusstsein

Sich seiner selbst bewusst sein, selbstbewusst sein und keine Angst vor neuen Erfahrungen oder der Meinung anderer haben. Wie gesagt, Selbstverwirklichung erfordert Mut und Selbstbewusstsein. Wenn du dir deiner Wünsche und Bedürfnisse bewusst bist, ist das der nächste Schritt: Für sie einzustehen. Auch das ist kein Schritt, der von heute auf morgen passiert.

  • Geh es langsam an und gib dir selbst Zeit. Es muss nicht von heute auf morgen die Kündigung auf dem Schreibtisch deines Chefs liegen.
  • Schreib dir einen Plan mit kleinen Schritten, wie du deinen Zielen und Wünschen näher kommst. Ein niedergeschriebener Plan hilft dir gleich auf zwei Arten: Er unterteilt einen großen Schritt in mehrere kleine und macht es einfacher, den ersten Schritt zu machen. Und außerdem hilft er dir, mutig zu bleiben – denn was du irgendwo schriftlich festgehalten hast, daran hälst du dich vielleicht eher. Der Plan ist sozusagen der „Beweis“ dafür, dass du etwas ändern möchtest. Anders, als wenn du deine Wünsche nur als vage Idee im Kopf formulierst, ist er etwas Handfestes und gibt dir Halt.

Regeln abschütteln

Auch das hat mit Mut zu tun: Lass starre Regeln und Denkmuster einfach mal hinter dir. Das ist keine Aufforderung, zum Gesetzesbrecher zu werden. Aber viel zu oft lassen wir uns von unseren altbekannten Verhaltensmustern einschränken, von gesellschaftlichen Konventionen und Normen.

Wer wirklich das tut, was er für wichtig hält, der wird auch mal auf Kritik stoßen. Denn eine schlichte und ganz einfache Lebensweisheit besagt: Du kannst es nicht allen Recht machen. Und es wird immer jemanden geben, der das, was du machst, nicht für richtig hält oder es besser weiß.

Wichtig ist, dass du für das, was du tust, einstehen kannst und zu dir selbst stehst. Denn dann kannst du mit ein bisschen Übung gelassen deinem gegenüber ins Gesicht lächeln. Wenn du mit dir im Reinen bist, brauchst du dich auch nicht durch die Kritik anderer verunsichern lassen.

Verstehe das nicht falsch: Die Verantwortung, die du damit trägst, verpflichtet dich auch, dass du über dich selbst reflektiert bleibst. Du sollst berechtigte Kritik von einem anderen Menschen nicht weglächeln. Ideal ist es, wenn du dich durch andere nicht verunsichern lässt.

Der richtige Zeitpunkt

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für Selbstverwirklichung
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für Selbstverwirklichung
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Den richtigen Zeitpunkt gibt es oder gibt es nicht. Es kann sein, dass du irgendwann an einen Wendepunkt in deinem Leben kommst und dann ist das der Zeitpunkt, an dem du erkennst, dass du etwas verändern möchtest. Das kann morgens beim Aufwachen sein oder vormittags nach der fünften Tasse Kaffee im langweiligen Büro.

Das kann aber auch nach einer schmerzhaften Trennung oder einen schweren Krankheit sein. Solche Momente mag es geben und vielleicht helfen sie dir, den ersten Schritt zur Selbstverwirklichung zu gehen. Sie machen es einfacher, weil man weniger zu verlieren hat oder gerade erst den wahren Wert des Lebens begriffen hat.

So ein Moment mag kommen – aber du solltest nicht auf ihn warten. Wenn du unzufrieden bist, dich fremdbestimmt fühlst oder einfach nur das Gefühl hast, nicht das zu machen, was du willst, warum nicht jetzt etwas ändern? In diesem Augenblick? In kleinen, ersten Schritten?

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