Soulincubator: Gemeinsam gegen die globale Plastikflut

Foto: soulincubator

Der „soulincubator“ ist ein Förderprogramm, das jungen Initiativen helfen soll, ihre Ideen im Kampf gegen Plastikmüll umzusetzen. In zwei Phasen unterstützt es die Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen.

Der „soulincubator“ fördert plastikfreie Alternativen

Der "soulincubator" vereint Wissen, um das Plastikproblem in vollem Umfang anzugehen
Der „soulincubator“ vereint Wissen, um das Plastikproblem in vollem Umfang anzugehen (Foto: soulincubator)

Zahnbürsten aus Bambus, festes Shampoo, Mehrwegkaffeebecher: Obwohl es heutzutage eine Vielzahl von Produkten gibt, die ganz ohne Plastik auskommen, steigt die Kunststoffproduktion immer weiter an. Das zeigt sich in unseren Meeren, Wäldern und sogar in unserer Nahrung – Plastik ist überall zu finden.  Wie kann es sein, dass trotz der vielen Alternativen immer mehr Plastikmüll in der Natur landet? Diese Frage stellt das neue Förderprogramm „soulincubator“, das von Soulbottles, ProjectTogether und der Röchling-Stiftung ins Leben gerufen wurde.

Die Gründer des des „soulincubators“ sind dabei so unterschiedlich wie die Ideen, die sie fördern wollen. Soulbottles stellt Trinkflaschen her und setzt sich als soziales Unternehmen für Zugang zu Trinkwasser, Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum ein. Die Social Acceleration Plattform ProjectTogether bündelt Ressourcen und möchte den Teilnehmenden Zugang zu einem breiten Netzwerk innerhalb der Start-up-Szene ermöglichen. Ergänzt wird die Kooperation durch die Röchling-Stiftung, deren Wirtschafts- und Finanzexpertise dazu beitragen soll, die Komplexität des Plastikproblems zu erfassen.

Durch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Partner möchte der „soulincubator“ eine umfangreiche Wissensgrundlage bieten, um die teilnehmenden Projekte langfristig zu fördern.

Uwe Armin von der Röchling-Stiftung betont,  wie wichtig eine interdisziplinäre Herangehensweise bei der Thematik ist: „Der notwendige Wandel gelingt nur, wenn er auf allen Ebenen spielt.”

 

Soulincubator: Von Mikroplastik bis zu nachhaltigen Weihnachtsbäumen

Die Gewinner des Förderprogramms werden mit einem eigenen Arbeitsplatz sowie weiteren Ressourcen und Coachings unterstützt.
Die Gewinner des Förderprogramms werden mit einem eigenen Arbeitsplatz sowie weiteren Ressourcen und Coachings unterstützt. (Foto: aoulincubator)

Bis zum 30. September konnten sich Initiativen und Start-ups mit ihren umweltfreundlichen Lösungsansätzen für das Förderprogramm anmelden. Dabei war es egal, ob es sich um plastikfreie Alternativprodukte, Verbesserungen für Material und Infrastruktur, Recyclate oder öffentliche Aufklärungsarbeit handelte.

Gemäß dem Motto „Act on plastic“ möchte das Programm eine Vielfalt an Lösungsansätzen fördern, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Reduktion von Plastik. Bei den ungefähr 100 teilnehmenden Projekten haben sich Menschen zusammengefunden, die unter anderem versuchen, Mikroplastik aus dem Meer zu filtern, nachhaltige Weihnachtsbäume herzu stellen oder durch Kunst Aufmerksamkeit auf die Plastikproblematik zu lenken.

Dabei gewährt das Förderprogramm den Teilnehmenden, wie Franziska Gebhard von ProjectTogether es ausdrückt, einen Vertrauensvorschuss: „denn Testen ist das neue Planen – konkrete Lösungen entstehen im Tun und nicht auf dem Papier”.

In der ersten Phase des „soulincubators“ werden die Gründerinnen und Gründer digital bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen unterstützt. Auf dem öffentlichen Demo Day im März 2020 können sie ihre Ergebnisse einem breiten Publikum, der Presse sowie einer Expertenjury vorstellen. Die Gewinner erhalten in der darauf folgenden zweiten Phase einen eigenen Arbeitsplatz innerhalb der Soulbottles Offices sowie Zugang zu persönlichem Coaching, einem monatlichen Stipendium und weiteren Ressourcen.

Der „soulincubator“ soll in einer Zeit, in der alles und irgendwie auch nichts möglich zu sein scheint, ein Katapult für große Ideen sein. Um es auf den Punkt zu bringen, meint Paul Kupfer von Soulbottles: „Es gibt schlichtweg keinen Plan B. Deshalb müssen wir handeln, bevor es zu spät ist.”

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