Tomaten düngen: Tomatendünger mit Hausmitteln selber machen

Foto: K. Bliem / Utopia

Tomaten solltest du gut düngen, denn sie zählt zu den Starkzehrern. Wir zeigen dir, mit welchen hausmitteln du deine Tomatenpflanzen optimal mit Dünger versorgst.

Tomaten sind Starkzehrer

Tomaten aus eigenem Anbau – es gibt nichts schmackhafteres!
Tomaten aus eigenem Anbau – es gibt nichts schmackhafteres!
(Foto: CC0/Pixabay/pixel2013)

Tomaten zählen zu den stark zehrenden Pflanzen. Um gut zu wachsen, viele Blüten und somit Früchte produzieren zu können, brauchen sie bestimmte Nährstoffe. Dazu gehören:

  • Stickstoff
  • Phosphat
  • Kalium
  • Magnesium

Haben sie zu wenig davon, treten Mangelerscheinungen auf. Diese zeigen sich durch:

  • geringes Wachstum
  • wenige Blüten
  • Gelbfärbung der Blätter

Tomaten sind auch anfällig für eine Reihe von Tomaten-Krankheiten.

Daher ist es wichtig sie mit frischem Dünger zu versorgen. Der richtige Zeitpunkt: Ab dem Moment, an dem du die Pflanzen ins Freie setzt – egal ob im Topf, auf dem Balkon oder ins Beet. Im Handel gibt es ein breites Angebot an fertigen Bio-Düngern (z.B. bei**Avocadostore), die speziell auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt sind. Du kannst aber auch auf Hausmittel zurückgreifen, die mindestens genau so effizient und oft auch kostengünstiger sind.

Guter Dünger für Tomaten: Jauchen

Brennnesseljauche kannst du einfach herstellen und damit deine Tomaten düngen.
Brennnesseljauche kannst du einfach herstellen und damit deine Tomaten düngen.
(Foto: CC0 / Pixabay / ariesa66)

Sobald sich Blüten und Früchte entwickeln, benötigt die Tomatenpflanze zusätzliche Nährstoffe, die sie schnell aufnehmen kann. Jauchen eignen sich in dieser Zeit besonders gut und lassen sich auch mit einfachen und natürlichen Mitteln herstellen.

Jauchen: 

  1. Beinwelljauche: Beinwell ist nicht nur eine bekannte Heilpflanze, die viele Beschwerden lindert. Als Jauche angesetzt, ist sie auch – dank der mineralischen Zusammensetzung – ein ausgezeichneter Tomatendünger (Dosierung siehe Brennesseljauche).
  2. Brennnesseljauche: Wird genauso wie Beinwelljauche aus frischen oder getrockneten Blättern hergestellt. Verdünne die Brennnessel- oder Beinwelljauche einfach im Verhältnis 1:10 und dünge deine Pflanzen damit bis zur Blüte alle zwei Wochen. Danach – wenn die Pflanze ihre Früchte ausbildet und mehr Nährstoffe benötigt – kannst du wöchentlich mit Brennnesseljauche düngen. 

Hornspäne als Tomatendünger

Hornspäne bestehen aus zerkleinerten Hufen und Hörnern von Schlachttieren. Sie sind reich an Stickstoff und entfalten ihre Wirkung, indem sie von Mikroorganismen zersetzt werden.

Wichtig: Da in Kübeln nur wenige Mikroorganismen enthalten sind, kommen sie nur bei Freilandpflanzen in Frage.

Reicher den Boden einfach mit einer Hand voll Hornspäne an, bevor du den Tomatensetzling auspflanzt. Für Vegetarier und Veganer mag diese Art von natürlichem Dünger befremdlich sein, aber so finden auch diese Teile des getöteten Tieres seine Verwendung und landen nicht im Müll.

Tomaten mit Kompost düngen

Kompost ist ein hervorragender Dünger.
Kompost ist ein hervorragender Dünger.
(Foto: CC0 / Pixabay / Antranias)

Laub, Grasschnitt oder Gemüseabfälle werden dank Bodenlebewesen im Komposthaufen zu hervorragendem Dünger. Einfach beim Auspflanzen der Tomatenpflanzen unter die Erde mischen. Mit dem Gartengrubber geht das besonders einfach (Gibt es z.B. bei **Avocadostore).

Pferdemist für Tomatenpflanzen

Kennst du einen Pferdehalter in der Nähe, dann frage ihn nach Pferdeäpfeln für deine Tomaten.
Kennst du einen Pferdehalter in der Nähe, dann frage ihn nach Pferdeäpfeln für deine Tomaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)

Pferdeäpfel sind reich an Stickstoff, Magnesium, Phosphat und Kalium – wichtige Nährstoffe, die die stark zehrende Tomatenpflanze braucht. Außerdem binden sie Wasser im Boden und halten die Erde länger feucht.

Achtung: Frischer Pferdemist kann bis zu 80 Grad heiß werden und die Pflanzen verbrennen. Daher immer mit ausreichend Erde vermischen oder ein paar Tage trocknen lassen, damit er nicht zu „scharf“ ist.

Tomaten nicht zu stark düngen

Zu wenige Nährstoffe führen bei der Tomatenpflanze zu Mangelerscheinungen. Zu viel Dünger ist jedoch auch nicht gut, weil dadurch der Salzgehalt im Boden steigt und die Blätter sich einrollen. Besser, du düngst weniger, aber dafür regelmäßig. Beobachte den „Gesundheitszustand“ deiner Pflanze und reagiere entsprechend darauf. Dann steht einer reichhaltigen Ernte von schmackhaften Tomaten nichts mehr im Wege.

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