Küchenkräuter: Mit diesen Tricks bleiben Basilikum & Co. ewig frisch

Küchenkräuter wie Basilikum länger frisch halten.
Foto: © Utopia.de

Frische Küchenkräuter im Topf aus dem Supermarkt sind praktisch, doch meist nach einer Woche schon wieder Vergangenheit. Wir zeigen, wie du Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Co. am Leben erhältst.

Hummus mit frischer Petersilie, Tomate-Mozzarella mit Basilikumblättern und Kartoffeln mit Rosmarin: Frische Kräuter besitzen ein stärkeres Aroma als getrocknete und schmecken deshalb einfach leckerer. Nicht jeder hat einen Kräutergarten und deshalb sind die frischen Kräutertöpfe aus dem Supermarkt sehr praktisch – aber auch eine Verschwendung. Wir verwerten oft nur einen Bruchteil der Kräuter die dort drin stecken, denn die Pflanze geht schnell ein. Und selbst wenn wir alles verwenden, fliegt der Topf nach wenigen Tagen mitsamt Plastik, Erde und Wurzeln in den Mülleimer. Das geht besser: Wir geben einfache Tipps, wie du Kräuter länger frisch hältst.

Kräuter teilen und umtopfen

Wenn du dich für Basilikum, Rosmarin, Salbei und Co. im Topf entscheidest, achte auf Bio-Qualität. So stellst du sicher, dass die Kräuter nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sind.

Teile die frischen Küchenkräuter auf drei bis vier Töpfe auf. Die Kräuter aus dem Supermarkt werden in der Regel dicht gedrängt in einen Topf gepflanzt, so haben sie keinen Platz zu wachsen und nehmen sich gegenseitig die Nährstoffe weg. Dem wirkst du entgegen indem du sie auf mehrere Töpfe aufteilst.

Verwende für das Umtopfen Blumentöpfe mit einem Loch am Boden und jeweils einen Übertopf, damit das Gießwasser abfließen kann. Zum Umtopfen eignet sich lockere Blumenerde, es muss keine spezielle Kräutererde sein. Ab und zu kannst du deine Pflanzen mit etwas Komposterde düngen oder ihnen mit natürlichem Dünger beim Wachsen helfen. Dazu eignet sich beispielsweise etwas Kaffeesatz, abgestandenes Bier, Teesatz (am besten von Grün- oder Schwarztee) oder Mineralwasser. Achte darauf, nicht zu viel Dünger zu verwenden und den alten Kaffee- und Teesatz regelmäßig wieder zu entfernen.

Küchenkräuter: Basilikum und Co. richtig ernten

Sind Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Co. erst einmal umgetopft, muss man sie nur noch am Leben erhalten. Auch das ist kein Hexenwerk.

Küchenkräuter richtig ernten
Die Knospen mit einem Messer ernten um die Pflanze nicht zu beschädigen. (Foto: © Utopia.de)

Vermeide es, einzelne Blätter abzuzupfen, schneide stattdessen die oberen Knospen der Kräuter mit einer Schere oder einem Messer zurück. Dann können neue Ästchen austreiben. Man verhindert so, dass die Kräuter zu blühen beginnen, was zwar schön aussieht, sie aber am Wachsen hindert. Denn sobald die Pflanze blüht, steckt sie fast ihre gesamte Energie in die Blüten- und Samenbildung. Das Aroma der Kräuter wird schwächer. Damit deine Kräuter in Ruhe wachsen können, solltest du auch alte und abgestorbene Blätter und Zweige regelmäßig entfernen.

Gießen: nicht zu viel und nicht zu wenig

Die Kräuter sollten genug Licht haben, aber nicht in der prallen Sonne stehen, da die empfindlichen Blätter sonst verbrennen können. Entscheidender für die langfristige Frische deiner Küchenkräuter ist aber die Wasserzufuhr. Als Orientierung kann man sich an die Faustregel halten: zehn Prozent des Topf-Volumens pro Tag. Petersilie verträgt ein klein wenig mehr Wasser und auch Basilikum kommt am besten nach, wenn er permanent feucht gehalten wird. Zu viel Feuchte sorgt allerdings für Schimmel, bekommen die Kräuter zu wenig Wasser, vertrocknen sie.

Küchenkräuter richtig ernten
Als Faustregel gilt: zehnt Prozent des Topfvolumens gießen. (Foto: © Utopia.de)

Kräuter überwintern

Damit mehrjährige Kräuter den Winter überleben, solltest du sie im Herbst komplett zurückschneiden. Die abgeschnittenen Kräuter kannst du dann entweder einfrieren, trocknen oder direkt zu Pesto oder anderen Aufstrichen verarbeiten. Einjährige Kräuter wie Basilikum und Dill sind kaum zu überwintern, größere Chancen hast du bei Rosmarin oder Salbei.

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(15) Kommentare

  1. Bei mir hält ein guter Bio-Basilikumtopf auf der Fensterbank (mit Morgensonne) vom Kauf im Frühling bis zum Spätherbst! Düngen tue ich ihn nicht, teilen auch nicht, aber er darf nicht austrocknen und – ganz wichtig – nur von unten (!) gegossen werden. Also regelmäßig (alle 2-3 Tage je nach Zimmertemperatur) in eine Schale mit 1-2 cm Wasser stellen, und nach spätestens15 Minuten das restliche Wasser abgießen. Da kann man manchmal zugucken, wie die Pflanze „trinkt“ und der Wasserspiegel sinkt! Dieses Vorgehen ist ein Tipp von der Mutter eines lieben Freundes, und funktioniert bei mir ganz prima! Früher war so ein Topf bei mir auch nach max. 2 Wochen hinüber… aber nun habe ich lange Freude am ernten 🙂

  2. Danke Utopia. Das ist wirklich ein sehr nützlicher Artikel! Und danke auch an Maren Schwarz!

    Ich werde es auch ausprobieren. Allerdings läuft bei mir immer Gefahr, dass ich die Kräuter zu gierig abernte. 😛

  3. Hallo Tine, das Wasser soll nicht über die Blätter gegossen, sondern unmittelbar an die Wurzeln gegeben werden. Das kann man von oben machen (wie im Bild) oder von unten. Wichtig ist, einen Übertropf zu verwenden. Der ist auf dem Bild nicht zu sehen, das ist richtig.
    Viele Grüße, Stefanie

  4. Hallo Stefanie,

    mir ist mein Basilikum jahrelang innerhalb kurzer Zeit eingegangen, wenn ich ihn von oben gegossen habe – auch mit Übertopf und auch mit Wasserauffangschale. Ich favorisiere das Wässern von unten. Wie lange hält denn bei Dir ein Basilikum-Topf auf der Fensterbank, wenn Du ihn von oben gießt?
    Viele Grüße
    Maren

  5. Hallo Maren, bei mir hat Basilikum immer ohne weiteres den Sommer durchgehalten. Kann aber natürlich auch Glück gewesen sein 🙂 Und: Ich stelle ihn ab etwa Mai auf unseren nach Westen ausgerichteten Balkon. Dort steht er dann nicht in der prallen Sonne, bekommt aber trotzdem genug Licht ab.

  6. Es kommt wohl auch immer auf die Wohnung an. Ich hatte eine da konnte ich auf der Küchenfensterbank das ganze Jahr über Petersilie, Schnittlauch und Basilikum ernten. War selbst ausgesäät und is munter gewachsen. In meiner jetzigen gehen auf der Fensterbank in der Küche alle Kräuter ein. Deshalb stehen sie jetzt im Kinderzimmer. Da gedeihen sie aber auch nicht so gut wie vorher…

  7. Alles so weit jut – nur sollte man Universal- oder Blumenerde nicht in die Nahrungskette bringen. Ich hab selbst gesehen, wie ein angefressener Nachbar eine heruntergefallene Energiesparröhre aufgefegt und in die Biotonne entsorgt hat. Das (hier: Quecksilber) landet dann in der Kompostierung und … in den Tomaten etc. Die paar Mark sollte man also schon investieren 😉

  8. Ich bin sehr erstaunt, dass in diesem Newsletter eine Anzeige von Roundup akzeptiert wurde. Ihr setzt euch für umweltgerechtes Handeln ein und betreibt ausgerechnet Werbung für das äusserst umstrittene Glyphosat. Es soll krebserregend sein und ist alles andere als umweltfreundlich. Wie erklärt ihr das?

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