Zu Ökostrom wechseln … in 5 einfachen Schritten den Stromanbieter wechseln!

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Zum Jahreswechsel den alten Stromanbieter zu kündigen und endlich zu Ökostrom zu wechseln – das trauen sich viele immer noch nicht. Dabei ist der Wechsel zu einem besseren Anbieter sinnvoll und obendrein so einfach, dass er in wenigen Minuten erledigt werden kann. Wir zeigen dir, wie du in fünf einfachen Schritten umsteigst. Mit Ökostrom wird Strom bezeichnet, der aus umweltfreundlichen Erneuerbaren Energien gewonnen wird. Jeder Stromkunde, der zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt, steigert den Anteil an Erneuerbaren Energien im deutschen Strommix und handelt aktiv für den Klimaschutz, denn der Wechsel zu Ökostrom beschleunigt den Ausstieg aus dem hochsubventionierten Kohlestrom mit seinen klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Stromanbieter wechseln: kein Problem!

Stromanbieter wechseln ist heute kein Problem mehr:
  • Zu Ökostrom zu wechseln ist heute leichter und günstiger denn je.
  • Es dauert nur wenige Minuten, auf einen Ökostromanbieter umzusteigen.
  • Die Preise sinken, weil viele zuverlässige Anbieter inzwischen um Kunden konkurrieren.
  • Keine Angst vorm Stromausfall: Der Wechsel zu Ökostrom ist zunächst eine rein rechnerische Veränderung. Deshalb kann dein Strom bei einem Wechsel auch nicht ausfallen.

Auf Ökostrom umsteigen (Kurzversion)

So gelingt der Umstieg:
  1. Ökostrom-Tarif wählen: Nimm einen der oben genannten, damit machst du nichts falsch. Zu Vorsicht raten wir hingegen bei typischen Preisvergleichssystemen im Web: Dort spielt der Preis eine große Rolle und die meisten listen auch weniger grüne, aber billige „Ökostrom“-Produzenten unterschiedslos auf. Wenn dir der Preis wichtig ist, dann nimm unseren Stromvergleich Ökostrom: der Ökostrom-Vergleich von Utopia.
  2. Ökostrom-Bedingungen prüfen: Es gibt natürlich auch bei Ökostrom-Tarifen Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisgarantien und so weiter, die Auswirkungen auf den Preis haben. Achte beim Abschluss darauf. Typische aus Verbraucherschutzsicht unfaire Bedingungen sind beim oben genannten Ökostrom bereits dadurch ausgeschlossen, dass alle Anbieter auch von EcoTopTen gelistet werden müssen.
  3. Ökostrom-Antrag stellen: Auf der Website des gewählten Ökostrom-Verkäufers übertrage deine Daten (Stromverbrauch, Adress- und Kontodaten) in das Onlineformular („Antrag zur Stromlieferung“). Schicke ihn nach sorgfältiger Prüfung samt Kopie der letzten Stromrechnung (vor allem: Angabe deiner Stromzählernummer) an deinen neuen Anbieter. Den Rest erledigt der für dich.
Hier sicherheitshalber eine ausführlicher Version für alle, die sich unsicher fühlen.

Auf Ökostrom umsteigen: in 5 Schritten den Stromanbieter wechseln

So wechselst du in fünf einfachen Schritten zu Ökostrom:

1. Stromrechnung heraussuchen

Such deine letzte Stromrechnung heraus: Du benötigst unter anderem die Angabe deines bisherigen Jahresverbrauchs in Kilowattstunden. Mit diesem bisherigen Jahresverbrauch kannst du später einen Tarifrechner benutzen, um den für dich passenden Ökostrom-Anbieter zu finden. Typisch sind Werte zwischen 1500 (Single) bis 4000 kWh (Familie) pro Jahr. Auf deiner Stromrechnung sollten auch deine Kundendaten bei deinem aktuellen Stromversorger stehen, die du bei einem Wechsel unter Umständen angeben musst (zum Beispiel deine bisherige Kundennummer). Schreib von der letzten Stromrechnung außerdem die Nummer deines Stromzählers ab, denn alle Stromlieferanten benötigen diese spätestens beim Umstieg.

2. Besseren Ökostrom-Anbieter wählen

Was der für dich optimale Ökostrom-Anbieter ist, hängt davon ab, welche Ziele du mit deinem Wechsel verfolgst – jeder Anbieter setzt etwas andere Schwerpunkte. Bei den Stadtwerken zu Ökostrom wechseln. Das ist schön einfach und besser als nichts, und immer mehr Stadtwerke machen hier auch Angebote. Aber: Der günstigste Weg ist das oft nicht, die sogenannten Grundversorger sind meist immer teurer als alternative Anbieter. Und obwohl viele Stadtwerke ihrerseits am Umstieg zu Ökostrom arbeiten, ist dieser Weg derzeit nicht immer der grünste. Einen Ökostrom-Preisvergleich im Internet benutzen. Klingt gut, leider sind die Kriterien dort oft eher milde: Du findest dort daher auch Atomstrom- und Kohlestrom-Unternehmen, teils getarnt über wohlklingende Tochterfirmennamen. Wechselst du dorthin, fließt dein Geld weiter an Nuklear- und Kohle-Konzerne. Im Ökostrom-Vergleich von Utopia versuchen wir mit einem Partner, es besser zu machen: Gelistet werden nur Anbieter, die bestimmten Mindestkriterien genügen:

Ökostromtarife finden

Der Utopia-Bestenliste folgen. Eine alternative und engere Auswahl bietet die Utopia-Bestenliste Ökostromanbieter. Sie alle bieten Ökostrom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und sind zwingend mit mindestens einem Tarif in den renommierten EcoTopTen des Öko-Instituts vertreten. → Hier gehts zur Bestenliste empfehlenswerte Ökostromanbieter. Den Utopia-Empfehlungen folgen. Wenn du über einen Wechsel zu Grünstrom nachdenkst, empfiehlt dir Utopia folgende sieben Ökostrom-Anbieter (in alphabetischer Reihenfolge): (Die Links führen zu den Beschreibungsseiten mit Bewertungen von Utopia-Nutzern.)

3. Rahmenbedingungen prüfen

Wenn du einen Anbieter gefunden hast, der deinen Vorstellungen entspricht, prüfe die Kündigungsfristen (monatlich, jährlich, zweijährlich), die Zahlungsmodalitäten, Preisgarantien (sie sollten über die Länge der Vertragslaufzeit bzw. wenigstens zwölf Monate oder bis zum Jahresende gelten) und mögliche Einsparungen durch Vorkasse, Online-Abrechnung und ähnliches. Achtung: Lass dich nicht verführen, nur wegen einer einmaligen Bonus-Zahlung zu einem fragwürdigen Anbieter oder Tarif zu wechseln, der nicht ausdrücklich den Ausbau erneuerbarer Energiequellen fördert.

4. Antrag auf Stromlieferung stellen

Auf der Website des gewählten Ökostrom-Anbieters kannst du deine Daten (Stromverbrauch, Zählernummer, Kundendaten) in das Onlineformular übertragen, meist „Antrag zur Stromlieferung“ genannt. Schicke diesen nach sorgfältiger Prüfung samt einer Kopie deiner letzten Stromrechnung und der Angabe deiner Stromzählernummer an den Betreiber. Den Rest erledigt dein neuer Stromanbieter für dich, auch die Kündigung bei deinem bisherigen Lieferanten. Vertragslaufzeiten bei deinem alten Anbieter musst du natürlich einhalten.

5. Die eigentliche Umstellung

Bis zur eigentlichen Umstellung können zwei Wochen bis zwei Monate vergehen (mit Kündigungsfristen beim alten Anbieter entsprechend länger). Keine Sorge: In dieser Zeit geht bei dir nie das Licht aus, denn anders als bei Internet oder Telefon stellen Gesetze die dauerhafte Stromversorgung sicher. Dein bisheriger Anbieter wird kurz vor dem Umschalten noch den Zählerstand abfragen. Auf dessen Basis erhältst du dann eine Endabrechnung deines alten Anbieters, die du sicherheitshalber noch einmal überprüfen solltest. Das war’s. Glückwunsch: Nun hast du grünen Strom! Dein Beitrag fließt jetzt in saubere Energieerzeugung und fördert – sofern du den richtigen Tarif gewählt hast – auch noch aktiv den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Du hast dich nicht nur gegen Kohle und Atom entschieden, sondern auch für eine klimafreundliche Zukunft für alle!

Zu Ökostrom wechseln: ja! Aber zu welchem Anbieter?

Es gibt mehrere tausend Stromanbieter in Deutschland, die oft auch sogenannten „Ökostrom“ anbieten. Doch der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt, daher lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

A) Folge den sieben Utopia-Empfehlungen

Wenn du über einen Wechsel zu Grünstrom nachdenkst, empfiehlt dir Utopia folgende sieben Ökostrom-Anbieter (in alphabetischer Reihenfolge): (Die Links führen zu den Beschreibungsseiten mit Bewertungen von Utopia-Nutzern.)

B) Liste ausgesuchter Stromanbieter

Auf unserer Utopia-Bestenliste Ökostromanbieter findest du viele weitere Stromanbieter, die ebenfalls anspruchsvolleren Ansprüchen genügen und die sich für einen Wechsel zu Ökostrom anbieten:
  • Sie alle bieten Ökostrom zu 100% aus erneuerbaren Energien und
  • sind zwingend mit mindestens einem Tarif in den renommierten EcoTopTen vertreten.
Hier gehts zur Bestenliste empfehlenswerte Ökostromanbieter.

C) Stromanbieter wechseln über den Preis

Eigentlich sollten wir aufhören, Kaufentscheidungen rein über den Preis zu treffen, den am Ende schlägt dies immer auf die Qualität des Produktes durch. Tatsache ist aber nun mal auch, dass wir nicht alle gleich viel Geld haben und manche zu Ökostrom wechseln wollen, ohne dass ihnen das ein Loch in die Tasche reißt. Daher hat Utopia mit Partnern einen Stromrechner entwickelt, der dir auch einen Preisvergleich ermöglicht. Da die Preise auch vom Wohnort abhängen, musst du nur eine Postleitzahl eintragen – und die Anzahl der in dem Haushalt lebenden Personen.

Ökostromtarife finden

Für diese Anbieter gilt:

Warum überhaupt zu Ökostrom wechseln?

Der Wechsel zu Ökostrom ist ein Beispiel, wie bewusster Konsum die Welt verändern kann. Wer auf echten Ökostrom wechselt, reduziert erstens seine persönlichen CO2-Emissionen beim Stromverbrauch auf nahezu Null. Er sorgt zweitens dafür, dass immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt und ins Netz eingespeist wird. So wird der Strom für alle Haushalte, die an dieses Netz angeschlossen sind, langfristig immer grüner. Für mehr Infos zu den Unterschieden lies das Interview „Mit Ökostrom muss ein ökologischer Mehrwert verbunden sein“ und den Beitrag Was du über Ökostrom, Grünstrom und Graustrom wissen solltest. Weiterlesen auf Utopia.de: ** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

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(7) Kommentare

  1. Ich finde den Beitrag wirklich gut und würde gerne selber auch auf Öko-Strom umsteigen. Gibt es vielleicht auch eine Liste für Ökostrom-Anbieter in Österreich?

  2. So kann jeder es auch sehen:
    http://www.sonnenseite.com/de/wirtschaft/rwe-der-anfang-vom-ende.html
    Die Zeit arbeitet für den vernünftigen Umgang mit dem Vorhandenen.
    Nicht immer ist Gewinn auch wirklich Gewinn. Theoretischer Gewinn zeigt immer falsche Vorstellungen, also Luftschlösser.
    Wie wir ais den vorliegenden Bildern erkennen können wurde die Landschaft durch Energiekonzerne arg verwüstet. Eine Rekultivierung, also Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft wurde aus Gier nach Gewinnen vorsätzlich unterlassen. Das nennt sich Shareholder Value. Der Staatsbürger zahlt doppelt: mit dem Verlust seiner Heimat und er zahlt über Steuern die Vernichtung seiner Umwelt.

  3. Info zu Naturstrom: Der Kundenservice hat sich extrem verschlechtert. Der Umzug Ende 2018 zog unzählige Mails und Telefonate mit langen Warteschleifen nach sich. Aktuell wurde mein Widerspruch gegen eine Rechnung ignoriert (sieben Werktage Bearbeitungszeit reichten nicht). Auch der Service hat was mit Nachhaltigkeit und Fairness zu tun, deswegen erfolgte die Kündigung.

  4. Vor mehr als einem Jahr sind wird zu Polarstern gewechselt, da wird Ökostrom ohne Windkraft wollten. Super! Der Wechsel klappte problemlos, sehr nette Betreuung und die erste Abrechnung kam jetzt schnell und sehr übersichtlich. Kann Polarstern nur empfehlen.

  5. Danke für die umfassende Zusammenstellung. Ich selbst nutze aktuell auch den Naturstrom Tarif der hier genannt ist. Was mir ein wenig fehlt ist die Einbeziehung der Ökostromanbieter die nur tierleidfreien Ökostrom anbieten. Ich bspw. habe nun einen Wechsel zu Veganstrom (http://www.veganstrom.com) veranlasst. Die haben mich mit ihrem Konzept absolut überzeugt.

    Vielleicht gab es die noch nicht als der Artikel erstellt wurde. Wäre aber schön wenn ihr die veganen Anbieter noch mit aufnehmen könntet.

    Das aber auch nur als kleine Kritik. Sonst finde ich eure Beiträge echt klasse!
    Danke dafür!