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Veganuary 2021: So kommst du vegan durch den Januar

Foto: Veganuary

Der Veganuary fordert uns dazu heraus, einen Monat vegan zu leben. Was hinter der Challenge steckt, was sie bringt und wie du sie meisterst.

„Weniger Fleisch und Tierisches essen“ – so lautet ein beliebter Neujahrsvorsatz. Wem die Umsetzung schwer fällt, kann sich am „Veganuary“ versuchen. Hier heißt die Challenge: im Januar einen Monat lang vegan leben. Die Kampagne versucht damit zu vermitteln, dass das vegane Leben gar nicht so schwer ist. Als Hilfestellung gibt es jede Menge Tipps und Rezepte. Auch Prominente wie Alec Baldwin, Tic-Toc-Star Tabitha Brown und der YouTuber Rezo setzen sich für das Projekt ein.

Was ist der Veganuary?

Der Veganuary ist eine Kampagne, die Verbraucher:innen jedes Jahr dazu auffordert, im Januar vegan zu leben. Auf diese Weise wollen die Veranstalter:innen möglichst vielen Menschen den Wechsel zu einer pflanzlichen Ernährung erleichtern – und zeigen: So schwer wie gedacht ist das mit dem Veganismus gar nicht.

Dazu haben wir auch einen Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und anderen:

Die Aktion gibt es seit 2014, sie findet von Jahr zu Jahr mehr Anklang. Für 2021 haben sich bereits über 350.000 Menschen zur Challenge angemeldet, seit 2014 haben den Organisator:innen zufolge schon über eine Million Menschen teilgenommen. Die Idee stammt ursprünglich aus Großbritannien, inzwischen findet der Veganuary aber in 192 Ländern statt. Auch Unternehmen können mitmachen, indem sie zum Beispiel neue vegane Produkte auf den Markt bringen. 2021 beteiligt sich unter anderem IKEA Deutschland am Veganuary. Die Möbelhaus-Kette hat angekündigt, ab Januar zwei neue vegane Gerichte in den Restaurants anzubieten.

Neben Unternehmen unterstützen auch viele Prominente das Projekt. 2021 beteiligen sich unter anderem Schauspieler Hannes Jaenicke, YouTuber Rezo und Hollywood-Star Alec Baldwin. Baldwin erklärte, dass er während der Corona-Pandemie viel selber gekocht habe – und dabei zu einer rein pflanzlichen Ernährung übergegangen sei. „Es ist interessant zu erleben, wie sich der Geschmack verändert, wenn man sein Essen selbst kocht. Alle tierischen Produkte werden weniger appetitlich, wenn man sie von Anfang bis Ende selbst zubereitet.“

Einen Monat vegan: Warum es sinnvoll ist

Für einen Monat vegan – bringt das wirklich was? Vor allem, wenn man danach den Rest des Jahres über auch tierische Produkte isst?

Ja, tut es. Eine Datenerhebung des Harvard University Animal Law and Policy Programms berechnet die kollektive Wirkung, die der Veganuary seit 2014 erzielt hat:

wirkung veganuary 2021
Was der Veganuary der Veranstalter:innen zufolge bisher erreicht hat. (Foto: Veganuary)
  • Einsparung von 103.840 Tonnen CO2-Äquivalent.
  • Einsparung von circa 405 Tonnen PO43-Äquivalent (Eutrophierung) in Gewässern.
  • Einsparung von circa 6,2 Millionen Liter Wasser.
  • 3,4 Millionen Tiere mussten nicht getötet werden – laut der Veganalyser-App der Vegan Society UK.

Außerdem beschließen viele, über den Januar hinaus vegan zu bleiben. Bei einer Umfrage, die im Rahmen des Veganuary 2020 durchgeführt wurde, sprachen sich ganze 47 Prozent dafür aus, auch weiterhin eine vegane Lebensweise verfolgen zu wollen.

Auch andere Studien belegen, dass eine pflanzliche Lebensweise gut für das Klima ist. Ein Ökologe der Oxford-Universität hat 2019 zum Beispiel berechnet, dass Veganer:innen durch ihre Ernährung jährlich zwei Tonnen Treibhausgase einsparen, darunter 670 Kilogramm CO2.

Für das Klima und die Umwelt ist der Veganuary also ein Gewinn. Ganz zu schweigen davon, dass Teilnehmer:innen ein klares Zeichen gegen die tierquälerischen Bedingungen in Massentierhaltungsbetrieben setzen. Und fürs Karma ist ein veganer Monat auch gut – zumindest laut Veganuary-Unterstützer Kaya Yanar.

Beachte: Nicht für jeden ist Veganismus geeignet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät beispielsweise von einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft oder Stillzeit ab.

Mehr Infos dazu, was du im Veganuary beachten solltest, findest du hier: Vegane Ernährung: Vorteile, Regeln und was du beachten musst

Veganuary 2021: Wie du mitmachen kannst

2021 wollen die Veranstalter:innen des Veganuary 500.000 Anmeldungen knacken. Du willst mitmachen? Dann melde dich hier an.

Nach der Anmeldung erhältst du 31 Tage lang E-Mails mit Hinweisen und veganen Rezepten sowie Zugriff auf ein Kochbuch mit Rezeptempfehlungen von Promis wie Bryan Adams und Beyoncé. Auch wir bei Utopia haben Menge Tipps für Interessierte zusammengetragen – du findest sie im nächsten Absatz.

Vegan leben: Tipps und Rezepte für den Veganuary

Die Ernährung umzustellen bedeutet, die eigenen Gewohnheiten zu ändern. Mit diesen Tipps tust du dir leichter:

  • Richtige Vorbereitung: Kauf Essentials wie Hafermilch und vegane Margarine ein, bevor du in den Veganuary startest. Bereite dein Essen die erste Zeit über am besten im Voraus zu, bis du dich an die neue Routine gewöhnt hast. Rezepte, die sich eigenen, findest du hier: Meal Prep – mit Vorkochen Geld und Zeit sparen
  • Du weißt nicht, was du kochen sollst? In diesem veganen Ernährungsplan findest du vegane Gerichte für sieben Tage. Und beim Zusammenstellen weiterer Gerichte kann dir die vegane Ernährungspyramide helfen.
  • Mängeln vorbeugen: Achte darauf, genug Vitamin Dessentielle Fettsäuren, Calcium und Eisen aus pflanzliche Quellen zu dir zu nehmen. Vitamin B 12 musst du supplementieren.
  • Gesund essen: Inzwischen gibt es zahlreiche vegane Fertiggerichte, Süßigkeiten und Co. zu kaufen. Wer im Veganuary auch etwas für die eigene Gesundheit tun will, sollte diese Produkte jedoch in Maßen genießen und lieber öfter selbst kochen – am besten mit Bio-Zutaten.
  • Schreib dir einen Einkaufszettel. So gelingt es leichter, den Einkaufswagen an der Käsetheke vorbeizuschieben und die Lieblingsschokolade im Regal liegen zu lassen.
  • Vorsicht bei Fertigprodukten! Diese können tierische Bestandteile wie Milchpulver oder Gelatine enthalten. Schau dir deshalb die Inhaltsstoffangaben genau an  – oder koche selber.

Mehr Tipps findest du im Erfahrungsbericht „Kein Fleisch, keine Eier, keine Milch: So war mein veganer Monat“ und in unserer Galerie „Vegan: 12 Tipps zu Essen, Nährstoffen, Kleidung und mehr .

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(2) Kommentare

  1. Normal essen heißt 2020 vegan essen.

    Seit 30 Jahren kann nun fast jeder auf das WWW zugreifen, wir wissen über die Zusammenhänge von Ernährung und Umweltzerstörung, Tierversklavung, Ressourcenraub…

    Normal ist es somit vegan zu leben, ziemlich psychopathisch das Gegenteil zu tun.

    Insofern schafft unsere Sprache weiterhin Realität und sollte langsam entsprechend dieser auch Anwendung finden.

    Alles Liebe
    der Verstand, Vater der Logik