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Wäsche waschen und Energie sparen: Warum 30 Grad meist besser sind als 40 Grad

Foto: CC0 / Pixabay / moerschy

Niedrige Temperaturen beim Wäsche waschen sparen Energie und schonen das Material. Bei erstaunlich vielen Textilien reichen 30 Grad völlig aus. Welche Textilien du unbesorgt bei 30 Grad waschen darfst – und welche nicht, erfährst du hier.

Wäsche waschen und dabei Energie sparen? Zwei Dinge sind uns allen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen: Die Trommel sollte immer voll sein und Kurzwaschprogramme sind zwar kurz, aber nicht unbedingt sparsam. Aber wie schaut es mit der Waschtemperatur aus? Wie lässt sich hier Energie und Geld sparen?

Nichts leichter als das! Da das Aufheizen des Wassers die meiste Energie beim Wäschewaschen verbraucht, macht es Sinn, so oft wie möglich bei niedrigen Temperaturen zu waschen. „Beim Herunterschalten von 60 auf 40 Grad Celsius sinkt der Stromverbrauch um bis zu 45 Prozent. Wird mit 30 anstatt 40 Grad Celsius gewaschen, spart das bis zu 40 Prozent“, rechnet die Verbraucherzentrale vor.

Noch plakativer ist die Rechnung des Bayerischen Rundfunks: „Die Energiemenge, die Sie bei einer 60-Grad-Wäsche verbrauchen, reicht für drei Trommeln Wäsche mit 30 Grad.“

Aber werden Socken und Shirts bei 30 Grad wirklich sauber? Und was ist mit Unterwäsche?

Welche Wäsche kann ich mit 30 Grad waschen?

„Leicht und normal verschmutzte Buntwäsche wird meist bei 20 bis 30 Grad Celsius und Weißwäsche in der Regel bereits bei 40 °C sauber“, erklärt das Umweltbundesamt. Um die Hygiene und die Gefahr von eventuellen Keimen muss sich keine:r sorgen: „Aus hygienischer Sicht ist das Herunterschalten der Temperatur in der Regel unbedenklich„, kann die Verbraucherzentrale Hamburg beruhigen.

Bei 30 Grad waschen darfst du also:

  • Oberbekleidung wie Blusen, Hemden, T-Shirts, Pullover
  • Hosen
  • Unterwäsche wie Slips, BHs und Unterhemden
  • Socken
  • Bettwäsche
  • Schlafanzüge

Flecken kannst du gegebenenfalls mit Kernseife aus Pflanzenölen vorbehandeln (als Alternative zu Gallseife, die tierische Inhaltsstoffe enthält).

Spart viel Energie: Bei den meisten Textilien sind 30 Grad völlig ausreichend. (Foto: Utopia)

In folgenden Fällen ist eine höhere Gradzahl sinnvoll:

  • Alles, was potentiell viele Keime enthällt, solltest du bei höheren Temperaturen waschen: Küchenhandtücher, Spüllappen, Handtücher und Waschlappen also bitte bei 60 Grad im Vollwaschgang waschen.

Und auch in diesen Fällen sind 60 Grad die bessere Wahl:

  • bei hartnäckigem Schmutz und Flecken
  • bei Blutflecken (den Fleck zuerst kalt auswaschen!)
  • bei strengem Schweißgeruch
  • wenn ein Familienmitglied krank ist
  • Auch wenn eine Hausstaubmilben-Allergie vorliegt, solltest du Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher bei 60 Grad waschen.

Darüber hinaus gilt:

  • Wasche weiße, bunte und Feinwäsche getrennt.
  • Beachte das Etikett mit den Pflegehinweisen, damit die Textilien möglichst lange halten.
  • Lass die Maschine nicht halbleer laufen.

Wichtig: Alle 2 Wochen bei 60 Grad waschen

Jede fünfte Wäsche – beziehungsweise mindestens alle zwei Wochen solltest du die Waschmaschine bei 60 Grad und mit einem Vollwaschmittel laufen lassen. „Dies ist notwendig, damit durch die Niedrigtemperatur-Waschgänge in der Waschmaschine keine „Biofilme“ von Bakterien entstehen“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Welches Waschmittel ist umweltfreundlich?

Etwa 630.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Umgerechnet verbraucht damit jede:r von uns fast 8 Kilogramm Waschmittel im Jahr. Da ist es wichtig, dass wir uns Gedanken machen, mit welchem Mittel wir waschen:

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