WOOP-Methode: In vier Schritten Ziele erreichen

WOOP-Methode
Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos

Nach der WOOP-Methode brauchst du nur vier Schritte, um deine Ziele zu erreichen. Wir stellen dir das Konzept vor und machen an einem Beispiel deutlich, wie du es praktisch umsetzen kannst.

Ziele erreichen mit der WOOP-Methode

Positiv zu denken und gleichzeitig mögliche Hindernisse vor Augen zu haben soll nach der WOOP-Methode eine gute Mischung sein, um deine Ziele erreichen zu können. Man spricht auch von dem „mentalen Kontrastieren“, welches beispielsweise in dieser Studie zu ungesunden Essgewohnheiten positive Effekte gezeigt hat. Außerdem wurde bisher nachgewiesen, dass sich die Methode positiv auf das Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen auswirke. Zudem steigere die WOOP-Methode die Zielstrebigkeit und trage damit zu einer Leistungsverbesserung der Betroffenen bei.

Das Konzept von WOOP hat die Psychologin Gabriele Oettingen entwickelt. Es besteht aus vier Schritten. Du kannst deine Ergebnisse schriftlich fixieren oder auch nur gedanklich ausführen. Dabei ist es laut Oettingen besonders wichtig, die Reihenfolge einzuhalten:

  • Wish (Wunsch): Überlege dir ein Ziel, welches dir aktuell sehr am Herzen liegt. Es darf groß oder klein sein, du solltest es aber in jedem Fall als realistisch empfinden. Stelle dir deinen Wunsch bildlich vor.
  • Outcome (Ergebnis): Denke im zweiten Schritt an die positiven Auswirkungen, die entstehen, wenn dein Wunsch wahr wird. Es kann hilfreich sein, wenn du dabei die Augen für einen Moment schließt und während dieses Augenblicks ganz bei dir selbst bleibst.
  • Obstacle (Hindernis): Frage dich nun, was das größte Hindernis für dich darstellt und der Erfüllung deines Traumes im Weg steht. Faktoren wie zu wenig Zeit, Geldmangel oder auch fehlender Mut können hier eine Rolle spielen. Male dir deine persönliche Barriere aus.
  • Plan: Im letzten Schritt gestaltest du deinen eigenen „Wenn-Dann-Plan“. Überlege dir eine Handlung oder auch einen Gedanken, der hilft, dein Hindernis zu überwinden und dein Ziel zu erreichen.

Die WOOP-Methode lässt sich für kleine und große Träume gleichermaßen anwenden. Du kannst sie für berufliche Ziele wie einen Jobwechsel oder eine Beförderung nutzen, aber auch für private Angelegenheiten wie nachhaltige Ernährung oder mehr Sport im Alltag.

So sieht die WOOP-Methode in der Praxis aus

Nimm dir bewusst Zeit für die WOOP-Methode, ohne dich ablenken zu lassen.
Nimm dir bewusst Zeit für die WOOP-Methode, ohne dich ablenken zu lassen.
(Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Um die WOOP-Methode umzusetzen, benötigst du lediglich fünf bis zehn Minuten. Diese kurze Zeit kannst du dir beispielsweise vor dem Einschlafen oder während eines Spaziergangs nehmen. Es sollte dich dabei möglichst nichts ablenken, damit du deinen Gedankengang nicht aus den Augen verlierst. Wir zeigen dir anhand eines Beispiels, wie dieser Zielprozess in der Realität aussehen kann:

  1. Ziel formulieren: Ich möchte mich nachhaltig ernähren. Hauptsächlich nehme ich pflanzliche Produkte zu mir und achte darauf, vorwiegend saisonale und regionale Produkte zu kaufen, die mit einem Bio-Siegel zertifiziert sind.
  2. Bestmöglichstes Ergebnis vorstellen: Ich fühle mich gut mit meinem neuen Lebensstil und habe ein besseres Gewissen durch mein bewusstes Konsum- und Essverhalten. Dadurch sinkt auch mein CO2-Abdruck und ich trage zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei.
  3. Hindernis gedanklich konstruieren: Die Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung erfordert einen hohen Zeitaufwand.
  4. Plan entwickeln: Ich erstelle mir jede Woche einen Essensplan und kann so gezielt für die ganze Woche einkaufen gehen. Mit der Zeit werde ich eine Routine entwickeln.

Idealerweise kannst du dein formuliertes Ziel tatsächlich realisieren. Wenn nicht, hat dir die Methode möglicherweise gezeigt, dass dein Ziel unrealistisch war.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: