San Francisco verbietet Coffee-To-Go-Becher und Take-Away-Boxen

San Francisco verbietet Take Away Boxen und Coffe To Go Becher aus Stryropor
Foto: "Dunkin Donuts Cares About Recycling" von rootseven unter CC-BY-2.0.

Die Stadt San Francisco hat ein weitreichendes Verbot von Styropor-Produkten beschlossen. Darunter fallen unter anderem Take-Away-Behälter, Coffee-To-Go-Becher aus Styropor, Verpackungschips und Wasserspielzeuge. Die kalifornische Stadt will damit Müll reduzieren und so die Umwelt schützen.

Auch Styropor-Kühlboxen, -Bojen und -Flöße sollen bald aus dem Handel verschwinden. Die meisten von diesem Verbot betroffenen Produkte dürfen ab dem 1. Januar 2017 nicht mehr verkauft werden. Styroporschalen für Fleisch und Fisch sind ab dem 1. Juli 2017 verboten.

Bereits 2007 hat San Fransisco den Gebrauch von Polystyrol (EPS) in Take-Away-Behältern verboten. Ähnliche Verbote existieren mittlerweile in rund 100 US-amerikanischen Städten, unter anderem in der Hauptstadt Washington D.C. Doch die neue Verordnung ist die bisher umfassendste in den Vereinigten Staaten. Sie stellt einen Teil der Strategie dar, mit deren Hilfe die Stadt San Francisco ihr selbstgestecktes Ziel erreichen will, im Jahr 2020 müllfrei zu sein („Zero Waste“).

Die Initiatoren des Gesetzentwurfes argumentierten, dass die biologisch nicht abbaubaren Styropor-Produkte die Gewässer verschmutzen und so Tierleben gefährden. Sie priesen das nun erwirkte Verbot als Beispiel für die führende Rolle an, die die San Francisco im Umweltschutz übernimmt.

Styropor ist in den USA (noch) weiter verbreitet als in Europa und wird dort für viele Wegwerfprodukte wie Kaffeebecher und Einweggeschirr verwendet. Weil das Material extrem leicht ist und schnell in kleine Teile zerfällt, wird es oft mit dem Wind in Gewässer und Meere geweht. Meereslebewesen und Seevögel nehmen den Kunststoff dort oft mit oder anstelle der Nahrung auf; viele verenden daran.

Zwar kann Styropor prinzipiell recycelt werden, doch offenbar passiert das in der Praxis nur sehr selten und die Anforderungen der Recyclingunternehmen an die Qualität sind unrealistisch hoch (Quelle: motherjones.com). So landet ein Großteil des verwendeten Styropors im Müll – und im Meer.

Der Schritt, Styropor-Produkte weitgehend zu verbieten, ist daher ein wichtiger und mutiger Beitrag dazu, Müll zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten. Anstatt Styropor sollen nur noch leichter recyclebare oder kompostierbare Produkte eingesetzt werden – wie umweltfreundlich die Alternativen sein werden, wird die Zukunft zeigen.

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(2) Kommentare

  1. Finde ich sehr gut, genau so wie alle ähnlichen Maßnahmen, die in San Francisco bereits umgesetzt wurden und hoffentlich mit der Zeit auch in anderen Städten und Ländern Anklang finden.

    Es wird allerhöchste Zeit, dass man beginnt diesen Plastikwahnsinn einzudämmen.

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