20 Dinge, die viel zu schnell im Müll landen – und gute Alternativen


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(50) Kommentare


  1. Mit dem eigenen Becher beim Bäcker ist das so eine Sache. Bisher habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass viele Bäcker die mitgebrachten Becher aus hygienischen Gründen ablehnen.

    • Wie wäre es dann alternativ mit einem anderen Bäcker oder wie ich es jeden morgen mache, den Kaffee to go in der eigenen Thermostasse von Zuhause mitnehmen. Das ist auch viel günstiger.

    • Hallo Kristin, der Bäcker könnte Dir ja Deinen Kaffee in einer (bäckereieigenen) Porzellantasse bereiten, und von der kippst Du den Kaffee dann in Deine „to go“-Tasse. Dann wird zumindest Papier gespart, und die Bäckereitasse ist schnell wieder abgespült und ins Regal zurückgestellt.

  2. Den Kassenzettel lasse ich mir zu Kontrollzwecken immer geben. Oft wird bei ein Artikel versehentlich doppelt gescannt oder eine falsche Nummer eingetippt und die Tomaten kosten dann das 5fache vom eigentlichen Preis. Kann ich mir nicht leisten, bin kein Großverdiener.

  3. Unser Staat unterstützt die Abfallgesellschaft und verdient kräftig mit, wenn wir uns in die Eisdiele setzen.
    Dann wird das Eis zum Serviceobjekt und als Mahlzeit mit 19% vermehrwertsteuert.
    Eis zum mitnehmen ist als Lebensmittel begünstigt und „nur“ mit 7% versteuert. Und damit noch nicht genug, verdient der Staat an jedem der Becher und Löffelchen entlang deren Herstellprozesses jeweils 19% MwSt.

    • Aha. Und was hat jetzt bitte die ganz allgemein erhobene MwSt. konkret mit der Unterstützung der „Abfallgesellschaft“ zu tun? Und das „verdiente“ Geld verprasst dieser Staat dann als Privatperson zum eigenen Vergnügen, oder wie stellst Du Dir das vor?
      Und das: „verdient der Staat an jedem der Becher und Löffelchen entlang deren Herstellprozesses jeweils 19% MwSt.“ ist schlicht und einfach falsch!

    • @Anth. offensichtlich warst Du noch nie Umstatzsteuerpflichtig.
      Sonst wüßtest Du, daß es nicht stimmt, daß der Staat an jedem Becher entlang des Herstellungsprozesses verdient.
      Außerdem, was hat es mit Abfallgesellschaft zu tun, wenn wir uns in die Eisdiele setzen (normales Geschirr) oder ein Eishörnchen schlecken (kein Abfall)?
      Das haben wir doch selbst in der Hand, wie wir damit umgehen.

  4. Es gibt immer Alternativen zu Produkten in Plastikverpackung . Das grösste Problem ist die menschliche Bequemlichkeit . Wer wirklich bewusst ist und nicht zu bequem, sich ein paar Gedanken dazu zu machen, der setzt von vorneherein bei der Müllvermeidung an. Wir sind zur Wegwerfgesellschaft mutiert, aus der es einen Ausweg gäbe, wären die Mensch nicht so schrecklich bequem und unbewusst.

  5. Die Beiträge sind immer hochinteressant und auch zusätzliche Infos als Link zum Weiterlesen sind sehr hilfreich.
    Was aber echt stört: daß sich die Links immer im selben Fenster öffnen (statt in einem neuem Fenster) und man so von der ursprünglichen Seite weggeführt wird und dann immer erst mühselig zurückgehen muss, um den ursprünglichen Artikel weiterzulesen.
    Vielleicht könntet ihr das umstellen? Das würde die Navigation sehr erleichtern und entspricht auch mehr dem Gewohnten.
    Viele Grüße und danke für die interessanten Themen!

    • Liebe Gerlinde, alle internen Links öffnen sich bei uns im selben Tab und alle externen Links in einem neuen Tab. Du kannst aber auch interne Links ganz einfach in einem neuen Tab öffnen indem du entweder mit der rechten Maustaste daraufklickst und dann auf „Link in neuem Tab öffnen“ klickst oder die Taste Strg gedrückt hältst, während du auf den Link klickst.
      Viele Grüße vom Utopia-Team

  6. Coffee to go – der Konsument hat Macht!!!
    Ich habe mich auch über die beiden für mich auf dem Arbeitsweg in Frage kommenden Bäckereien geärgert – beide wollten aus Hygienegründen meinen mitgebrachten Becher nicht befüllen. Ich habe sie dann per E-Mail angeschrieben und das Problem geschildert, inklusive einer Statistik des anfallenden Mülls sowie der Drohung, zur Becher befüllenden Konkurrenz abzuwandern. Und siehe da: die Bäckerei Döbbe (Großbäckerei mit Sitz in Mülheim an der Ruhr) hat mir direkt am nächsten Tag geantwortet, daß sie das Problem angehen werden und Umfüll-Kannen für alle Filialen bestellen werden, damit der Kaffee in mitgebrachte Gefäße umgefüllt werden kann! Bis diese Kannen geliefert werden, bekommen die Filialen die Anweisung, den Kaffee auch in trockene und saubere Frendgefäße zu füllen.
    Fazit: den Unternehmen immer die Türen einrennen mit Anregungen und Kritik!!! Manchmal hilft es tatsächlich 🙂

  7. Lippenstift-und-Butterbrot

    Ich finde viele der Vorschläge sehr gut. Allerdings sind mir zwei „sauer“ aufgestoßen:
    1. Binden selbst waschen? Ich glaube, hier hat der Autor des Artikels ein wenig daneben gegriffen. Hygiene steht hier wohl an oberster Stelle und rückwärts wollen wir uns in dieser Beziehung nun wirklich nicht entwickeln. Ich habe echt mit dem Kopf über diesen Vorschlag geschüttelt.
    2. Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt kaufen. Wer berufstätig ist, verbringt die Zeit, in der der Wochenmarkt ist, in seiner Firma. Außerdem gibt es nicht in jedem Ort diese Märkte. Wie sollen Menschen, die nicht mobil sind, dorthin kommen?
    3. Nahrungsmittel in verpackungsfreien Geschäften einkaufen und selbst seine Dosen etc. mitbringen. Die Idee ist wirklich super, denn nach einem Einkauf quillt mein Plastemüll regelrecht über. Aber erstens gibt es solche Geschäfte nur in einigen großen Städten und zweitens ist es dort so teuer, dass es sich nicht Jeder leisten kann, hier einzukaufen.

    Das sind zwar gute Ideen (außer Binden!), aber schlecht hinterdacht.

    Tut mir leid, aber hier war ich nicht mit der Recherche zufrieden.

    • Das mit den Binden sehe ich ähnlich. Vor allem müßte man erst mal genau berechnen, wie das so kommt, weil der Waschvorgang ja auch Energie verbraucht.

      Dagegen finde ich den Vorschlag mit den Wochenmarkt für viele Menschen praktikabel. An vielen Orten, wo ich schon gewohnt habe, findet er Samstags statt.
      Da war der Einkauf auf dem Markt dann ein lieb gewonnenes Ritual.
      Heute bin ich selbständig und kann mir die Zeit selbst einteilen.
      Das können auch relativ viele Menschen, auch in Festanstellung.

      Wenn es für D i c h nicht praktikabel ist, heißt es ja nicht, daß es anderen auch so geht. Für Dich wäre dann evt. eine Bio-Kiste eine Alternative, die Du an den Arbeitsplatz liefern lassen kannst.

  8. Binden selbst waschen, pfui deibel. Seien wir froh, dass wir nicht in anderen Ländern leben, wo jeder Tampon zwangsläufig mit Plastikapplikator individuell ein einer großen Plastikpackung steckt, oder man alternativ die Binden ausschließlich in viel Plastik eingepackt kaufen kann.

    Auch ohne Wochenmarkt kann man das Obst/Gemüse verpackungsfrei in vielen Supermärkten, oder türkischen Gemüseläden kaufen.

    Verpackungsfreie Supermärkte halte ich leider auch nicht geeignet für den kompletten Einkauf (teuerer, relativ kleines Sortiment).
    Es ist mir leider rätselhaft wie man plastikfrei seinen Einkaufsbedarf decken kann, aber mit etwas Hirn und Verstand lässt sich zumindest sehr viel vermeiden. Warum kosten Plastiktüten „nur“ Geld und werden nicht ganz verboten?

    Das Verbot in San Francisco ist eine tolle Regelung! Auf die Vernunft der Verbraucher zu appellieren reicht nicht weit genug, weil viele nicht vernünftig oder zu bequem sind. Klimaziele kann man nur erreichen, wenn Änderungen im Großen geschehen und nicht, wenn ein einzelner mal auf eine Plastiktüte verzichtet.

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