Shampoo, Schokolade, Smartphone: Wie viele Sklaven arbeiten für dich?

Screenshot slaveryfootprint.org

Auf der Website von Slavery Footprint kannst du anhand von elf Fragen zu deinem Lebensstil ausrechnen, wie viele Sklaven im Schnitt für dich arbeiten.

Ein Sklaverei-Report zeigte 2016: Weltweit werden geschätzte 46 Millionen Menschen zur Arbeit gezwungen, ein Großteil von ihnen Frauen und Mädchen, fast die Hälfte sind Opfer sexueller Ausbeutung.

Laut der Organisation Slavery Footprint slaveryfootprint.org werden pro Jahr zwar 120 Millionen Dollar in den Kampf gegen illegalen Menschenhandel und Freiheitsberaubung investiert, doch der geschätzte Profit von Sklaverei liegt bei 150 Millionen Dollar.

Sklaverei ist also kein Thema von vorgestern, sondern so aktuell wie nie.

Slavery Footprint: vom Fernseher bis zum Fleisch

Hast du eine eigene Wohnung, nur ein WG-Zimmer oder bist du sogar Hauseigentümer? Welche Kosmetik und Pflegeprodukte stehen in deinem Badezimmerschrank? Wie viel Schmuck besitzt du? Und wie steht es mit Elektronikprodukten – Fernseher, Tablet, Smartphone? Wie viele Jacken, Kleider, Schuhe finden sich in deinem Kleiderschrank? Und fast am wichtigsten: Wie viel Obst und Gemüse, Fisch, Milchprodukte, Fleisch und Getreide isst du?

Diese und andere Fragen beantwortet man interaktiv im Fragenkatalog von Slavery Footprint auf slaveryfootprint.org. Die Website prüft anhand von elf Fragen deine Konsumgewohnheiten, am Ende steht dann die Zahl, wie viele Menschen für deinen Lebensstil arbeiten müssen.

Slavery Footprint: Wie viel Obst und Gemüse, Fisch, Milchprodukte, Fleisch und Getreide isst du?
Slavery Footprint: Wie viel Obst und Gemüse, Fisch, Milchprodukte, Fleisch und Getreide isst du? (Screenshot: © Slavery Footprint)

Das Ergebnis berechnet sich so: Die Organisation recherchierte hunderte Produktionswege von alltäglichen Gebrauchsgegenständen – so bekam jedes Produkt eine bestimmte Anzahl an Sklaven, die an der Herstellung des jeweiligen Produktes beteiligt sind.

Slavery Footprint gegen Sklaverei

Slavery Footprint setzt sich seit 2011 gegen die moderne Sklaverei ein. Damals gründete der Musiker Justin Dillon die Non-Profit-Organisation, die mit dem amerikanischen Außenministerium zusammenarbeitet. Zuvor veranstaltete er Benefizkonzerte und kam über diesen Weg erstmals mit der Anti-Sklaven-Bewegung in Berührung. Er beschäftigte sich mehr und mehr mit dem Thema Sklavenbefreiung und drehte schließlich den Dokumentarfilm „Call + Response“.

Die Website Slavery Footprint launchte im September 2011. Seitdem haben Millionen Menschen aus über 200 Ländern die Seite besucht.

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(Hinweise: Dieser Beitrag stammt aus dem Jahr 2016, aber die Website funktioniert noch immer tadellos und lohnt den Besuch auch heute noch!) 

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(4) Kommentare

  1. Der Artikel scheint den Kommentaren nach zu urteilen aus 2016 zu stammen…
    Der Fragebogen funktioniert bei mir nicht richtig, bin ich damit alleine?
    Und seit wann muss man sich bei Utopia registrieren?

  2. Hallo risa., ja, den Artikel haben wir gestern anlässliches des UNESCO-Aktionstags zum Sklavenhandel aktualisiert. Leider scheint es aber ein Problem mit der Seite von Slavery Footprint zu geben, das uns nicht gleich aufgefallen ist, tut uns sehr leid!
    Dass du dich registrieren musst, um zu kommentieren ist eine Neuerung, die wir vor ein paar Wochen eingeführt haben.

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