Kostenpflichtige Plastiktüten auch bei H&M

Foto: "H&M HandM Clothing Store" von Mike Mozart unter CC-BY-SA 2.0

Ab 1. April wird die Plastiktüte auch bei H&M nicht mehr umsonst sein. Damit folgt die schwedische Modekette großen Warenhäusern wie Media Markt, Saturn und Karstadt.

Die kostenlose Plastiktüte soll dank einer Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und des Bundesumweltministeriums nach und nach aus dem Handel verschwinden. Man erhofft sich: Wenn die Einkaufstüten endlich kostenpflichtig sind, achten Verbraucher mehr darauf, alte Plastiktüten wiederzuverwenden oder eigene Taschen mitzubringen und so weniger Plastik zu konsumieren.

H&M und C&A

Damit macht H&M einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – denn mit rund 450 Stores gehört die schwedische Modekette in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten überhaupt. Ungefähr gleich viele Filialen hat C&A  – und auch diese Kette plant laut Informationen der Bild-Zeitung kostenpflichtige Plastiktüten ab diesem Frühling. Wie viel die Plastiktüten kosten sollen, steht noch nicht fest.

Saturn, Media Markt und Karstadt

Bei Saturn gibt es kostenpflichtige Plastiktüten schon seit Anfang 2015, Media Markt versucht sich gerade an dem Experiment gebührenpflichtige Plastiktüte. Dabei variieren die Preise bei beiden Ketten je nach Markt und Tütengröße.

Karstadt lässt seine Kunden die Tüten ab dem 1. März etwas kosten. Auch hier gibt es größenabhängige Gebühren zwischen 5 und 30 Cent, ab Mai 2016 möchte die Warenhaus-Kette zudem Mehrwegtragetaschen für 1,50 Euro einführen – aus Polyethylen mit 70% Recyclinganteil.

Weitere positive Beispiele: Tchibo hat am 6. Januar 2016 beschlossen, Plastiktüten nur noch für 20 Cent abzugeben. Die Drogeriemarkt-Kette dm schaffte schon im März 2015 die kostenlosen Plastiktüten ab. Der Textildiscounter kik machte im Oktober 2015 Schluss mit kostenlosen Plastiktüten und verkauft nun Baumwolltaschen und PET-Permanenttragetaschen.

Was Plastik mit unserer Umwelt macht

Wie Plastiktüten unserer Umwelt schaden, seht ihr zum Beispiel in unserer Infografik rund um wichtige Fakten zum Thema Plastikmüll oder in dieser Foto-Galerie, die zeigt, wie Plastik unsere Gewässer verschmutzt und Tiere sterben lässt. Zudem haben wir uns einmal umgehört und geschaut, welche Projekte wirklich etwas gegen den Plastikmüll in unseren Meeren tun.

Weiterlesen auf Utopia:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(10) Kommentare

  1. „Bei Saturn gibt es kostenlose Plastiktüten schon seit Anfang 2015, Media Markt versucht sich gerade an dem Experiment gebührenpflichtige Plastiktüte. Dabei variieren die Preise bei beiden Ketten je nach Markt und Tütengröße“

    Der zweite Satz macht nur dann Sinn, wenn im ersten Satz „kostenlose“ durch „kostenpflichtige“ ersetzt wird.

  2. Was passiert denn bitteschön mit all dem Geld, das dadurch eingenommen wird? Versickert es in den Untiefen der genannten Firmen oder wird es wirklich sinnvoll eingesetzt?

  3. Das Ganze ist doch ein Witz!

    1.) Damit ‚Schönen‘ die Konzerne ihre Environmental-Reports (verpassen sich einen ‚grünen Anstrich),

    2.) Für die umweltschädliche Plastiktüten kassieren sie zusätzliche Millionen;

    Die Beseitigung der Schäden zahlt wieder einmal die Gesellschaft. Das durch den Plastiktütenverkauf eingenommene Geld sollten die Konzerne in Umweltprojekte stecken müsse!

    Wirklich sinnvoll ist nur die Einführung von umweltschonenden Alternativen!

  4. Weisst du es, was die damit machen. Nein. Frag doch mal persönlich bei den Firmen. Mit Sicherheit bekommst du Antwort, dass die Gelder nicht zwangsläufig in den Gewinn fließen. Typich Deutsch, Erstmal alles schlecht reden.
    Außerdem ist es ein echt starker Anfang.

  5. Schade, dass sich die ganze Grüne Truppe so leicht vor den eigenen Konzernkarren spannen lässt, wenn man vorgibt „es ist ja für die Umwelt“. Wie zuvor schon einige anmerkten: wo geht das Geld hin?

    Wenn Plastik das Problem ist, warum nicht alternativ Papiertüten anbieten?

  6. „Hört endlich auf überhaupt Plastiktaschen anzubieten.“
    An wen richtet sich dieser Aufruf?
    Hier auf U. werden die wenigsten Personen Plastiktüten anbieten.
    Der Aufruf kann doch nur lauten:
    „Verwendet keine Plastiktüten, auch wenn sie Euch billig angeboten werden.

    Wählt solche Politiker, die für ein Verbot selbiger eintreten
    ….
    ect.“