Costa Rica will jegliches Einwegplastik verbieten

Mikroplastik Müll im Meer
Foto: Fotolia.com MaciejBledowski

Ob Plastikbecher bei der Laufveranstaltung, Plastikteller bei der Hausparty oder Plastikgabel beim Grillen im Park – Einwegplastik wird nur kurz genutzt und landet dann im Müll. Costa Rica will damit nun komplett Schluss machen.

Kaum ein Produkt ist so irrsinnig wie Einwegplastik: Es wird sehr kurz genutzt, verweilt dann jedoch Hunderte von Jahren in der Umwelt, bis es sich zersetzt. Plastikabfälle verschmutzen Land und Meer. Daher verbieten immer mehr Länder und Städte einzelne Produkte wie Plastikgeschirr oder Einwegbecher.

Costa Rica will noch einen Schritt weitergehen und bis 2021 das erste Land weltweit ohne Einwegplastik werden, berichtet Costa Rica News. Also keine Plastiktüten, Einwegflaschen oder Coffee-to-go-Deckel – und das im gesamten Land. Damit würde Costa Rica dem Vorbild der indischen Stadt Neu Delhi folgen, die seit Anfang 2017 Einwegplastik verbietet.

Biologisch abbaubare Alternativen

Und so sieht der Plan Costa Ricas aus: Innerhalb der nächsten vier Jahre soll mit Hilfe einer nationalen Strategie Einwegplastik aus dem Alltag der Bewohner Costa Ricas verschwinden. Als Ersatz sollen zum Beispiel Materialien dienen, die sich innerhalb von sechs Monaten biologisch abbauen.

Costa Rica produziere täglich 4000 Tonnen Müll, von dem 20 Prozent nicht auf der Müllkippe lande, sondern in Seen, Flüssen und auf Stränden. Die Stop-das-Einwegplastik-Initiative sei angeführt von der Regierung Costa Ricas, unterstützt vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, der Zivilgesellschaft und diversen Gruppen aus dem privaten Sektor.

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