Frankreich verbietet Plastikgeschirr

Frankreich verbietet Plastikgeschirr
Foto "Empty Plates" von |ornello_pics unter CC BY 2.0

Unterwegs oder bei der Gartenparty mag Plastikbesteck- und Geschirr praktisch sein – doch es verursacht erschreckend viel unnötigen Müll. Um die Umwelt zu schützen verbietet Frankreich nun Becher, Geschirr und Besteck aus Kunststoff.

Zugegeben, Rotwein oder Kaffee aus Plastikbechern schmeckt nicht besonders gut. Dennoch werden in Frankreich mehr als 4,5 Milliarden Plastikbecher jährlich verbraucht – und weggeworfen. Dieser immensen Müllmenge will Frankreich nun den Kampf ansagen.

Verbannt: Plastikgeschirr und Plastiktüten

Der neue Vorstoß in Sachen Klimaschutz ist Teil des französischen Energiewende-Gesetzes „Energy Transition for Green Growth“ (pdf) und soll ab 2020 gelten. In knapp vier Jahren schon sollen die Franzosen dann unterwegs nur noch Porzellan oder biologisch abbaubare Materialien für ihr Essen und Trinken nutzen.

Nachdem im Juli 2016 in Frankreich bereits kostenlose Plastiktüten verboten wurden, sollen ab 2017 auch die dünnen Plastikbeutel für Obst und Gemüse aus dem Handel weichen.

Frankreich hat in den vergangenen Jahren bereits mehrmals mit Gesetzen und Regelungen für mehr Nachhaltigkeit auf sich aufmerksam gemacht:

Weniger Plastik und nachhaltig leben: Statt Plastiktüten lieber wiederverwendbare Stoffbeutel
Gehören Plastiktüten bald der Vergangenheit an? (Foto Pixabay/Cocoparisienne unter CC0 1.0 )

Plastik vermeiden, so klappt es

Auch in Deutschland tut sich einiges beim Thema Plastik. Seit Juni dieses Jahres verlangen viele große Einzelhändler eine Gebühr für Plastiktüten. Eine erste Bilanz zeigt: Der Verbrauch geht stark zurück. Die Supermarktkette Rewe hat Plastiktüten bereits ganz abgeschafft, Lidl will nun nachziehen. Künftig heißt es also vermehrt „Jutebeutel statt Plastiktüte“. Und im Alltag können wir noch viel mehr tun, um Plastik zu vermeiden:

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(3) Kommentare

  1. Es ist genau so, wie Robert sagt. Ich bin gerade in Frankreich und hier wird man von Plastik geradezu überschwemmt. Wasser und Milch gibt es eigentlich nur in Plastikflaschen zu kaufen. Wenn man sich einigermaßen gesund ernähren möchte und dementsprechend viel Wasser trinkt, ist die Mülltonne am Ende des Tages praktisch schon mit Wasserflaschen gefüllt. Mülltrennung existiert hier auch nicht wirklich. Deutschland ist da meiner Meinung nach schon viel weiter…

  2. Ein sehr guter Anfang! Ich wünsche mir auch bei jedem Volksfest, dass nicht alles in Plastikbechern und -schalen verkauft wird. Beim Glühwein geht es doch auch in Tontassen!

  3. In Frankreich sollten sie erst einmal mit den Plastikflaschen anfangen.Es wird viel in Plastikflaschen verkauft.Man müsste auch Pfand auf Plastikflaschen erheben.Ich möchte gerne mal wissen wie viele Plastikflaschen den Weg nach Deutschland finden und wir müssen sie entsorgen.

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