Das 2 Euro-T-Shirt: Ein soziales Experiment

Das 2 Euro-T-Shirt: Ein soziales Experiment ()

Die Organisation Fashion Revolution hat ein geniales Experiment durchgeführt: Würden die Leute Billig-Mode kaufen, wenn sie wüssten, wie sie produziert wurde? Das Ergebnis ist überraschend.

Schaut hier das Video zum Experiment an: 

Die Fashion-Revolution-Truppe aus Berlin stellte zum Fashion Revolution Day 2015  mitten in der Stadt einen Automaten auf, an dem Passanten (vermeintlich) T-Shirts für 2 Euro kaufen konnten. Das Interesse scheint, wenn man sich das Video des Experiments ansieht, zunächst erschreckend groß. Doch wer zwei Euro einwarf, bekam statt des T-Shirts auf einem Bildschirm erst einmal schockierende Bilder der Produktionsstätten gezeigt. Anschließend wurden die potenziellen Käufer vor die Wahl gestellt, das T-Shirt trotzdem zu kaufen oder das Geld zu spenden.

Schaut hier das Video zum Experiment an: 

Ein Ergebnis, das Mut macht

Viele derjenigen, die kurz zuvor noch ein Billig-Shirt haben wollten, spendeten ihre 2 Euro nun der Fashion-Revolution-Bewegung. Die ermutigende Botschaft des Experiments: Wenn die Menschen Bescheid wissen, ist es ihnen nicht egal!

Am jährlichen Aktionstag Fashion Revolution Day, der auf die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche aufmerksam machen möchte, werden in allen sozialen Medien Bilder der in den Kleidern eingenähten Etiketten gesammelt.

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(50) Kommentare

  1. Das ist doch mal ein ermutigendes Ergebnis: Wenn man die Leute jetzt dazu noch informieren würde, was so ein Shirt z.B. made in Europe und mit Bio-Baumwolle kostet, wäre die Botschaft perfekt.

  2. Das ist eine coole Idee um Spenden zu sammeln, wird aber wohl kaum die Kaufgewohnheiten der Leute beinflussen. Ebenso finde ich das Ergebnis dieses „Experiments“ nicht wirklich aussagekräftig.

    Klar reagiert man anders, wenn der Entscheidungsprozess unmittelbar von solchen Bilder beeinflusst wird. Aber Leute, die bei Primark an der Kasse stehen, werden sich wohl kaum solche Bilder bewusst ins Gedächtnis rufen und sich die Frage stellen „will ich das wirklich?“. Und das obwohl ein Großteil der Käufer mit Sicherheit über die Umstände bescheid weiss. Was da zählt ist der Gedanke an den eigenen Geldbeutel.

  3. Tolle Sache! ABER, nicht wenn die Menschen Bescheid wissen, sondern wenn die Menschen emotional berührt sind, ist es ihnen nicht egal. (Ok, etwas vereinfacht, aber die Visualisierung und Emotionen sind wichtig.)

  4. DAS ist ein Armutszeugnis für jeden Autoren. Traurig, dass erst ein Leser feststellen muss, dass die entscheidende Angabe im ganzen Text, wie viele Leute es waren, fehlt. Noch trauriger, dass dem Leser dann geraten wird, dort nachzufragen.

  5. Hallo Michael Merten,
    wie du dem Artikel sicherlich entnehmen kannst, hatten wir mit der Aktion an sich nichts zu tun, sondern machen lediglich auf das sehenswerte Video der Organisation Fashion Revolution aufmerksam. Das ist für uns der „entscheidende“ Inhalt.

  6. Ich denke eher, dass sich die Leute ertappt gefühlt haben und daher ihre 2 Euro gespendet haben. Mit echter Einsicht hat ihre Reaktion wohl eher nicht zu tun. Sonst wäre es denkbar einfach die Welt zu ändern und Kik & Co., Massentierhaltung, Nahtungsverschwendung und und und wären längst Geschichte….

  7. Da hast du vermutlich vollkommen Recht! Es geht ja darum das Verhalten der Menschen dauerhaft zu ändern. Viele von denen die hier ertappt wurden und daher die 2€ dann gespendet haben sind vermutlich kurz später dann doch wieder in den nächsten primark gelaufen 😀

  8. So lange ich zu meinem Arbeitslohn noch mit viel zu niedrig berechnetem Arbeitslosengeld II aufstocken muss, definieren sich meine Einkäufe zwangsläufig ausschließlich über den Preis. Ist ja gut, wenn auf Missstände irgendwo auf der Welt aufmerksam gemacht wird, aber dann muss auch erst mal Ordnung vor der eigenen Haustür gemacht werden.

  9. Das macht das ganze schwieriger, aber nicht unmöglich.
    Ich bin Azubi, hab meine Wohnung für die ich aufkommen muss Strom, Wasser, Internet, Ticket für den ÖPNV habe für Essen und Sonstige Ausgaben (Kleidung und co.) nicht mehr Geld als jemand mit Harz-4.
    Ich achte Trotzdem darauf, dass meine Einkäufe möglichst Bio, Fairtrade, Regional und Saisonal sind. Noch dazu bin ich Veganer, was ja angeblich Teurer sein soll.
    Funktioniert jedenfalls, natürlich nicht immer, aber möglichst viel.
    Und selbst wenn es nicht 100% sondern nur 50% ist.
    Es setzt trotzdem Zeichen.

    Und zu den Problemen vor der eigenen Haustür kann ich nur sagen,
    du bist was du Isst, bzw du Lebst wie du anderen ermöglichst zu Leben.