Wie billig darf Fleisch sein? Dieses Edeka-Schnäppchen macht fassungslos

Foto: Facebook (Silke Strelitz Beyer)

Edeka wird dieses Jahr 111 Jahre alt – zur Feier des Anlasses gibt es jede Menge Rabatte und Sonderangebote. Bei einem Schnäppchen geht Edeka jedoch deutlich zu weit: In einem aktuellen Prospekt bietet der Discounter ein ganzes Suppenhuhn für nur einen Euro an.

Fleisch aus dem Supermarkt ist vergleichsweise günstig – das aktuelle Angebot von Edeka übertrifft jedoch die üblichen Billigfleisch-Preise. Ein 900-Gramm-Suppenhuhn gibt es für nur 1 Euro das Stück. Ein Kilo Suppenhuhn der Marke „Luna“ kostet 1,11 Euro.

Auf Facebook fragen sich viele User, wie das möglich ist. So kommentiert beispielsweise eine Nutzerin: „Wie kann es sein das ein Suppenhuhn so billig ist. Meine 5 Hühner fressen am Tag für mind 2 Euro Futter… Streu… Wasser… Zeitaufwand noch gar nicht eingerechnet.“

Billiges Fleisch von Edeka verärgert Facebook-User

„Mit solchen Angeboten trägt man dazu bei, dass die Massentierhaltung gefördert wird, die Tiere unendliche Qualen erleiden müssen, damit die Menschen dann ein billiges mit Antibiotikum und Hormonen vollgepumptes Huhn für 1 Euro kaufen können“, schreibt eine andere Userin.

Edeka Fleisch Suppenhuhn Facebook
Diskussion auf der Facebook-Seite von Edeka. (Screenshot 21.03.2018) (Foto: Screenshot Facebook/Edeka)

Edeka sollte den Geburtstag nicht mit Billigfleisch feiern

Damit Fleisch und Geflügel so günstig sein kann, muss eine maximale Menge an Fleisch so schnell und günstig wie möglich produziert werden. Billige Fleischpreise sorgen wiederum dafür, dass noch mehr Menschen mehr Fleisch kaufen – ein Teufelskreis.

Bei Fleisch gilt deshalb: Weniger ist mehr – und wenn es doch mal ein Fleischgericht sein soll, lieber Bio-Fleisch kaufen. Billigfleisch aus dem Supermarkt stammt immer aus Massentierhaltung, die für die Tiere in der Regel mit großen Qualen verbunden ist.

Edeka reagierte auf Facebook nicht auf die kritischen Kommentare der User. Wir finden: Den 111. Geburtstag hätte Edeka lieber anders feiern sollen.

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