Neuer Online-Rechner: Rechnet sich ein Elektroauto?

Elektroauto Online-Kostenrechner
Foto: CC0 Public Domain / pixabay.de

Lohnt es sich, ein Elektroauto anzuschaffen? Wie viel Geld spare ich langfristig? Zahle ich am Ende sogar mehr? Ein neuer Online-Rechner liefert die Antworten – und konkrete Zahlen. Mit dem Tool lassen sich die Kosten verschiedener Autos unkompliziert vergleichen.

Wer berechnen will, ob sich ein Elektroauto lohnt, muss viele Variablen einkalkulieren. Das geht ab sofort auch einfacher: Das „Öko-Institut“ hat einen neuen Online-Kostenrechner entwickelt, der einen Vergleich zwischen zwei Fahrzeugen erstellt.

Vergleichen kann man zwischen Benzin-, Diesel-, Hybrid- oder Elektroautos. Damit der Vergleich möglichst präzise wird, lassen sich Parameter wie die Größenklasse, die jährliche Fahrleistung oder auch die Verkehrsverhältnisse individuell einstellen.

Elektroauto: Ausgaben im Zeitverlauf

In die Berechnung fließen sowohl der Kaufpreis, als auch die laufenden Ausgaben ein. Das Online-Tool richtet sich dabei nach gängigen Werten. Als Ergebnis gibt der Online-Rechner einen Überblick über die Gesamtkosten.

In einem neuen Reiter zeigt er außerdem, wie sich die Kosten im Zeitverlauf entwickeln. Hier sieht man, dass die Ausgaben für ein Benzinauto mit der Zeit um einiges stärker ansteigen, als die für ein Elektroauto.

Vergleich der CO2-Bilanz

Das Tool vergleicht praktischerweise nicht nur die Kosten, sondern auch die CO2-Bilanz. Hier wird der Unterschied zwischen einem E-Auto und einem Benzin- oder Diesel-Fahrzeug besonders deutlich.

Hier geht es zum Online-Kostenrechner des Öko-Instituts.

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(4) Kommentare

  1. Bei diesem ganzen Hype um Elektroautos sollte nicht vergessen werden, dass es weitaus ökologischer ist einen alten Benziner oder Diesel möglichst lange zu reparieren und zu nutzen, da die Produktion von Elektro-Autos alles andere als ökologisch ist.

    Am besten möglichst auf ein Auto verzichten und wenn das nicht geht, Carsharing nutzen und wenn das nicht geht, alte Autos möglichst lange nutzen. Konsumverzicht ist immernoch der beste Umwelt- und Klimaschutz.

      • Ich auch nicht. Das sind ziemliche Drecks-Schleudern. Ist aber trotzdem ökologischer einen alten Diesel möglichst lange zu benutzen, als sich gleich ein neues Elektro-Auto zu kaufen, da die Produktion von Elektro-Autos sehr umweltschädlich ist (allgemein die Produktion von Autos).

        Genauso sieht es bspw. bei Waschmaschinen aus. Auch wenn alte Waschmaschinen eine schlechte Ökobilanz haben ist es sinnvoll, sie möglichst lange zu nutzen.

        Dennoch sollten natürlich früher oder später keine Diesel-Drecksschleudern mehr fahren und hoffentlich allgemein weniger Autos…

        Bleibt zu hoffen, dass die Elektro-Autos langlebig sind!

  2. Nein, ein neues Auto rechnet sich niemals, kenne meine Autokosten, ein Gebrauchtwagen ist die günstige Wahl. Hab den Kostenrechner von oeko.de gefüttert mit meinen Daten, bei Elektro die Voreinstellung für 200 km Reichweite genommen [34.000 Euro Anschaffungspreis], Ergebnis: falls wir unseren Diesel noch 10 Jahre weiter fahren:
    – 13.757 Euro Kosten für den Diesel [~500 Euro Restwert, als „Kaufwert“ habe ich aussergewöhnliche Reparaturen von 2000 Euro angesetzt]
    – 37.083 Euro Kosten für das Elektroauto, Restwert 7.600 Euro.

    Gespart demnach 24.000 Euro, abzgl. Restwertdifferenz. Die kann ich nehmen und in unsere Jahres-Ökobilanz betreff CO2 stecken.

    In 10 Jahren ist der CO2 Jahreswert (!) des Diesel gestiegen auf – CO2 Emissionsverlauf vorausberechnet:
    – 14,33 Tonnen Diesel versus
    – 4,831 Tonnen beim Elektroauto

    Differenz „nur“ 10 Tonnen. Ein Jahresabo über 10 t CO2 bei atmosfair kosten mich 230 Euro im Jahr, macht großzügig 10×10=2300 Euro über die 10 Jahre Diesel weiter fahren. Reduziert meine Ersparnis um 24.000-2300 auf 21.700 Euro, wiederum abzgl. Restwert. Es bleiben ~14.000 Euro oder 1.400 Euro pro Jahr. Bei einer exakten Rechnung für jedes Jahr schätze ich ~2000 Euro pro Einsparung.

    Wir fahren deutlich unter 10 Tkm pro Jahr und da rechnet sich kein Neuwagen, weder fiskalisch noch umwelt-emissionstechnisch. Ein Auto zu finanzieren ist schon teuer genug, ein Neuwagen ist deutlich teurer pro Jahr bzw. pro Monat. Und wie man sieht, ein Elektroauto ist mitnichten günstiger. Meine Diesel Kraftstoffkosten plus die KFZ-Steuer sind auf dem Niveau der Fixkosten des Elektroauto, v.a. wg. der hohen Versicherungsprämien.

    Bei Vielfahrern sieht die Rechnung anders aus. Verbrauchs- wie Kostenvorteile wachsen sich dann aus, wir zahlen vorrangig Fixkosten, sparen dafür umgerechnet auf´s Jahr noch an Ersatzteilen, anhand des Serviceheftes kann ich vorauskalkulieren was an größeren Reparaturen kommt, Versicherung ist sehr günstig geworden, KFZ Steuer erträglich, die Diesel Literpreise so günstig wie vor fast 10 Jahren. Würde die Bundesregierung sowohl KFZ Steuer erhöhen und die Diesel Steuerermäßigung kippen … kalkulieren muss man anhand realer Kosten. Und da schaut es trotz Kaufprämie für das Elektroauto schlecht aus mit der Amortisierung. Jeder im Besitz befindliche Verbrenner schlägt einen neuen Elektrowagen. Bei den heutigen Rahmenbedingungen. Anders formuliert: Wechselwütige zahlen drauf. Aber das war schon immer so, der Wertverlust bei Neuwagen ist enorm.

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