E-Bikes: Vorteile und Nachteile im Überblick

E-Bike an Solartanke
Foto Andreas Lemmer unter CC0 1.0

E-Bike und Elektrofahrrad? Ein Rad mit Elektromotor klingt für viele Zweiradfans fast wie eine Beleidigung. Trotzdem nimmt die Nachfrage nach E-Bikes weiter zu. Utopia die wichtigsten Vorteile und Nachteile motorisierten Zweiräder gegenüber.

E-Bike: Die Basics

Es gibt verschiedene Arten elektrisierter Drahtesel, die wir der Einfachheit halber E-Bikes nennen.

  • Beim Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt der elektrische Hilfsantrieb mit höchstens 250 Watt lediglich die Tretbewegung des Fahrers. Bei Geschwindigkeiten von mehr als 25 km/h schaltet sich der Zusatzantrieb des Elektrofahrrads ab. Ein Pedelec gilt rechtlich als Fahrrad, unterliegt keiner Helmpflicht und darf auf Radwegen gefahren werden.
  • Das echte E-Bike kann mit einem Gasgriffs auch ohne Treten bewegt werden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. Rechtlich gesehen gilt ein E-Bike als Leichtmofa und bedarf daher einer Betriebserlaubnis. Das E-Bike ist zudem versicherungspflichtig.
  • Die Mischform S-Pedelec darf eine Leistung von bis zu 500 Watt haben. Die Höchstgeschwindigkeit eines S-Pedelec liegt bei 45 km/h. Wie beim Pedelec darf der Motor nur bei gleichzeitigem Treten den Fahrer unterstützen. Ein S-Pedelec benötigt eine Betriebserlaubnis, ist versicherungspflichtig und der Fahrer muss zudem noch eine Fahrerlaubnis der Klasse M vorweisen.

Helmpflicht bei E-Bikes und Pedelec?

Eine Helmpflicht gibt es für Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes nicht.

Warum überhaupt Elektrofahrrad oder Pedelec?

60 Prozent der Autofahrten sind kürzer als 7,5 km. Ja, das könnte man leicht per Fahrrad zurücklegen. Doch vielen Menschen ist diese Strecke mit dem Rad zu weit – deshalb steigen sie ja ins Auto. Insbesondere bei solchen Kurzstrecken sind E-Bike und Pedelec eine gute und ökologisch sinnvolle Alternative. Ein Fahrrad mit einem E-Bike zu ersetzen ist hingegen ökologisch nicht sinnvoll.

E-Bike statt Auto?

Vorteile

  • Klimafreundlich: Der elektrische Motor ist beim Elektrofahrrad umweltfreundlich(er), er verursacht keine direkten Emissionen und ist zudem leise.
  • Mobil: Mit dem E-Bike kommen Sie schneller durch den Stadtverkehr und haben keine Parkplatzsorgen.
  • Gesund: Nicht zu vergessen ist, dass man auch mit E-Bikes noch gesunde Bewegung hat.
  • Günstig: Ein Elektrofahrrad ist viel günstiger als ein Auto: Das gilt für die Anschaffungskosten genauso wie für den Treibstoff (ein E-Motor ist energieeffizienter) wie auch für Instandhaltungskosten.

Nachteile

  • Platzarm: Der Stauraum des E-Bikes ist kleiner, das kann insbesondere bei Einkäufen von Nachteil sein.Es gibt auch keinen Platz für Mitfahrer – ein Kindersitz kann aber befestigt werden.
  • Weniger sicher: Im Fall eines Unfalls sind Sie auf dem E-Bike schlechter geschützt.
  • Wetterabhängig: Auf einem Pedelec sind Sie dem (schlechten) Wetter ausgesetzt

E-Bike statt Fahrrad

Vorteil E-Bikes

  • Unanstrengend: Der größte Vorteil liegt auf der Hand: E-Bike fahren ist weniger anstrengend. Auch ohne viel Muskelkraft kann man ordentlich Gas geben. Das bedeutet auch: jede Menge Fahrspaß!
  • Motovierend: Das Elektrofahrad gibt Ihnen die Sicherheit, Distanzen oder Steigungen zu überwinden, die für Sie mit dem normalen Fahrrad eine (zu) große Herausforderung sind.
  • Variabel: Sie bestimmen den Zeitpunkt, wann Sie schwitzen wollen. Auf dem Weg zur Arbeit, können Sie beispielsweise mit elektrischer Unterstützung fahren, auf dem Heimweg ohne.
  • Bewegungsfördernd: Ein E-Bike hält in vielen Fällen noch fitter als ein Fahrrad. Ja richtig gehört, denn: Elektrofahrrad Besitzer fahren in der Regel 3x mehr Rad als normale Fahrradbesitzer. Das heißt, auch wenn der Motor dem Fahrer viel Arbeit abnimmt, erhält der Fahrer durch die regelmäßige Verwendung des Fahrrads deutlich mehr an Bewegung..

Nachteil E-Bikes

  • Energiezufuhr: Das Fahrrad braucht überhaupt keinen Strom, es ist damit noch umweltfreundlicher als E-Bikes und Pedelecs.
  • Kostenintensiv: Die Anschaffungskosten für ein Elektrofahrrad sind höher als die für ein Fahrrad. Eine Lösung kann sein: das E-Bike gebraucht kaufen.
  • Aufwendig: Die Batterie des E-Bikes muss geladen werden. Das bedeutet Aufwand und Energiekosten.
  • Schwer: Das E-Bike wiegt mehr. Das bedeutet auch: Wenn die Batterie leer gefahren ist, ist das Elektrofahrrad schwerer zu treten.

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E-Bikes nur was für Warmduscher?

Für den Abenteuer suchenden Mountainbiker oder den sportlichen Rennradfahrer wird das Elektrofahrrad wohl keine Option sein, obwohl es auch hier schon Modelle. Aber deshalb ist ein Pedelec noch lange nicht das Parade-Fahrzeug für „Warmduscher“. Gerade für Kurzstrecken, wie zum Beispiel den Arbeitsweg durch die Stadt – kann es als umweltfreundliche, kostengünstige Alternative zum Auto überzeugen. Vielleicht ist ein E-Bike doch genau das Richtige für Sie?

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