Erneuerbare Energien mal anders: China eröffnet Panda-Solaranlage

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Photovoltaikanlagen sind klobig und unansehnlich? Nicht in China. Dort steht seit kurzem die weltweit erste Panda-Solaranlage: Inmitten der Photovoltaik-Module winken zwei niedliche Pandas. Die Anlage soll nicht nur Kinder von erneuerbaren Energien begeistern.

Ende Juni ist die Panda-Solaranlage in der Stadt Datong im Nordosten Chinas offiziell ans Netz gegangen. Betreiber des ungewöhnlichen Solarparks ist die Firma „Panda Green Energy“, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert ist.

Die Pandas sind dabei keine kleine Spielerei der Firma – die Anlage ist riesig. Sie erstreckt sich über eine Fläche von etwa 100 Hektar (248 Acres) und hat insgesamt eine Kapazität von 100 Megawatt. Ende Juni wurden die ersten 50 MW ans Netz angeschlossen. Nach einer Testphase sollen die restlichen 50 MW folgen.

Erneuerbare Energien mit Pandas

Die Solaranlage besteht aus monokristallinen Solarzellen. Aber auch die hellen Linien, die die Umrisse und Gesichtszüge des Pandabären zeichnen, produzieren Strom. Hier hat Panda Green Energy weiße Dünnschicht-Photovoltaik-Module eingesetzt.

Wenn der Panda-Solarpark seine volle Kapazität erreicht hat, könne er in 25 Jahren 3,2 Milliarden Kilowattstunden grüner Elektrizität erzeugen, schreibt Panda Green Energy. Das entspreche 1.056 Tonnen Kohle und würde 2,74 Millionen Tonnen CO2-Emissionen sparen.

Tier-Solaranlagen auch in anderen Ländern

Die Panda-Anlage in Datong soll nicht alleine bleiben. Innerhalb der nächsten fünf Jahre will Panda Green Energy weitere Tier-Solarparks China und anderen Ländern bauen und so den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.

Panda Solarpark Panda Green Energy Entwurf
Ein Entwurf des Panda-Solarparks (Foto: © China Merchants New Energy)

Außerhalb von China könnten die Anlagen statt Pandas andere jeweils einheimische Tiere bekommen. Konkret gebe es schon Pläne für die Philippinen und Fiji, berichtet die Internetausgabe der britischen Zeitung „The Telegraph“.

Pandas sollen Jugendliche an erneuerbare Energien heranführen

Die Idee einen Panda-Solarpark zu entwickeln, stammt ursprünglich von einem chinesischen Teenager. Der Pandabär ist das offizielle Nationaltier von China und zugleich ein Symbol für Freundschaft, Frieden und Glück.

Die Pandas in der Photovoltaikanlage sollen vor allem Kinder und Jugendliche von erneuerbaren Energien begeistern. Panda Green Energy hat vor, Jugendliche zu Sommercamps direkt vor Ort einzuladen. Dort sollen sie mehr über Ökostrom und erneuerbare Energien lernen.

China will Infrastruktur und erneuerbare Energien ausbauen

Der Panda-Solarpark ist Teil des chinesischen Projektes „Ein Band, Eine Straße“ (Belt and Road Initiative). Bei dem Projekt geht es darum, die Infrastruktur zwischen Europa, Afrika, Asien und China aufzubauen. Unterstützt wird Green Panda Energy dabei unter anderem von dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) .

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(1) Kommentar

  1. Wie wird die Energie gespeichert? Pumpspeicherkraftwerke? Welchen Wirkungsgrad haben diese? Andere Speicherformen? Ist der Effizienverlust herkömmlicher Kraftwerke berücksichtigt worden, der dadurch eintritt, dass diese, sofern der Solarstrom Einspeisepriorisierung hat (siehe Deutschland), entsprechend dem Sonnenstand und dem Wetter herunter- und heraufgeregelt werden müssen? Bezahlen die chinesischen Verbraucher die Mehrkosten (wie in Deutschland)? Oder wer bezahlt sie ansonsten? Etwa auch deutsche Bürger indirekt durch ihre UN-Beiträge? Welche Auslastung der Anlage in Prozent der installierten Leistung ist zu erwarten? Wie kann die Ökobilanz der riesigen Anlage im Verhältnis zur gewonnen Energie über die prognostizierte Lebensdauer eingeschätzt werden?

    Leider ergeben die verlinkten Presse- und Werbeartikel auf diese Fragen genauso wenig Antwort wie der Artikel hier selbst.

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