Ikea-Kinderzimmer im Test: Wie giftig sind die Ausdünstungen?

Foto: ÖKO-TEST

Viele, viele Kinderzimmer sind mit Ikea-Möbeln eingerichtet. Doch wie gefährlich sind eigentlich die Ausdünstungen der günstigen Möbel? Öko-Test hat das jetzt untersucht und dazu ein eigenes Test-Zimmer gebaut.

Ikea ist mit Abstand der größte Möbelhändler der Welt. Sage und schreibe ein Prozent der weltweiten Holzproduktion geht an Ikea. Auch hierzulande hat das blau-gelbe Möbelhaus etliche Fans. Nicht zuletzt, weil die multifunktionalen Möbel günstig und originell sind.

Eltern finden für die Ausstattung des Baby- und Kinderzimmers bei Ikea ein breites Angebot. Aber sind die Möbel unbedenklich für die Gesundheit der kleinen Bewohner? Sind die Ausdünstungen der preiswerten Möbel gefährlich?

Um diese Frage zu klären, hat Öko-Test ein komplettes Ikea-Kinderzimmer mit Hochbett, Schreibtisch, Schrank, Hocker, Teppich und einer extra Matratze zum Toben und Chillen in die Prüfkammer geschickt und die Ausdünstungen der neuen Möbel gemessen.

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Ikea-Kinderzimmer hat den Test (fast) bestanden

Das Ergebnis der Tester: „Wir können die Eltern weitgehend beruhigen: Die Einrichtungsgegenstände des Kinderzimmers dünsten insgesamt relativ wenig aus.“ Die Raumluftbelastung bekam in Summe die Note „gut“.

Einen Kritikpunkt gibt es allerdings trotzdem: Anfangs waren auch „einige problematische Verbindungen unter den gemessenen Stoffen“.

Problematische Ausdünstungen von Möbeln

Kritisch bei neuen Möbeln sind flüchtige organische Verbindungen (VOC), die von den neuen Möbeln in die Raumluft abgegeben werden. Zu den VOC gehören beispielsweise Lösungsmittel von Klebern und Beschichtungen. Manche der flüchtigen organischen Verbindungen fallen dem Kunden gleich auf, weil sie unangenehm riechen. Andere wiederum sind geruchlos.

Die Raumluft wurde auch auf CRM2-Stoffe untersucht. Das sind Verbindungen, die vermutlich Krebs oder genetische Defekte erzeugen können. Sie stehen auch im Verdacht, das ungeborene Kind zu schädigen.

Bei der Bewertung hat sich Öko-Test an den bundesweiten Richtwerten und an den Grenzwerten von Gütesiegeln orientiert.

ÖKO-TEST hat ein nigelnagelneues Ikea-Kinderzimmer auf Ausdünstungen untersucht
ÖKO-TEST hat ein nigelnagelneues Ikea-Kinderzimmer auf Ausdünstungen untersucht (Foto: ÖKO-TEST)

So wurde getestet: Die erste Messung der Schadstoffe in der Raumluft fand nach drei Tagen statt, die zweite nach sieben Tagen. Während des siebentägigen Test-Zeitraums wurde gut gelüftet. Mehr dazu auf im Öko-Test-Artikel „Ikea Kinderzimmer im Test„.

Welche Möbel von Öko-Test im Einzelnen getestet wurden und wie das genaue Testergebnis aussieht, erfährst du hier:

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Öko-Test-Tipp:

  • Das neu eingerichtete Kinderzimmer erstmal einige Tage lüften, bevor Babys und Kinder in dem Zimmer spielen und schlafen. Dabei auch Türen und Schubladen öffnen.

Utopia empfiehlt: Die Wohnung neu einzurichten, macht Spaß. Dazu müssen die Möbel aber nicht nigelnagelneu sein. Gebrauchte Möbel in gutem Zustand sind oft für wenig Geld zu haben. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt, denn so werden keine neuen Ressourcen benötigt. Über giftige Ausdünstungen musst du dir bei Second-Hand-Möbeln ebenfalls keine Gedanken mehr machen.

Tipp fürs Einrichten des Kinderzimmers: Öko-Test hat kürzlich Kindermatratzen getestet. Viele der Modelle weisen Mängel auf. Das sind die besten Matratzen fürs Kinderbett.

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