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Öko-Test & Stiftung Warentest: Die besten Kinder- und Babymatratzen

Kindermatratze
CC0 / Pixabay / ddimitrova

Je nach Alter schlafen Babys und Kinder zwischen 10 und 17 Stunden täglich. Ganz klar: Da ist es wichtig, eine gute, nicht zu weiche und natürlich schadstofffreie Matratze zu haben! Aber: Welche Babymatratze oder Kindermatratze ist die richtige? Der aktuelle Test von Öko-Test aus dem Jahr 2022 zeigt: Immer noch schlampen Hersteller auf Kosten der Sicherheit.

Stiftung Warentest und Öko-Test haben in den vergangenen Jahren regelmäßig Schlafunterlagen für Kinder getestet. Der aktuellste Test stammt von Öko-Test und wurde erstmalig im Juli 2022 veröffentlicht. Nun ist er – mit aktualisierten Testergebnissen – auch im Jahrbuch für 2023 des Verbrauchermagazins abrufbar. Diese Ergebnisse haben wir auch hier im Artikel berücksichtigt.

Etliche Markenprodukte waren bei Öko-Test durch die Praxisprüfung gefallen. Von sechs „ungenügenden“ Babymatratzen bzw. Kindermatratzen rieten die Tester:innen komplett ab – drei davon bergen sogar Erstickungsrisiken.

Hier findest du alle Ergebnisse und erfährst, welche Matratzen in den aktuellsten Tests „sehr gut“ waren.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2022

Die aktuellsten Testergebnisse zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammen aus dem Öko-Test Jahrbuch für 2023. Öko-Test hat 15 Kindermatratzen getestet: die meisten aus Schaumstoff, fünf haben einen Kern aus Latex oder latexiertem Kokos. Die Matratzen der verschiedenen Hersteller im Test kosten zwischen rund 80 und 240 Euro.

Die Produkte im Test wurden nicht nur auf Sicherheit und Verarbeitungsqualität geprüft, sondern auch auf Schadstoffe wie giftiges Antimon und halogenorganische Verbindungen. Die Bezüge wurden auf optische Aufheller und auf PVC/PVDC/chlorierende Verbindungen getestet.

Der Kopf des Babys soll nicht zu tief in die Matratze einsinken.
Der Kopf des Babys sollte nicht zu tief in die Matratze einsinken. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / amyelizabethquinn)

Zwei Kindermatratzen erhielten im Jahrbuch für 2023 die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test. Zwei Modelle waren „gut“ und drei „befriedigend„. Um diese Matratzen handelt es sich:

  • Paradies Baby- und Kindermatratze Antonia, ca. 120 Euro, erhältlich bei Otto oder Baur. Testergebnis: „sehr gut“
  • Ravensberger Baby- und Kindermatratze Mini, ca. 170 Euro, erhältlich bei Ravensberger, Otto oder Amazon.
    Testergebnis: „sehr gut“
  • Kindermatratze Jonas von der Firma Jysk (Sun Garden), ca. 115 Euro, erhältlich beim Hersteller.
    Testergebnis: „gut“
  • Träumeland Babymatratze Comfort Milchstrasse, ca. 110 Euro, erhältlich bei Babymarkt, Babywalz oder Amazon.
    Test-Ergebnis: „gut“
  • B.O. Traum Zeit Matratze Anna von BabyOne (Träumeland), ca. 150 Euro, erhältlich beim Hersteller.
    Testergebnis: „befriedigend“
  • Grüne Erde Sternenwölkchen Baby- und Kleinkindermatratze, aus Kokos- und Naturlatex, ca. 210 Euro, erhältlich beim Hersteller.
    Testergebnis: „befriedigend“
  • Skönast Schaummatratze Babybett von Ikea, ca. 80 Euro, erhältlich direkt bei Ikea.
    Testergebnis: „befriedigend“

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Kindermatratzen bei Stiftung Warentest 2021

Die aktuellsten Testergebnisse von Stiftung Warentest zu Babymatratzen bzw. Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammen aus dem test-Magazin 10/2021. Stiftung Warentest testete letztes Jahr 14 Kindermatratzen: zehn aus Schaumstoff, drei aus Kokos und eine aus Kunststoffvlies. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosten zwischen 90 und 190 Euro.

Im Unterschied zum Test von 2018 wurden die Produkte dabei nicht nur auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort und Sicherheit geprüft, sondern auch verstärkt Gesundheits- und Umweltaspekte untersucht sowie die Luftdurchlässigkeit der Kindermatratzen. Seit dem Test 2018 hätten viele Anbieter nachgebessert: Jetzt seien alle Modelle so hart, dass ein Ersticken durch Einsinken fast nicht mehr möglich sei, schreibt Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Das sind die Test-Sieger

Test-Sieger der Stiftung Warentest wurden 2021 diese Kinder- und Babymatratzen:

  • Paradies Mariella Hygienica war Siegerin im Test (Note 2,1). Kaufen für ca. 140 Euro u.a. bei Babymarkt, Amazon oder eBay.
  • Kaum schlechter war die Matratze Pinolino Luna Cloud mit der Note 2,2. Kaufen für ca. 125 Euro bei myToys, Amazon oder Babymarkt.
  • Es folgt mit der Note 2,3 die Matratze Ikea Himlavalv. Kaufen für ca. 150 Euro direkt bei Ikea.
  • Preis-Leistungssieger im Test (Note 2,4): Dänisches Bettenlager (inzwischen: Jysk) Jonas. Kaufen für ca. 100 Euro beim Hersteller.

Wenn du auch auf der Suche nach gesunden Matratzen für Erwachsene bist, lies hier weiter:

Baby-/Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2020

Auch vor zwei Jahren hat Öko-Test bereits Kinder- und Babymatratzen untersuchen lassen. Viele Produkte sind noch auf dem Markt. Die folgenden sieben Kindermatratzen erhielten 2020 die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test:

Sicherheit bei Kinder- und Babymatratzen

Kindermatratzen werden immer wieder mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Babys in Verbindung gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich ganz genau informieren, welche Matratzen wirklich sicher sind.

Zu weiche Matratzen sowie Kissen und Kuschelnester im Bett gelten als Risikofaktor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Europäische Norm DIN EN 16890 (seit 2017): Kinder sollen sich nicht im Bett einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken können.

Sicherheitsmängel bei Babymatratzen

Matratzen für Babys dürfen nicht zu weich sein, damit vor allem Säuglinge nicht mit Mund und Nase einsinken können. Im Test von Öko-Test zeigte sich: Drei Produkte waren auf jeweils einer Seite zu weich. Alle anderen Matratzen im Test erwiesen sich als hart genug.

Im Praxistest von Öko-Test und Stiftung Warentest zeigte sich zudem: Einige der Matratzen-Bezüge hatten gefährliche verschluckbare Kleinteile wie Griffplatten am Reißverschluss.

Ein paar der Matratzen im Test waren zu groß oder zu klein für die gängigen Maße der Kinderbetten. Das ist wichtig, denn Kinder könnten sich sonst im Spalt beim Spielen und Hüpfen im Bett zwischen Bett und Matratze einklemmen.

Kleine Kinder brauchen viel Schlaf
Kleine Kinder brauchen viel Schlaf – das freut auch frischgebackene Eltern. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Eine besonders clevere Idee hatten die Designer von Ikea: Der Bezug hat keinen richtigen Griff am Reißverschluss. Öffnen lässt sich der Verschluss nur mit einer Büroklammer. So können Kleinkinder nicht an die Matratzenfüllung kommen und diese versehentlich verschlucken.

Welches Material eignet sich für Kindermatratzen?

Baby- und Kindermatratzen gibt es aus unterschiedlichem Material: Polyurethanschaum, Naturlatex, Latexkokos, Kaltschaum und Schaumstoff. Das Material alleine sagt nichts über die Qualität der Matratze aus. Lediglich bei günstigem Schaumstoff ist Vorsicht geboten.

Tipps für den Kauf einer Kindermatratze

  • Die Matratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze kann das Kind leicht versinken. In bestimmten Schlafpositionen besteht dann die Gefahr einer lebensgefährlichen CO2-Rückatmung. „Vom Liegekomfort her zu hart wird es den Kleinen auf einer festen Matratze kaum“, erklären die Tester:innen von Öko-Test: „Weil sie weniger wiegen und die Wirbelsäule noch gerader ist als bei Erwachsenen, brauchen Kinder weniger Abstützung durch nachgebende Materialien auf der Liegefläche.“
  • Die Matratze sollte gut in das Kinderbett passen: Zwischen Matratzenrand und Bettrahmen sollten nicht mehr als zwei Fingerbreit Platz sein.
  • Antimikrobielle Matratzen sind unnötig und können sogar schädlich sein, da sie keimtötende Stoffe enthalten. Bezeichnungen wie „Medicott Silver“ oder Medicott Silverguard“ geben Hinweis auf eine antimikrobielle Ausrüstung.
  • Die Matratze sollte einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.
  • Logos wie „Der Blaue Engel“ und „Oeko-Tex Standard 100“ zeigen, dass unabhängige Kontrollinstitute die Kindermatratzen auf Schadstoffe hin kontrolliert haben.
  • Für die Wahl der richtigen Größe der Kindermatratze: dein Kind sollte am Kopf- und Fußende jeweils mindestens zehn Zentimeter Platz haben. Mit dem Eintritt ins Schulalter kannst du auf eine Erwachsenen-Matratze (ohne Liegezonen / für Personen mit niedrigem Gewicht) umsteigen. 

Wichtig zu wissen: Eltern, die nachhaltig denken, greifen gerne auf gebrauchte Baby- und Kinderausstattung zurück. Bei Babymatratzen ist das allerdings keine gute Idee! Gebrauchte Kindermatratzen können unter Umständen von Pilzsporen und Keimen besiedelt sein.

Lies hierzu auch unseren Beitrag zum nachhaltigen Schlafen:

So schläft dein Baby sicher!

  1. Babys sollten grundsätzlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.
  2. Kissen und Tücher haben im Babybett nichts verloren. Dein Kind könnte darunter ersticken.
  3. Neue Matratzen sollten erst einige Tage an der frischen Luft ausgelüftet werden, bevor du sie ins Babybettchen legst.
  4. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, sollte 16 bis 18 Grad warm sein.
  5. Am sichersten schlafen Babys im Elternzimmer in ihrem eigenen Bettchen oder einem ans Elternbett angebauten Babynest.
  6. Für Babys sind Schlafsäcke optimal.
  7. Schnuller scheinen die Gefahr des Plötzlichen Kindstods deutlich zu verringern. Babys, die regelmäßig mit Schnuller einschlafen, haben laut Studien ein niedrigeres Risiko.

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