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Stiftung Warentest & Öko-Test: Welche Kindermatratze ist die beste?

Kindermatratze
CC0 / Pixabay / ddimitrova

Je nach Alter schlafen Babys und Kinder zwischen 10 und 17 Stunden täglich. Ganz klar: Da ist es wichtig, eine gute, nicht zu weiche und natürlich schadstofffreie Matratze zu haben! Aber: Welche Kindermatratze ist die richtige?

Stiftung Warentest und Öko-Test haben in den vergangenen Jahren regelmäßig Schlafunterlagen für Kinder getestet. Hier findest du alle Ergebnisse und erfährst, welche Matratzen „sehr gut“ sind.

Kindermatratzen: Test-Sieger von Stiftung Warentest 2021

Die aktuellsten Testergebnisse zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammen aus dem test-Magazin 10/2021. Stiftung Warentest testete 14 Kindermatratzen: zehn aus Schaumstoff, drei aus Kokos und eine aus Kunststoffvlies. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosten zwischen 90 und 190 Euro.

Im Unterschied zum Test von 2018 wurden die Produkte nicht nur auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort und Sicherheit geprüft. Jetzt wurden auch verstärkt Gesundheits- und Umweltaspekte untersucht sowie die Luftdurchlässigkeit der Kindermatratzen. Seit dem Test 2018 haben viele Anbieter nachgebessert: Jetzt sind alle Modelle so hart, dass ein Ersticken durch Einsinken fast nicht mehr möglich ist.

Der Kopf des Babys soll nicht zu tief in die Matratze einsinken.
Der Kopf des Babys soll nicht zu tief in die Matratze einsinken. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / amyelizabethquinn)

Test-Sieger der Stiftung Warentest wurden 2021 diese Kindermatratzen**:

  • Die Matratze Paradies Mariella Hygienica war Siegerin im Test (Note 2,1). Sie kostet ca. 160 Euro bei Babyshop.
  • Kaum schlechter ist die Matratze Pinolino Luna Cloud mit der Note 2,2. Die Matratze ist für ca. 175 Euro bei myToys erhältlich.
  • Es folgt mit der Note 2,3 die Matratze Ikea Himlavalv. Sie ist für ca. 140 Euro direkt bei Ikea erhältlich.
  • Preis-Leistungssieger im Test (Note 2,4): Dänisches Bettenlager Jonas. Die Schaumstoffmatratze ist direkt beim Anbieter erhältlich und kostet ca. 100 Euro.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2020

Die aktuellsten Testergebnisse von Öko-Test zu Kindermatratzen stammen aus dem Öko-Test Jahrbuch für 2021, das im Oktober 2020 erschien. Der Test wurde zuvor u.a. schon im Öko-Test „Spezial Kinder und Familie“ (April 2020) und Öko-Test Magazin September 2020 veröffentlicht, wobei die September-Ausgabe im Vergleich zur April-Ausgabe etwas aktualisierte Ergebnisse aufwies. Die Testsieger zwischen der Veröffentlichung im September und im Oktober 2020 blieben gleich. Sie finden Sie im Folgenden.

Das Test-Ergebnis: Von zehn geprüften Kindermatratzen im Oktober 2020 waren nur noch zwei „befriedigend“ oder schlechter – eine deutlich bessere Bilanz als bei vorherigen Babymatratzen-Tests von Öko-Test. Keine Matratze im Test war beispielsweise mehr so weich, dass Babys drohten, darin zu ersticken.

Die sieben folgenden Kindermatratzen** erhielten 2020 sogar die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test (Reihenfolge alphabetisch):

Hier kannst du alle Testergebnisse zu Babymatratzen aus dem „Öko-Test Jahrbuch 2021“ im Detail nachlesen:

Öko-Test Kindermatratzen als E-Paper kaufen

Wenn du auch auf der Suche nach gesunden Matratzen für Erwachsene bist, lies hier weiter:

Kindermatratzen im Test

Kindermatratzen werden immer wieder mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Babys in Verbindung gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich ganz genau informieren, welchen Matratzen wirklich sicher sind.

Zu weiche Matratzen sowie Kissen und Kuschelnester im Bett gelten als Risikofaktor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Europäische Norm DIN EN 16890 (seit 2017): Kinder sollen sich nicht im Bett einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken können.

Kindermatratzen: Gefährliche Werbeversprechen

Matratzenhersteller werben mitunter mit dem Versprechen, dass die Wahrscheinlichkeit einer CO2-Rückatmung oder einer Sauerstoffmangelversorgung bei Kindern, die in Bauchlage schlafen, bei diesem Produkt reduziert sei. Die integrierten senkrechten und waagerechten Luftkanäle im Inneren der Matratze sollen dafür sorgen, dass Babys im Schlaf besser mit Sauerstoff versorgt sind.

Die Hersteller konnten auf Nachfrage von Öko-Test jedoch weder 2018 noch 2019 einen Beweis für die angepriesene Wirkung liefern. Für Öko-Test fällt dieses Versprechen unter den Begriff fragwürdige Werbung, die Produkte wurden deutlich abgewertet.

Für dich wichtig zu wissen: Eltern sollten sich hier keinesfalls in Sicherheit wiegen. Die Werbeversprechen sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Egal welche Matratze: Säuglinge und Babys sollten generell nicht in Bauchlage schlafen!

Sicherheitsmängel bei Kinder-Matratzen

Im Praxistest von Stiftung Warentest zeigte sich 2021: Einige der Matratzen-Bezüge hatten verschluckbare Kleinteile wie Griffplatten am Reißverschluss.

Ein paar der Matratzen waren zu groß oder zu klein für die gängigen Maße der Kinderbetten. Das ist wichtig, denn Kinder könnten sich sonst im Spalt beim Spielen und Hüpfen im Bett zwischen Bett und Matratze einklemmen.

Kleine Kinder brauchen viel Schlaf
Kleine Kinder brauchen viel Schlaf – das freut auch frischgebackene Eltern. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Eine besonders clevere Idee hatten die Designer von Ikea: Der Bezug hat keinen richtigen Griff am Reißverschluss. Öffnen lässt sich der Verschluss nur mit einer Büroklammer. So können Kleinkinder nicht an die Matratzenfüllung kommen und diese versehentlich verschlucken.

Welches Material eignet sich für Kindermatratzen?

Baby- und Kindermatratzen gibt es aus unterschiedlichem Material: Polyurethanschaum, Naturlatex, Latexkokos, Kaltschaum und Schaumstoff. Das Material alleine sagt nichts über die Qualität der Matratze aus. Lediglich bei günstigem Schaumstoff ist Vorsicht geboten.

Tipps für den Kauf einer Kindermatratze

  • Die Matratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze kann das Kind leicht versinken. In bestimmten Schlafpositionen besteht dann die Gefahr einer lebensgefährlichen CO2-Rückatmung.
  • Die Matratze sollte gut in das Kinderbett passen. Zwischen Matratzenrand und Bettrahmen sollten nicht mehr als zwei Fingerbreit Platz sein.
  • Antimikrobielle Matratzen sind unnötig und können sogar schädlich sein, da sie keimtötende Stoffe enthalten. Bezeichnungen wie „Medicott Silver“ oder Medicott Silverguard“ geben Hinweis auf eine antimikrobielle Ausrüstung.
  • Die Matratze sollte einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.
  • Logos wie „Der Blaue Engel“ und „Oeko-Tex Standard 100“ zeigen, dass unabhängige Kontrollinstitute die Kindermatratzen auf Schadstoffe hin kontrolliert haben.
  • Für die Wahl der richtigen Größe der Kindermatratze: dein Kind sollte am Kopf- und Fußende jeweils mindestens zehn Zentimeter Platz haben. Mit dem Eintritt ins Schulalter kannst du auf eine Erwachsenen-Matratze (ohne Liegezonen / für Personen mit niedrigem Gewicht) umsteigen.

Wichtig zu wissen: Eltern, die nachhaltig denken, greifen gerne auf gebrauchte Baby- und Kinderausstattung zurück. Bei Babymatratzen ist das allerdings keine gute Idee! Gebrauchte Kindermatratzen können unter Umständen von Pilzsporen und Keimen besiedelt sein.

Lies hierzu auch unseren Beitrag zum nachhaltigen Schlafen:

So schläft dein Baby sicher!

  1. Babys sollten grundsätzlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.
  2. Kissen und Tücher haben im Babybett nichts verloren. Dein Kind könnte darunter ersticken.
  3. Neue Matratzen sollten erst einige Tage an der frischen Luft ausgelüftet werden, bevor du sie ins Babybettchen legst.
  4. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, sollte 16 bis 18 Grad warm sein.
  5. Am sichersten schlafen Babys im Elternzimmer in ihrem eigenen Bettchen oder einem ans Elternbett angebauten Babynest.
  6. Für Babys sind Schlafsäcke optimal.
  7. Schnuller scheinen die Gefahr des Plötzlichen Kindstods deutlich zu verringern. Babys, die regelmäßig mit Schnuller einschlafen, haben laut Studien ein niedrigeres Risiko.

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