Öko-Test & Stiftung Warentest: Welche Kindermatratze ist die beste?

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Je nach Alter schlafen Babys und Kinder zwischen 10 und 17 Stunden täglich. Ganz klar: Da ist es wichtig, eine gute, nicht zu weiche und natürlich schadstofffreie Matratze zu haben! Aber: Welche Kindermatratze ist die richtige?

Öko-Test und Stiftung Warentest haben 2018 und 2019 Schlafunterlagen für Kinder getestet. Hier findest du alle Ergebnisse und erfährst, welche Matratzen „sehr gut“ sind.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2019

Der aktuellste Test zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammt aus Ausgabe 09/2019 von Öko-Test.

Leider war das Ergebnis 2019 ernüchternd: Von 14 geprüften Kindermatratzen fielen fünf mit „ungenügend“ durch. Vier davon stellten sich als so weich heraus, dass Babys Erstickungsgefahr droht. An anderen Matratzen fanden die Öko-Tester lose Kleinteile, die von Kindern verschluckt werden können. Insgesamt erhielten nur vier der 14 Matratzen „grünes“ Licht.

Diese Kindermatratzen erhielten 2019 die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test:

Diese Matratze wurde 2019 von Öko-Test noch mit „gut“ bewertet.

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Kindermatratzen: Test-Sieger von Stiftung Warentest 2018

Ende 2018 testete auch Stiftung Warentest 14 Matratzen für Babys und Kinder, ebenfalls in der Größe 70 x 140 cm. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosteten zwischen 70 und 180 Euro. Geprüft wurden die Produkte auf Schad­stoffe, Halt­barkeit, Komfort und Sicherheit. Jede zweite Matratze stellte sich dabei als mangelhaft heraus.

Mit einen sogenannten Kugeltest simulierte die Stiftung außerdem, was geschehen kann, wenn sich Kinder im Schlaf auf den Bauch drehen. Dabei darf der Kopf des Kindes nicht zu tief einsinken, da sonst Erstickungsgefahr droht.

Test-Sieger der Stiftung Warentest wurden 2018 diese Kindermatratzen:

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2018

Im „Jahrbuch Kinder und Familie“ nahm Öko-Test auch schon 2018 mehrere Kindermatzratzen unter die Lupe. 15 Produkte auf Schadstoffe getestet und einem Praxistest unterzogen. Zwei Kindermatratzen erhielten dabei die Note „sehr gut“, drei die Note „gut“.

Diese zwei Kindermatratzen waren 2018 Test-Sieger und erhielten „sehr gut“ von Öko-Test:

Die drei Matratzen, die mit einem „gut“ aus dem Test hervorgingen, erhielten in Sachen Schadstofffreiheit die volle Punktzahl und wiesen lediglich im Praxistest leichte Mängel auf.

Hier die drei Matratzen, die 2018 das Testurteil „gut“ bekamen:

Wenn du auch auf der Suche nach gesunden Matratzen für Erwachsene bist, lies hier weiter:

Kindermatratzen im Test

Kindermatratzen werden immer wieder mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Babys in Verbindung gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich ganz genau informieren, welchen Matratzen wirklich sicher sind.

Zu weiche Matratzen sowie Kissen und Kuschelnester im Bett gelten als Risikofaktor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Europäische Norm DIN EN 16890 (seit 2017): Kinder sollen sich nicht im Bett einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken können.

Kindermatratzen: Gefährliche Werbeversprechen

Matratzenhersteller werben mitunter mit dem Versprechen, dass die Wahrscheinlichkeit einer CO2-Rückatmung oder einer Sauerstoffmangelversorgung bei Kindern, die in Bauchlage schlafen, bei diesem Produkt reduziert sei. Die integrierten senkrechten und waagerechten Luftkanäle im Inneren der Matratze sollen dafür sorgen, dass Babys im Schlaf besser mit Sauerstoff versorgt sind.

Die Hersteller konnten auf Nachfrage von Öko-Test jedoch weder 2018 noch 2019 einen Beweis für die angepriesene Wirkung liefern! Für Öko-Test fällt dieses Versprechen unter den Begriff fragwürdige Werbung, die Produkte wurden deutlich abgewertet.

Für dich wichtig zu wissen: Eltern sollten sich hier keinesfalls in Sicherheit wiegen. Die Werbeversprechen sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Egal welche Matratze: Säuglinge und Babys sollten generell nicht in Bauchlage schlafen!

Wenn du diese Tipps beachtest, schläft dein Baby sicher, und das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben, ist um ein Vielfaches geringer: So schläft dein Baby sicher!

Sicherheitsmängel bei Kinder-Matratzen

Im Praxistest von Öko-Test zeigte sich 2018 und 2019: Einige der Matratzen waren zu groß oder zu klein für die gängigen Maße der Kinderbetten. Das ist wichtig, denn Kinder könnten sich sonst im Spalt beim Spielen und Hüpfen im Bett zwischen Bett und Matratze einklemmen.

Ein paar der Matratzen hatten aufgeklebte Etiketten. Eine Gefahr für kleine Kinder! Werden diese abgeknibbelt, können sie Mund, Nase oder Ohren verkleben. Solltet ihr eine Matratze mit aufgeklebten Etiketten haben: Bitte unbedingt entfernen!

Eine besonders clevere Idee hatten die Designer von Ikea: Der Bezug hat keinen richtigen Griff am Reißverschluss. Öffnen lässt sich der Verschluss nur mit einer Büroklammer. So können Kleinkinder nicht an die Matratzenfüllung kommen und diese versehentlich verschlucken.

Kleine Kinder brauchen viel Schlaf
Kleine Kinder brauchen viel Schlaf. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Welches Material eignet sich für Kindermatratzen?

Baby- und Kindermatratzen gibt es aus unterschiedlichem Material: Polyurethanschaum, Naturlatex, Latexkokos, Kaltschaum und Schaumstoff. Das Material alleine sagt nichts über die Qualität der Matratze aus. Lediglich bei günstigem Schaumstoff ist Vorsicht geboten.

Tipps für den Kauf einer Kindermatratze

  • Die Matratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze kann das Kind leicht versinken. In bestimmten Schlafpositionen besteht dann die Gefahr einer lebensgefährlichen CO2-Rückatmung.
  • Die Matratze sollte gut in das Kinderbett passen. Zwischen Matratzenrand und Bettrahmen sollten nicht mehr als zwei Fingerbreit Platz sein.
  • Antimikrobielle Matratzen sind unnötig und können sogar schädlich sein, da sie keimtötende Stoffe enthalten. Bezeichnungen wie „Medicott Silver“ oder Medicott Silverguard“ geben Hinweis auf eine antimikrobielle Ausrüstung.
  • Die Matratze sollte einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.

Wichtig zu wissen: Eltern, die nachhaltig denken, greifen gerne auf gebrauchte Baby- und Kinderausstattung zurück. Bei Babymatratzen ist das allerdings keine gute Idee! Gebrauchte Kindermatratzen können unter Umständen von Pilzsporen und Keimen besiedelt sein.

Lies hierzu auch unseren Beitrag zum nachhaltigen Schlafen:

So schläft dein Baby sicher!

  1. Babys sollten grundsätzlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.
  2. Kissen und Tücher haben im Babybett nichts verloren. Dein Kind könnte darunter ersticken.
  3. Neue Matratzen sollten erst einige Tage an der frischen Luft ausgelüftet werden, bevor du sie ins Babybettchen legst.
  4. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, sollte 16 bis 18 Grad warm sein.
  5. Am sichersten schlafen Babys im Elternzimmer in ihrem eigenen Bettchen oder einem ans Elternbett angebauten Babynest.
  6. Für Babys sind Schlafsäcke optimal.
  7. Britische Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein Schnuller das Risiko des plötzlichen Kindstods um 90 Prozent senken kann.

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(2) Kommentare

  1. Macht bloß keine Werbung hier für ÖkoTest.
    Das ist so ein unseriöser Verein. Deren Test-Kriterien passen leider gar nicht zu Utopia-Lesern.