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Öko-Test & Stiftung Warentest: Welche Kindermatratzen sind die besten?

Kindermatratze
CC0 / Pixabay / ddimitrova

Je nach Alter schlafen Babys und Kinder zwischen 10 und 17 Stunden täglich. Ganz klar: Da ist es wichtig, eine gute, nicht zu weiche und natürlich schadstofffreie Matratze zu haben! Aber: Welche Kindermatratze ist die richtige? Der Test von Öko-Test zeigt: Immer noch schlampen die Hersteller auf Kosten der Sicherheit.

Stiftung Warentest und Öko-Test haben in den vergangenen Jahren regelmäßig Schlafunterlagen für Kinder getestet. Ganz aktuell ist der Kindermatratzen-Test von Öko-Test (07/2022). Etliche Markenprodukte sind durch die Praxisprüfung gefallen. Von sechs Kindermatratzen raten die Tester:innen komplett ab – sie bergen Erstickungsrisiken.

Hier findest du alle Ergebnisse und erfährst, welche Matratzen „sehr gut“ sind.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2022

Die aktuellsten Testergebnisse zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammen aus dem Öko-Test Magazin 07/2022. Ökotest hat 15 Kindermatratzen getestet: die meisten aus Schaumstoff, fünf haben einen Kern aus Latex oder latexiertem Kokos. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosten zwischen 80 und 240 Euro.

Die Produkte im Test wurden nicht nur auf Sicherheit und Verarbeitungsqualität geprüft, sondern auch auf Schadstoffe wie giftiges Antimon und halogenorganische Verbindungen. Die Bezügen wurden auf optische Aufheller und auf PVC/PVDC/chlorierende Verbindungen getestet.

Der Kopf des Babys soll nicht zu tief in die Matratze einsinken.
Der Kopf des Babys sollte nicht zu tief in die Matratze einsinken. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / amyelizabethquinn)

Nur eine Kindermatratze erhielt 2022 die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test. Sechs weitere waren „gut“ bzw. „befriedigend„. Um diese Matratzen handelt es sich:

  • Paradies Baby- und Kindermatratze Antonia aus PU-Komfortschaum, ca. 100 Euro, erhältlich bei Babymarkt oder Otto.
    Testergebnis: „sehr gut“
  • Kindermatratze Jonas von der Firma Jysk (Sun Garden), aus PU-Komfortschaum ca. 100 Euro, erhältlich direkt beim Hersteller.
    Testergebnis: „gut“
  • Ravensberger Baby- und Kindermatratze Mini, aus PU-Komfortschaum mit waschbarer PU-Komfortschaum-Einlage, ca. 160 Euro, erhältlich direkt bei Ravensberger, bei Otto oder Amazon.
    Testergebnis: „gut“
  • Träumeland Babymatratze Comfort Milchstrasse von Träumeland, aus PU-Kaltschaum, ca. 155 Euro, erhältlich bei Babymarkt, Babywalz oder Amazon.
    Test-Ergebnis: „gut“
  • B.O. Traum Zeit Matratze Anna von BabyOne (Träumeland), aus PU-Kalt-/Komfortschaum, ca. 150 Euro, erhältlich direkt beim Hersteller.
    Testergebnis: „befriedigend“
  • Grüne Erde Sternenwölkchen Baby- und Kleinkindermatratze, aus Kokos- und Naturlatex, ca. 240 Euro, erhältlich direkt beim Hersteller.
    Testergebnis: „befriedigend“
  • Skönast Schaummatratze Babybett von Ikea, aus PU-Kaltschaum, ca. 80 Euro, erhältlich bei Ikea.
    Testergebnis: „befriedigend“

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Kindermatratzen: Test-Sieger von Stiftung Warentest 2021

Die aktuellsten Testergebnisse von Stiftung Warentest zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammen aus dem test-Magazin 10/2021. Stiftung Warentest testete 14 Kindermatratzen: zehn aus Schaumstoff, drei aus Kokos und eine aus Kunststoffvlies. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosten zwischen 90 und 190 Euro.

Im Unterschied zum Test von 2018 wurden die Produkte nicht nur auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort und Sicherheit geprüft. Jetzt wurden auch verstärkt Gesundheits- und Umweltaspekte untersucht sowie die Luftdurchlässigkeit der Kindermatratzen. Seit dem Test 2018 haben viele Anbieter nachgebessert: Jetzt sind alle Modelle so hart, dass ein Ersticken durch Einsinken fast nicht mehr möglich ist.

Test-Sieger der Stiftung Warentest wurden 2021 diese Kindermatratzen:

  • Die Paradies Mariella Hygienica war Siegerin im Test (Note 2,1). 
    Kaufen: für ca. 160 Euro bei OttoAmazon oder eBay.
  • Kaum schlechter ist die Matratze Pinolino Luna Cloud mit der Note 2,2.
    Kaufen: für ca. 175 Euro bei myToys.
  • Es folgt mit der Note 2,3 die Matratze Ikea Himlavalv. Sie ist für ca. 140
    Kaufen: für ca. 140 Euro direkt bei Ikea.
  • Preis-Leistungssieger im Test (Note 2,4): Dänisches Bettenlager Jonas.
    Kaufen: für ca. 100 Euro direkt beim Hersteller.

Wenn du auch auf der Suche nach gesunden Matratzen für Erwachsene bist, lies hier weiter:

Kindermatratzen im Test

Kindermatratzen werden immer wieder mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Babys in Verbindung gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich ganz genau informieren, welche Matratzen wirklich sicher sind.

Zu weiche Matratzen sowie Kissen und Kuschelnester im Bett gelten als Risikofaktor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Europäische Norm DIN EN 16890 (seit 2017): Kinder sollen sich nicht im Bett einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken können.

Sicherheitsmängel bei Kinder-Matratzen

Matratzen für Babys dürfen nicht zu weich sein, damit vor allem Säuglinge nicht mit Mund und Nase einsinken können. Im Test von Öko-Test zeigte sich: Drei Produkte waren auf jeweils einer Seite zu weich. Alle anderen Matratzen im Test erwiesen sich als hart genug.

Im Praxistest von Öko-Test und Stiftung Warentest zeigte sich zudem: Einige der Matratzen-Bezüge hatten gefährliche verschluckbare Kleinteile wie Griffplatten am Reißverschluss.

Ein paar der Matratzen im Test waren zu groß oder zu klein für die gängigen Maße der Kinderbetten. Das ist wichtig, denn Kinder könnten sich sonst im Spalt beim Spielen und Hüpfen im Bett zwischen Bett und Matratze einklemmen.

Kleine Kinder brauchen viel Schlaf
Kleine Kinder brauchen viel Schlaf – das freut auch frischgebackene Eltern. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Eine besonders clevere Idee hatten die Designer von Ikea: Der Bezug hat keinen richtigen Griff am Reißverschluss. Öffnen lässt sich der Verschluss nur mit einer Büroklammer. So können Kleinkinder nicht an die Matratzenfüllung kommen und diese versehentlich verschlucken.

Welches Material eignet sich für Kindermatratzen?

Baby- und Kindermatratzen gibt es aus unterschiedlichem Material: Polyurethanschaum, Naturlatex, Latexkokos, Kaltschaum und Schaumstoff. Das Material alleine sagt nichts über die Qualität der Matratze aus. Lediglich bei günstigem Schaumstoff ist Vorsicht geboten.

Tipps für den Kauf einer Kindermatratze

  • Die Matratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze kann das Kind leicht versinken. In bestimmten Schlafpositionen besteht dann die Gefahr einer lebensgefährlichen CO2-Rückatmung. „Vom Liegekomfort her zu hart wird es den Kleinen auf einer festen Matratze kaum“, erklären die Tester:innen von Öko-Test: „Weil sie weniger wiegen und die Wirbelsäule noch gerader ist als bei Erwachsenen, brauchen Kinder weniger Abstützung durch nachgebende Materialien auf der Liegefläche.“
  • Die Matratze sollte gut in das Kinderbett passen: Zwischen Matratzenrand und Bettrahmen sollten nicht mehr als zwei Fingerbreit Platz sein.
  • Antimikrobielle Matratzen sind unnötig und können sogar schädlich sein, da sie keimtötende Stoffe enthalten. Bezeichnungen wie „Medicott Silver“ oder Medicott Silverguard“ geben Hinweis auf eine antimikrobielle Ausrüstung.
  • Die Matratze sollte einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.
  • Logos wie „Der Blaue Engel“ und „Oeko-Tex Standard 100“ zeigen, dass unabhängige Kontrollinstitute die Kindermatratzen auf Schadstoffe hin kontrolliert haben.
  • Für die Wahl der richtigen Größe der Kindermatratze: dein Kind sollte am Kopf- und Fußende jeweils mindestens zehn Zentimeter Platz haben. Mit dem Eintritt ins Schulalter kannst du auf eine Erwachsenen-Matratze (ohne Liegezonen / für Personen mit niedrigem Gewicht) umsteigen. 

Wichtig zu wissen: Eltern, die nachhaltig denken, greifen gerne auf gebrauchte Baby- und Kinderausstattung zurück. Bei Babymatratzen ist das allerdings keine gute Idee! Gebrauchte Kindermatratzen können unter Umständen von Pilzsporen und Keimen besiedelt sein.

Lies hierzu auch unseren Beitrag zum nachhaltigen Schlafen:

So schläft dein Baby sicher!

  1. Babys sollten grundsätzlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.
  2. Kissen und Tücher haben im Babybett nichts verloren. Dein Kind könnte darunter ersticken.
  3. Neue Matratzen sollten erst einige Tage an der frischen Luft ausgelüftet werden, bevor du sie ins Babybettchen legst.
  4. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, sollte 16 bis 18 Grad warm sein.
  5. Am sichersten schlafen Babys im Elternzimmer in ihrem eigenen Bettchen oder einem ans Elternbett angebauten Babynest.
  6. Für Babys sind Schlafsäcke optimal.
  7. Schnuller scheinen die Gefahr des Plötzlichen Kindstods deutlich zu verringern. Babys, die regelmäßig mit Schnuller einschlafen, haben laut Studien ein niedrigeres Risiko.

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