Ikea will künftig Möbel verleihen

Foto: © Ikea Deutschland / André Grohe

Autos, Spielzeug oder elektronische Geräte – vieles kann man bereits leihen, statt es zu kaufen. Diese Möglichkeit gibt es vielleicht schon bald auch für Ikea-Möbel. Das schwedische Möbelhaus prüft derzeit, ob sich ein Möbelverleih lohnen würde.

Ikea hat vergangene Woche eine neue Filiale in Kaarst bei Düsseldorf eröffnet – und dabei gleichzeitig eine interessante Ankündigung gemacht: Das schwedische Möbelhaus erwägt, künftig Möbel zu verleihen.

Leihen statt kaufen – der Vorschlag dürfte vor allem bei Studenten, Personen, die oft umziehen und Familien mit Kleinkindern gut ankommen. Das Konzept könnte auch dazu führen, dass weniger Ikea-Möbel im Müll landen.

Wie sieht das Leihmodell von Ikea aus?

Ikea-Chef Jesper Brodin bestätigte das Vorhaben in einem Interview: „Ich persönlich halte den Kreislauf eines Systems für wichtig: Es geht uns nicht nur ums Möbel verkaufen, es geht auch darum, alte Möbel zu recyceln. Außerdem prüfen wir gerade, ob es einen Markt für das Verleihen von Möbeln gibt“, sagte der Ikea-CEO gegenüber der Rheinischen Post online.

Wie das Leihmodell für Ikea-Möbel aussehen soll, hat das Möbelhaus allerdings noch nicht verraten. Auch ab wann Kunden Pax, Billy und Co. ausleihen können, ist noch nicht bekannt.

Ikeas nachhaltigstes Einrichtungshaus

Prinzipiell will Ikea mehr für Nachhaltigkeit tun – das zeigt auch das neu eröffnete Möbelhaus in Kaarst. Die Filiale ist nach eigenen Angaben das „weltweit nachhaltigste Einrichtungshaus“ von Ikea. In dem „More Sustainable Store“ liegt Ikea zufolge ein besonderer Schwerpunkt auf nachhaltigen Produkten.

Außerdem ist das Gebäude besonders ausgestattet – etwa mit einer Solarthermie- und Photovoltaikanlage. Darüber hinaus hat Ikea eine tageslichtabhängige LED-Beleuchtung sowie eine besonders gute Dämmung installiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Regen- und Abwasser werde wiederverwendet und die einzelnen Gebäude seien mit einer begrünten Terrasse miteinander verbunden.

In Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) habe Ikea für den Store außerdem ein „besonderes Outdoor-Konzept“ mit viel Grünflächen entwickelt. Auf dem Gelände soll es mehrere NABU-Gärten zum Schutz der Artenvielfalt geben, in dem Igel, Fledermäuse und Eidechsen einen Zufluchtsort finden sollen.

Wie nachhaltig ist Ikea?

Ikea Lagerhaus
Ikea macht immer wieder mit „grünen“ Initiativen auf sich aufmerksam. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Ein Möbelverleih oder verbesserte Shop-Konzepte – die aktuellen Vorstöße von Ikea klingen gut, machen den Möbelriesen aber noch nicht zu einem nachhaltigen Unternehmen. Noch immer gibt es vieles an Ikea zu kritisieren, beispielsweise die massenhaft produzierten Billigmöbel und die teils schlechte Qualität der Ware, durch die viele Ikea-Möbel schnell zum Wegwerf-Produkt werden.

Trotzdem ist es begrüßenswert, wenn ein großes und einflussreiches Unternehmen wie Ikea Initiativen für mehr Nachhaltigkeit ergreift und damit vielleicht auch zum Vorbild für andere große Konzerne wird.

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