Pflanzen im Schlafzimmer: So hast du einen gesunden Schlaf

Bestimmte Pflanzen eignen sich gut fürs Schlafzimmer.
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Pflanzen im Schlafzimmer können einen gesunden Schlaf fördern – oder ihn hemmen. Wir zeigen dir, welche Pflanzen empfehlenswert sind.

Welche Pflanzen eignen sich fürs Schlafzimmer?

Pflanzen können die Luftqualität fördern, indem sie Schadstoffe filtern, Sauerstoff produzieren und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Bestimmte Zimmerpflanzen können also einen gesunden und erholsamen Schlaf begünstigen – aber nicht jede! Es gibt einige Punkte die du beachten solltest, damit nicht die gegenteilige Wirkung eintritt:

  1. Nicht alle Pflanzen produzieren in der Nacht Sauerstoff – die meisten verbrauchen sogar welchen, da die Photosynthese ohne Licht nicht möglich ist. Normalerweise ist der Verbrauch aber so gering, dass du dir keine Sorgen machen musst. Für eine „Extra-Portion“ Sauerstoff in deinem Schlafzimmer suche dir aber Pflanzen, die auch nachts Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandeln – zum Beispiel Aloe Vera oder Sansevieria (Bogenhanf).
  2. Vorsicht bei stark duftenden oder blühenden Pflanzen: Sie können Kopfschmerzen verursachen und den Schlaf stören.
  3. Wähle für dein Schlafzimmer Pflanzen, die neben Kohlenstoffdioxid auch andere Schadstoffe filternAloe Vera eignet sich zum Beispiel gut. Mehr Informationen zu luftreinigenden Pflanzen findest du in unserem Beitrag „Raumluft verbessern: Pflanzen mit luftreinigender Wirkung“
  4. In trockenen Räumen können Pflanzen das Raumklima verbessern, indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Falls du aber bei dir zu Hause mit zu hoher Luftfeuchtigkeit oder gar Schimmel zu kämpfen hast, solltest du nicht zu viele Pflanzen halten, um das Problem nicht zu verschlimmern. Und egal ob mit oder ohne Pflanzen: Regelmäßiges und richtiges Lüften ist für einen guten Schlaf unabdingbar!
  5. Allergiker sollten nur Pflanzen im Zimmer halten, gegen die sie nicht allergisch sind!

Bogenhanf – die klassische Zimmerpflanze fürs Schlafzimmer

Bogenhanf im Schlafzimmer
Bogenhanf im Schlafzimmer (Foto: Christine Müller/ Utopia)

Sansevieria – auch Bogenhanf oder Schwiegermutterzunge genannt – ist eine beliebte Zimmerpflanze, die sehr pflegeleicht ist. Da sie auch nachts Sauerstoff abgibt und Schadstoffe aus der Luft filtert, eignet sich Bogenhanf hervorragend fürs Schlafzimmer.

Du musst die Pflanze nur selten gießen, da ihr zu viel Feuchtigkeit und insbesondere Staunässe nicht gut tun. Ein tagsüber halbschattiger bis leicht sonniger Platz ist ideal.

Aloe Vera als Schlafzimmerpflanze

Aloe Vera verbessert die Luftqualität
Aloe Vera verbessert die Luftqualität (Foto: CC0/ Pixabay/ PollyDot)

Die Aloe Vera als „Wunderpflanze“ eignet sich ebenfalls für dein Schlafzimmer, da sie wie der Bogenhanf auch in der Nacht Sauerstoff produziert, Schadstoffe filtert und somit die Luftqualität erhöht.

Darüber hinaus kannst du von ihrer heilsamen Wirkung profitieren. Die Pflanze ist sehr pflegeleicht, du kannst die Aloe Vera problemlos selbst anpflanzen.

Kakteen: pflegeleichte Exoten für einen guten Schlaf

Kakteen verschönern dein Schlafzimmer
Kakteen verschönern dein Schlafzimmer (Foto: CC0/ pixabay/ ulleo)

Auch Kakteengewächse nehmen in der Nacht Kohlenstoffdioxid auf und geben Sauerstoff ab. Darüber hinaus verschönern sie dein Schlafzimmer und können ihm ein exotisches Flair geben. Am besten eignet sich ein sonniger Fensterplatz – so kriegen die Pflanzen ausreichend Licht. Ansonsten brauchen Kakteen sehr wenig Pflege und müssen nur selten gegossen werden.

Efeu – auch als Schlafzimmerpflanze möglich!

Efeu als Zimmerpflanze
Efeu als Zimmerpflanze (Foto: Christine Müller/ Utopia)

Der Gemeine Efeu ist den meisten Menschen eher von dicht bewachsenen Hauswänden und Mauern bekannt, aber er kann tatsächlich auch gut als Zimmerpflanze gehalten werden! Er filtert enorme Mengen an Schadstoffen und Schimmelsporen und da er auch an schattigen Plätzen gut gedeiht, ist er besonders für dunkle Schlafzimmer geeignet. Er sollte regelmäßig gegossen werden, aber erst, wenn die oberste Substrat- oder Erdschicht trocken ist – Staunässe verträgt der Efeu nicht gut.

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(8) Kommentare

  1. Bedenken Sie dennoch: in und an Töpfen kann SCHUIMMEL wachsen – das ist für ‚gesunge‘ nicht gut und für (Schimmel-/ Pilz-/ Sporen-) Allergiker umso schlimmer!

  2. „Hydrokulturen sind für die meisten Pflanzen wunderbar geeignet, was das Problem des Schimmels endgültig beseitigt.“
    Das ist absolut falsch.
    Gerade bei Hydrokulturen, die falsch gegossen werden, kommt es häufig zu Schimmelbelastung.
    Glaub mir, ich habe diese Kulturen einige Jahre lang beruflich gepflegt.
    Was da so in den Töpfen schimmt und schimmelt, möchte niemand genau wissen.

  3. Inzwischen gibt es von dem Hamburger Start-up AIRY einen Pflanzentopf, der das Wurzelwerk auf natürliche Weise belüftet. Das verhindert Staunässe und Schimmel.

  4. In meiner Masterarbeit habe ich mich intensiv mit der Reinigungsleistung von Zimmerpflanzen auseinandergesetzt. Das Ergebnis davon: Man sollte sich nicht allzu viel Hoffnung machen, dass Zimmerpflanzen im praktischen Umfeld tatsächlich zu einer Besserung der Raumluft beitragen. Der Effekt ist äußerst gering und wird gerne durch diverse Ratgeber übertrieben.

    Die wissenschaftliche Basis der Behauptungen lassen sich alle auf eine Studie der NASA zurückführen, die wenig aussagefähig konzipiert war und mitnichten zu dem Ergebnis kommt, dass von Pflanzen eine lebenserhaltende Funktion ausgeht. Leider wird von anderen Quellen ohne Berücksichtigung des Kontextes nur auf die am besten aussehenden Ergebnisse zurückgegriffen, um das Gegenteil zu behaupten.

  5. Wahre Worte…
    Gute Raumluft sollte man doch eher durch andere Maßnahmen schaffen.
    Bzw. vor allem verhindern, daß sie durch Schimmel- oder sonstige Gifte verunreinigt wird.
    Die Stärke von Zimmerpflanzen liegen eher darin, daß sie ein insgesamt freundlicheres Klima schaffen. In Großraumbüros mit schönen Pflanzen fühlt man sich gleich etwas wohler.

  6. Das ist ein guter Ansatz, allerdings lassen sich viele Gifte kaum vermeiden. Insbesondere flüchtige organische Verbindungen wie beispielsweise Formaldehyd, Benzol oder Toluol sind in Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen enthalten und entweichen über viele Jahre. Sie sind es, die die Hauptproblemstoffe darstellen.

  7. „allerdings lassen sich viele Gifte kaum vermeiden.“
    Warum lassen sich solche Gifte nicht vermeiden?
    Ich muß doch keine Möbel kaufen, die Formaldehyd enthalten oder ähnliches.
    Genau darum geht es doch.
    Pflanzen können solche Gifte nicht wirklich beseitigen.
    Da braucht es andere Strategien…

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