Jan Böhmermann legt sich mit DHL an

Jan Böhmermann Neo Magazin Royale DHL Hermes
Foto: Screenshot YouTube Neo Magazin Royale

Jan Böhmermann hat sich DHL, Hermes und andere Paketzusteller vorgeknöpft – und erschreckende Details über die Arbeitsbedingungen aufgedeckt.

Die Vorweihnachtszeit ist für Paketboten besonders anstrengend: Der Online-Handel boomt und sie müssen noch mehr Pakete austragen als sonst. Vor knapp zwei Wochen hat ein DHL-Mitarbeiter die Nerven verloren und hat einen Kunden auf Twitter beleidigt.  Jan Böhmermann nahm den Vorfall zum Anlass, in seiner Sendung auf die Situation der Boten aufmerksam zu machen.

„Allein an Weihnachten werden jedes Jahr 330 Millionen Pakete ausgeliefert“, sagt der Moderator in der Sendung. „Ein Paketbote muss bis zu 250 Pakete pro Tag ausliefern. Damit er das schafft, hat er pro Paket maximal drei Minuten Zeit.“

Klassensystem für DHL-Mitarbeiter

Die Boten arbeiten unter hohem Druck – werden aber je nach Tarifvertrag schlecht dafür bezahlt. Wie Jan Böhmermann erklärt, gibt es bei DHL eine Art Klassensystem für Mitarbeiter. Nur die Zusteller, die bei der Post AG angestellt seien, verdienen gut.

Paketboten, die für die Tochtergesellschaft „DHL Delivery“ arbeiten, bekommen für den gleichen Job hingegen bis zu 1200 Euro weniger Lohn. Außerdem seien die Arbeitsbedingungen schlechter, etwa was Arbeitszeiten und Sonderschichten angeht.

Jan Böhmermann kritisiert nicht  nur DHL

DHL Post Paket Abend Wunschtermin Bestellung
DHL-Lieferwägen. (Foto: © DHL)

Die Tochtergesellschaft lagert die Arbeit teilweise selbst wieder an Sub-Unternehmen aus, die ihren Arbeitern noch weniger bezahlen. Was das bedeutet, erzählt ein Bote aus einem solchen Subunternehmen: „Wenn wir richtig gut rennen und wirklich sportlich sind, können wir auf 6,50 kommen. … Da müssen Sie aber ein wirklich gutes Gebiet haben. Wenn Sie ein Landgebiet haben werden sie 6,50 Euro niemals bekommen.“ Vielmehr erreiche man dann einen Stundenlohn von drei oder vier Euro – weniger als die Hälfte des gesetzlichen Mindestlohns.

Jan Böhmermann greift neben DHL auch Lieferdienste für Essen und andere Paketzusteller an. Hermes und dpd beispielsweise würden nur mit Sub-Unternehmen arbeiten. In der Sendung ist sogar ein Bote zu sehen, der in seinem Auto lebt – er soll keine Ausnahme sein.

Böhmermann: „Die neue ausgebeutete Arbeiterklasse“

DHL verpflichtet seine „Servicepartner“ eigentlich dazu, die gesetzlichen Regelungen wie das Mindestlohngesetz einzuhalten. Solche schriftlichen Zusagen sind jedoch offensichtlich nicht ausreichend. Auch die Gewerkschaften können nicht helfen, bei Sub-Unternehmen sind sie machtlos.

„Das ist die neue ausgebeutete Arbeiterklasse“, sagt Jan Böhmermann. Schuld seien alle, die ständig im Internet bestellen und schnelle, billige Lieferungen sowie Retouren wollen.

Hier das Video mit Jan Böhmermann auf Youtube:

Online-Handel schadet auch der Umwelt

Den Paketboten zuliebe sollten wir diese Weihnachten also lieber weniger im Internet einkaufen – und diesen Vorsatz auch ins nächste Jahr mitnehmen. Auch die Umwelt würde das entlasten: Die Verbraucherzentrale hat Studien über die Ökobilanz des Online-Handels analysiert und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die meisten Studien gehen davon aus, dass der Online-Handel der Umwelt deutlich mehr schadet, als der Kauf in Geschäften vor Ort. Gründe dafür sind unter anderem komplizierte, emissionsreiche Transporte, Einwegverpackungen für den Versand und Retouren. Mehr Informationen dazu bei der Verbraucherzentrale.

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(39) Kommentare

  1. Gut, dass das mal wieder erwähnt wird. Allerdings ist diese ausgebeutete Arbeiterklasse keine „neue“ ausgebeutete Arbeiterklasse.
    Das ist schon längst Normalität geworden und weil es so gut funktioniert interessierts auch keinen.
    Das zwei Klassen – System bei der DHL ist auch schon seit Jahren bekannt.

    Dafür gibts jetzt aber irgendwelche Ehrenpreise für Organisationen, die sich darum kümmern, dass z.B. Frauen, die von Altersarmut betroffen sind, Päckchen mit Toilettenartikeln und noch irgendwas erhalten. Wo ja gerade wieder Weihnachten ist.
    Es dauert noch ein bisschen vielleicht, aber die Altersarmut wird dann auch die Männer im großen Stil erreichen und die kriegen dann zu Weihnachten vielleicht auch Päckchen, während sie den Rest des Jahres mit Flaschen sammeln verbringen und ansonsten ihr Dasein vergessen und unsichtbar fristen, genauso, wie es schon lange vielen Frauen geht, die so dumm waren, Kinder in die Welt zu setzen und deshalb einfach nicht mehr in ihren Job rein kamen.

    Aber dankeschön Herr Böhmermann, dass Sie mit der DHL Misere Ihr Programm aufgepeppt haben, so hat das wenigstens mal wieder jemand gesagt, wie es hier so läuft in diesem Land.

  2. Es ist nur eine von vielen Arbeiterklassen die ausgebeutet werden. Das ganze System der Arbeitsteilung ist in eine Schieflage geraten. Deutschland und Europa beuten die Entwicklungsländer und Ihre Einwohner aus (sowie deren Umwelt) und zur „Belohnung“ werden die Niedriglöhner in Europa selbst ausgebeutet. Die deutsche Mittelschicht schaut gleichgültig und ignorant zu .
    Ignoranz und Mitläufertum ist ja aber in Deutschland nichts neues.

  3. Ich kann dir nur zustimmen!
    Und da sich inzwischen selbst Millionäre offiziell als zur Mittelschicht zugehörig bezeichnen, um sich irgendwie Sympathiepunkte vor Wahlen zu sichern, ist das nicht mehr nur als „Schieflage“ zu bezeichnen.

  4. Ich möchte an dieser Stelle mal jemenden zitieren, der es wissen mußte – Aristoteles Onassis. Der hat zum Thema Geld und Vermögen mal gesagt:
    „Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er selbst nie welches gehabt hat.“

  5. @ ….buerger
    Es gibt auch die Option mal gar nichts zu kommentieren, wenn man nicht versteht, worum es geht. Und mit einem Zitat hier durch die Threads zu ziehen und es hier und da abzulassen, macht das Zitat auch nicht passender.

  6. Das praktizierte Systhem der Auslagerung zu Subunternehmen mit schlechterer Bezahlung birgt noch eine andere Gefahr, die öffentlich kaum wahr genommen wird:
    So werden auch Sachbearbeiter für Zollangelegenheiten zu schlechter zahlenden Sub-Unternehmen ausgelagert. Und die Bezahlung ist dort teils so schlecht, das sie in Anstiftung zur Bestechlichkeit ausartet. Wenn da erst mal so ein unterbezahlter Mitarbeiter schwach wird, wenn es z.B um eine illegale Waffenlieferung oder Drogenlieferung geht – na halleluja !!!

  7. „… So werden auch Sachbearbeiter für Zollangelegenheiten zu schlechter zahlenden Sub-Unternehmen ausgelagert. …“
    Was schreibst du denn da schon wieder? Zollkontrollen werden von Angehörigen der Zollbehörde durchgeführt, einem Bestandteil der Exekutive.

  8. Und die Formulare für Zollangelegenheiten schreiben sich natürlich selbst. Genauso wie sich fürs Ausland bestimmte Waren nach den geltenden Zollbestimmungen von selbst verpacken.
    Du scheinst ziemlich naive Vorstellungen zu haben, wieviel man mit falschen Zoll-Deklarationen tricksen kann, ohne daß der Zoll das so ohne Weiteres merkt.
    Wer Zoll-Mitarbeiter nicht von Sachbearbeitern für Zollangelegenheiten unterscheiden kann, der sollte sich solcherlei Kommentare genau wie verschiedene andere parsönliche Kritiken verkneifen …

  9. Was glaubst du denn, wozu Zollkontrollen da sind? Und wer beim Zoll besch…… will, lagert diese Aufgaben aus? Äußerst schlüssig…
    Ganz abgesehen davon, dass wir hier gerade beim Thema DHL sind.

  10. Ich will gar nicht wissen, wieviele Dinge schon unter den Augen des Zoll allein durch falsche Zoll-Deklarierungen illegal außer Landes oder ins Land gekommen sind. Genau deswegen ist das auch ein Problem von DHL.
    Jede Woche sind bei uns im Raum Leipzig riesige Zeitungs-Anzeigen geschaltet, DHL würde Mitarbeiter von Verpacker über den Sortierer bis hin zum Sachbearbeiter für Zollangelegenheiten suchen. In Wirklichkeit verbirgt sich hinter den Anzeigen nur ein Personaldienstleiter, der im Auftrag von DHL arbeitet und dessen Personal Aufträge für DHL ausführt. Und die Arbeitsgedingungen sowie die Bezahlung bei diesem Personaldienstleister sind (gelinde gesagt) handebüchen – ich kenne niemanden, der es dort länger als 3 – 4 Monate ausgehalten hat.
    Du scheinst ziemlich naive Vorstellungen von der Lebensrealität zu haben!

  11. „Ich will gar nicht wissen“
    Das ist längst allen klar.
    „… wieviele Dinge schon unter den Augen des Zoll allein durch falsche Zoll-Deklarierungen illegal außer Landes oder ins Land gekommen sind…“
    Und welche Rolle spielt es dabei, ob nun ein Dienstleister oder der Auftraggeber selbst die Deklaration vornimmt? Letztendlich ist die Gefahr einer Entdeckung um so höher, je mehr Beteiligte es gibt.
    „Jede Woche sind bei uns im Raum Leipzig riesige Zeitungs-Anzeigen geschaltet…“
    Nun, dann verlinke doch mal so eine Anzeige.
    „… ich kenne niemanden… “
    Wie viele kennst du denn überhaupt, um daraus sachlich relevante Schlüsse, die über den anektdotischen Wert hinaus gehen, zu ziehen?
    „Du scheinst ziemlich naive Vorstellungen von der Lebensrealität zu haben!“
    Super Sachargument, Respekt. Damit wirst du aber nicht von deinen Problemen mit sachlich schlüssiger Argumentation ablenken können. Bring einfach einen tatsächlichen, nachprüfbaren Fall, der deine Spekulationen belegt, und gut ist es. Und nein, deine persönlichen „Vorstellungen von der Lebensrealität“ genügen nicht als Beleg.

  12. Dann mache ich jetzt mal wie ein gewisser Max Werner und frage Dich:
    Wieviel bezahlt Dir DHL eigentlich dafür, daß Du so gegen jedwede Kritik am Unternehmen und dessen Unternehmens-Praktiken derart hartneckig opponierst?

  13. „daß Du so gegen jedwede Kritik am Unternehmen und dessen Unternehmens-Praktiken derart hartneckig opponierst“
    Für diese b ö s w i l l i g e U n t e r s t e l l u n g erwarte ich Belege mit Zitaten!

    Im Übrigen, nachdem dir als Antwort auf meinen vorhergehenden Kommentar wirklich nichts substantielles einzufallen scheint, kann man nun wohl getrost davon ausgehen, dass es sich bei deiner Zoll-Geschichte tatsächlich um reine Spekulationen handelt, die du mit keinerlei Fakten untermauern kannst.

  14. Was denn für „Formulare für Zollangelegenheiten“ …?
    Die füllt der Exporteur doch selber aus. Der Zoll kontrolliert nur stichprobenartig ob Inhalt der Pakete und Papiere übereinstimmen.
    Das machen nach meinem Wissen keine Subunternehmer sondern Beamte.

  15. Kommt drauf an:
    Manche Exporteure füllen die Formulare selbst aus, manchmal macht das der Transporteur als zusätzliche Dienstleistung. Auf jeden Fall muß der Transporteur die Frachtpapiere für den Zoll ausfüllen.
    Möglichkeiten zur Manipilation gibt es also mehr als genug.

  16. Himmel, ist das wirklich so schwer zu begreifen? Es spielt absolut keine Rolle, wer die Papierkram macht. Wenn ich krumme Dinger drehen will und der Dienstleister ist ehrlich, dann mache ich das eben selbst.

    Hast du jetzt endlich stichhaltige Fakten zu deinen Spekulationen?

  17. Schuld ist der Gesetzgeber verdammt nochmal, man muss rechte schaffen die sowas verhindern! Dann steigt halt der Preis aber das ist auch gut so. Nicht alles auf den Verbraucher abschieben! Soll jetzt bei jedem Dienstleister geprüft werden ab er ausbeuterisch ist oder was!

  18. Kennst Du den Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus?
    Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.
    Im Sozialismus ist das genau umgekehrt.

  19. Schnell und billig hat eben seinen Preis – auch wenn den bisweilen andere bezahlen.
    Ich wäre auf die öffentlichen Reaktionen gespannt, wenn der Staat da regulierend eingreift …

  20. In dieser Hinsicht finde ich es furchbar, dass es bei Amazon jetzt extra kostet, wenn man alle Artikel einer Bestellung zusammen verschickt haben will („Komplettversand“). Der kostet neuerdings nämlich 4,99 € statt 3,99 € für Bestellungen unter 29 Euro. Heißt: Noch mehr Päckchen. 🙁

  21. Ha, nein, hast Du da falsch gerechnet? Ein Teil = 3,99; zwei Einzelteile 2×3,99 =7,98. Usw. Wo spart man da?
    Die 4,99€ sicher, damit die drei bis n Teile da auch alle hineinpassen!

    Alternative: A-zon ist m. E. auch kein „freundlicher Versender“, es gab ja genug Medienschelte zu deren Gebaren.
    Machts wie ich: Kundenkonto kündigen, Begründung „schlechte Arbeitsbedingungen“.
    Es ist doch so ähnlich, als wenn sich alles über den Fluglärm aufregt – und dann gehts im Sommer in den Süden.
    Fangt einfach irgendwo an, so mein Vorschlag.

    Mz

  22. „Die neue ausgebeutete Arbeiterklasse“ und „Online-Handel schadet auch der Umwelt“ subtitelt es. Und weil das so ein wichtiges Thema ist, das die Redaktion offenbar so richtig bewegt, wird ebendiese Wichtigkeit hier konsequenterweise gleich noch mit einer Browserfüllenden Anzeige von REWE unterstrichen: „Wie liefern Weihnachten – versandkostenfrei.“ Wenn das mal kein Humor ist? Da sind mir vor Lachen doch glatt die vom REWE Paketservice spätabends (aber kostenfrei) gelieferten Essiggürkchen aus der Hand gefallen.

  23. Ich bin generell mit Adblocker unterwegs und kriege derartig unsensible Machenschaften zum Glück nicht mit.
    Aber ich hätte jetzt gedacht, dass Rewe mit eigenem Auslieferpersonal arbeitet und nicht mit DHL. ??

    Leider schützt der Adblocker nicht vor den merkwürdigen Werbeeinträgen, die hier auf der Seite als Thread mit Kommentaren getarnt sind, die ich einfach nur gruselig finde Man kann diese Threads nicht kommentieren und die Fantasie-User schreiben so langweilig hingerissen vom Produkt, dass einem schlecht werden kann.
    Sowas gehört nicht zu meinem Utopia und man fühlt sich irgendwie benutzt.

  24. Outsourcing ist ja nichts Neues. Da brauchen wir eigentlich keinen Böhmermann für.

    Müllmänner schieben bei uns die Tonnen auf die Strasse, damit dann die „angestellten“ Müllmänner diese in die Müllwagen ausladen.
    Dann kommt -teils Stunden später- wieder ein Billiglöhnler, der die Tonnen wieder in den Hof schiebt. WAHNSINN. Aber durch die Unterschiede im Tarif lohnt es sich irgendwie.
    das ist in vielen Branchen mittlerweile üblich.

    Solange es Leute gibt, die für 6 € arbeiten, wird es Arbeitgeber geben, die nur 6,-€ zahlen.
    Solange der Mindestlohn umgangen werden kann, wird es Arbeitgeber geben, die es tun.
    Solange kein Politiker sich traut, die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, werden Letztere sich entziehen.

  25. Wie Outsourcing für ein Unternehmen auch mal zu einem ganz böse zurückschlagenden Bumerang werden kann, dafür liefert die Bahnreform zwei anschauliche Beispiele.
    In Kurzform:
    Die Bahn hatte seinerzeit an Mannesmann Mobilfunk ihr internes Telefonnetz verkauft. Mannesmann Mobilfunk war dann mit Vodafone fussioniert. Da bei der Bahn sämtliche Dienstgespräche über dieses Netz geführt werden und immer mehr elektronische Stellwerke darüber gesteuert werden, war der Verkaufserlös binnen kurzer Zeit durch die an Vodafone zu zahlenden Nutzungsgebühren aufgezehrt. Die Bahn war so von einem teuren Besitzverhältnis in ein noch teureres Abhängigkeits-Verhältnis gekommen – die zu zahlenden Nutzungsentgelte machten zeitweise fast ein Drittel des Vodafone-Umsatzes in Deutschland aus. Als letztes blieb Mehdorn nur der Ausweg, die Notbremse zu ziehen und beim Bund Milliardensummen zu erbetteln, um das Telefonnetz, was der Bahn einstmal schon gehörte wieder zurück zu kaufen.
    Das zweite Beispiel ist der Verkauf der Bahnspedition Schenker. Plötzlich fehlte der Bahn ein zuverlässiger Bahnspediteur, auf dessen Geschäftsgebaren und Tarif-Gestaltung sie unmittelbaren Einfluß hat. Auch hier war die Bahn von einem teuren Besitzverhältnis in ein noch teureres un obendrein aufwändigeres Abhängigkeits-Verhältnis geraten, so daß am Ende als einzig vernünftiger Ausweg der Rückkauf von Schenker blieb.
    (Hofreiterle von den Grünen will das ja jetzt erneut revidieren – welches Verständnis von Wirtschaft und Wirtschaftsgeschichte hat der eigentlich?!)

    Es würde mich nicht wundern, wenn es auch DHL und einigen anderen Unternehmen in absehbarer Zeit so gehen wird und das Outsourcing um jeden Preis als Bumerang zurückschlägt.

  26. Solange es noch diesen grässöichen Onlinekaufwahn gibt, können wir den Boten immerhin ein gutes Trinkgeld geben.
    Das ist nicht die Lösung, doch machts deren Arbeit etwas lukrativer.

    Doch deswegen schreib ich nicht. Ich schreib wg. Denkenderburger oder wie der hießt. Der zieht hier durch die Kommentarthreads und hat immer was Altkluges auf Lager, um Unfrieden zu stiften. ich würd den Troll nicht füttern, darauf einzugehen und zu streiten (oder sich zu ärgern) kostet bloß Lebenszeit und verstärkt die unguten Vibes noch, die durch den Burger-Account hier gestreut werden sollen.

  27. Das es immer wieder Leute gibt, die verschiedene Dinge nicht sehen können oder wollen, dafür kann ich nichts. Und das es Leute gibt, denen es nicht paßt, wenn man Ross und Reiter benennt noch viel weniger.
    Aber mich opportinistisch anpassen und den Leuten nach dem Mund reden werde ich deswegen noch lange nicht – dafür sind die angesprochenen Probleme zu erst!

  28. „Das es immer wieder Leute gibt, die verschiedene Dinge nicht sehen können oder wollen, …“
    Oh, die sehen viel, viel mehr als dir wahrscheinlich lieb ist, siehe unten und die Antworten auf deine Beiträge. Das musst lediglich du selbst „sehen können oder wollen“.
    „… dafür kann ich nichts.“
    Aber du kannst etwas dafür, dass du immer wieder leere Behauptungen, Falschbehauptungen und blanke Spekulationen postest. Und du kannst etwas dafür, dass du dich beharrlich weigerst, für all das Fakten und Belege zu liefern.
    „Und das es Leute gibt, denen es nicht paßt, … noch viel weniger.“
    Nein, dafür kannst du wirklich nichts, dass es Leute gibt, die die „Qualität“ deiner Beiträge erkennen und darauf aufmerksam machen. Und damit wirst du auch leben müssen. Und nein, zum Märtyrerstatus reicht das noch nicht ganz.
    „wenn man Ross und Reiter benennt“
    Findest du nicht, dass dies eine etwas dramatische Umdeutung ist für leere Behauptungen, Falschbehauptungen und blanke Spekulationen?
    „Aber mich opportinistisch anpassen und den Leuten nach dem Mund reden werde ich deswegen noch lange nicht …“
    Wahrlich heldenhaft, aber auch eine ziemlich pathetische Umschreibung für die Weigerung oder auch Unfähigkeit, zu den eigenen Aussagen Fakten und Belege beizubringen.
    „dafür sind die angesprochenen Probleme zu erst!“
    Warum entwertest du sie dann in der angesprochenen Weise?

  29. Übrigens, in der Zeit, die du für diesen Kommentar aufgewendet hast, hättest du auch locker die Fakten zu deinen Zoll-Spekulationen nachliefern können. Du verfügst doch über welche, oder?

  30. > Online-Handel schadet auch der Umwelt
    > Den Paketboten zuliebe sollten wir diese Weihnachten also lieber weniger
    > im Internet einkaufen – und diesen Vorsatz auch ins nächste Jahr mitnehmen.

    schön geschrieben, wenn ich warm und gut versorgt in Berlin, Hamburg, München, Köln lebe.

    Tatsache ist aber, dass 85 % der Bevölkerung in der Region und auf dem platten Land leben, weniger gut versorgt …. eher zunehmend katastrophal schon bei Produkten
    des tägliche Bedarfs, während die Bedenkenträger 500 m nach rechts und 500 m nach links je 2 Bäcker, einen Fleischer, 1 Blumenladen, 1 Biosupermarkt, 3 Kioske …. als
    täglich normalen Luxus ansehen.

    Wie sieht es eigentlich in der Uckermark, Spreewald, Nordsachsen, im Wendland,
    in Nordfriesland, Nordhessen, Franken, im Saarland … in der Fläche aus ?

    Noch alle Ärzte da ? Alle Apotheken ? Alle Bioläden, Bäcker, Fleischer, Gemüsehökerer ?
    Und der Buchladen um die Ecke ? Drogerie, kein Problem … drei Ecken weiter – oder ?

    Wie war das noch genau ? Etwas Verzicht üben und zuhören was luxuriös
    ausgestattete Großstädter zu Konsum und Umwelt zu sagen haben – klar …

  31. „Nur bringe das mal den verstädterten Öko-Juppies oder meinem „Spezialfreund“ Mäxchen Werner bei …“
    Was soll das? Wo hätte ich mich jemals zu diesem Thema geäußert? Wie kommst du dazu, dir anzumaßen meinen Standpunkt dazu zu kennen? Und was hätte dies mit dem Artikelthema oder tires Kommentar zu tun?
    Wenn dir wirklich nichts besseres einfällt, hast du damit ein mehr als deutliches Zeugnis deiner intellektuellen Erbärmlichkeit gegeben.

  32. „eher zunehmend katastrophal schon bei Produkten
    des tägliche Bedarfs“
    Wobei aber auch festzuhalten wäre, dass „die“ Verbraucher ihr Scherflein zu dieser katastrophalen Situation durchaus beigetragen haben. Wenn man sein Brot und Fleisch lieber in Plastik eingeschweißt beim 10 km entfernten Discounter holt, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn im Dorf Bäcker und Metzger dicht machen. Da fallen mir dann auch Bekannte ein, die mir vor ein paar Jahren stolz erzählten, wie sie sich beim Fotohändler in der Marktgemeinde hatten beraten lassen, die Kamera dann aber beim Versandhandel bestellten, weil das ja soooo viel günstiger sei.

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