Traurige Bilder: Wenn Menschen ein Paradies zerstören, um einen Flughafen zu bauen

Foto: Screenshot Twitter

Meeresschildkröten kehren jedes Jahr an den Strand zurück, an dem sie geschlüpft sind, um dort ihre eigenen Eier zu legen. Doch was aber passiert, wenn es diesen Strand nicht mehr gibt? Etwa, weil er einem Flughafen weichen musste? Das zeigen diese traurigen Bilder.

Blaue Lagunen, weiße Sandstrände, ausgedehnte Riffe – die Malediven sind ein beliebtes Urlaubsparadies. Leider bleibt von einem solchen häufig nicht viel übrig, wenn der Mensch kommt und in die Natur eingreift. Darunter leidet die Umwelt und vor allem die Tierwelt, wie dieses traurige Beispiel eines Meeresschildkröten-Weibchens zeigt.

Schildkröte legt Eier auf Asphalt

Am Donnerstag postete ein Bewohner der kleinen Malediven-Insel Maafaru ein Bild auf Twitter. Es zeigt, wie die Schildkröte Eier auf dem Asphalt einer 2,2 Kilometer langen Flughafen-Landebahn ablegt. Der Grund: Die Schildkröte ist dort einst selbst geschlüpft. Seitdem kehrt sie jedes Jahr an diesen Ort zurück. Wo aber vor 12 Monaten noch ein Strand war, wird gerade ein Flughafen gebaut. Der natürliche Nistplatz des Tiers musste dem Tourismus weichen.

„Ich hoffe die Leute verstehen diese Botschaft. Es geht nicht um diese eine Schildkröte,“ schreibt Parveen Kaswan unter sein Bild. Es gehe um eine Tierart, die jedes Jahr an diesen Ort zurückkehre, um ihre Eier abzulegen. „Das ist ein Kreislauf. Der jetzt beendet wurde.“

Trotz des Aufbaus der Landebahn sei die Zahl der Schildkröten, die zum Nisten zurückkehren nicht rückläufig. Das berichtet das Lokal-Magazin „The Edition“. Es bedeutet: Zahlreiche Schildkröten werden immer wieder auf diese Landebahn zurückkehren, ohne eine Möglichkeit ihre Nachkommen auszubrüten.

Die schmale Landzunge der Malediven-Insel Maafaru wird wegen eines Flughafens zugebaut. (Foto: Maafaru Airport)

Die verheerenden Folgen des Tourismus

Der Vorfall verdeutlicht, welche verheerenden Folgen der Tourismus für Natur und Tierwelt hat. Das Magazin stellt zu recht die Frage, wie viel der biologischen Vielfalt der Malediven geopfert werden muss, um das Land industriell und wirtschaftlich voranzubringen.

Das Problem am Tourismus: Er bringt der besuchten Gegend zwar wirtschaftlichen Aufschwung – doch zu einem hohen Preis. Kommen zu viele Touristen an einen Ort, bedeutet das auch mehr Müll, mehr Verkehr, Verdrängung der Einheimischen, steigender Trinkwasserverbrauch, größerer Eingriff in die Natur usw.

Das Ergebnis: Das was den Ort eigentlich ausmacht, verschwindet. Und am Ende will der Mensch selbst nicht mehr an den Ort zurückkommen. Andere traurige Beispiele für Orte, die der Tourismus zerstört hat, findet ihr in unserem Artikel.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.