Neue Alternativen von Chewow: Nuggets und Gyros aus Bohnen und Kürbiskernen

Von Chewow gibt es Fleisch- und Fischalternativen aus Ackerbohnen und Kürbiskernmehl.
Foto: © Chewow

Nuggets, Fischstäbchen und mehr gibt es nun von Chewow auf der Basis von Ackerbohnen und Kürbiskernmehl. Utopia hat sich die Produkte genauer angeschaut.

Das Bremer Start-Up Chewow hat nun vier pflanzliche Fleisch-/Fischalternativen auf den Markt gebracht. Die Basis ist hier aber nicht, wie bei den meisten Alternativen, Soja oder Erbsenprotein, sondern Ackerbohnen oder Kürbiskernmehl.

Im Sortiment sind bisher folgende vier Produkte: Nuggets, Gyros, Lasagne und Fischstäbchen – oder wie Chewow sie nennt: Nugg*ts, Gyr*s, Lasag*ne, Vischstäbch*n. Die Produkte sind entweder im Onlineshop oder bei Rewe, Edeka oder myseno erhältlich.

Kein Erbsenprotein oder Soja als Basis

Die Basis der Nuggets, der Lasagne und der Stäbchen sind Ackerbohnen. Diese werden im Norden von Deutschland angebaut. Dadurch entstehen kürzere Transportwege und regionale Bauern werden unterstützt.

Mit dem Einsatz von Ackerbohnen (auch Dicke Bohnen oder Saubohnen genannt) werden Ressourcen gespart. Im Vergleich zu derselben Menge an Huhn verbraucht die Ackerbohne nach Unternehmensangaben 84 Prozent weniger Wasser, 80 Prozent weniger Land und verursacht 78 Prozent weniger CO2.

Die Gyros-Alternative wird zu 38 Prozent aus Kürbiskernmehl hergestellt. Kürbiskernmehl ist ein Nebenprodukt der Produktion von Kürbiskernöl. Das Mehl ist reich an Protein, Ballaststoffen und Vitamin E.

Zusatzstoffe für die Konsistenz

Für die Struktur in den Nuggets und Stäbchen setzt Chewow Methylcellulose ein. Der Stoff ist nicht gesundheitsschädlich, kann aber bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Es handelt sich dabei um eine synthetische Verbindung, die auf Cellulose basiert und die vom menschlichen Körper nicht aufgenommen werden kann.

Lies dazu weiter: Methylcellulose (E 461): Was du über das Verdickungsmittel wissen musst

Ebenso verwendet Chewow in den Nuggets noch Diophosphate. Das gilt in geringen Mengen als unproblematisch. Bei hohem Verzehr allerdings steht es in Verdacht, ADHS auslösen zu können. Diophosphat kann außerdem in Schmelzkäse, Desserts und Eis vorkommen.

Mit jedem verkauften Produkt unterstützt Chewow die Initiative „Hektar Nektar“. Unternehmen oder Privatpersonen können eine Bienenpartenschaft übernehmen – zum Beispiel wird das Geld dann in Projekte zum Wildbienenschutz investiert.

Utopia meint: Nicht gesund, aber besser fürs Klima

Auf den ersten Blick wirken die Inhaltsstoffe wenig problematisch. Jedoch wird für den Geschmack in veganen Produkten oft mehr Salz verwendet. Laut Firmenangaben sind es in den Nugg*ts von Chewow 2,2 Gramm Salz auf 100 Gramm. Zum Vergleich: Die McDonald’s Nuggets enthalten 1,2 Gramm Salz – also nur die Hälfte. Das ist nicht ganz so wild. Trotzdem gilt: nur in Maßen genießen.

Ein Kritikpunkt ist, dass das Produkt nicht Bio ist. Denn nur durch eine Zertifizierung kann wirklich gewährleistet sein, dass keine Pestizide oder synthetische Dünger eingesetzt wurden.

Lies dazu gerne auch: Fleischersatz: Die 5 besten Produkte und Rezepte

Unabhängig davon, ob sie gesund ist, ist eine pflanzliche Ernährung besser für Klima und Umwelt als eine fleischhaltige. Treibhausgase und Agrarflächen werden eingespart – der Regenwald könnte wieder aufgeforstet werden.

Lies dazu auch: Was passieren würde, wenn niemand mehr Fleisch essen würde

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: