Bienenpatenschaft: Weshalb du Bienenpate werden solltest

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Bienenpate zu werden, ist angesichts der aktuellen Entwicklung ein sinnvoller Schritt: Denn das Bienensterben nimmt dramatisch zu und du kannst als Bienenpate den Tieren nachhaltig helfen.

Bienenpate werden – weshalb ist das wichtig?

Monokulturen bieten Bienen keine Nahrung
Monokulturen bieten Bienen keine Nahrung (Foto: CC0 / Pixabay / NatuerlichGut)

Die Gründe für das massive Bienensterben sind:

  • der Einsatz von Pestiziden
  • Monokulturen mit Feldern, auf denen nichts als Getreide wächst
  • industrielle Landwirtschaft
  • Klimaveränderungen
  • die Einschleppung der Varroamilbe

Unter der schwindenden Bienendichte leiden 70 Prozent aller Blühpflanzen weltweit, die von Bienen bestäubt werden. Denn ohne die Bestäubung durch Bienen würden diese Pflanzen weniger Blüten und somit Früchte hervorbringen. In Deutschland ist inzwischen die Bestäubung vieler Pflanzensorten nicht mehr gewährleistet. Du kannst Blumen pflanzen, auf Pestizide verzichten und Bienenhotels aufstellen, um den Bienen zu helfen.

Und du kannst Bienenpate werden.

Bienenpatenschaft: 6 Vorteile

Eine Bienenpatenschaft erlaubt es oft, dem Imker über die Schulter zu schauen
Eine Bienenpatenschaft erlaubt es oft, dem Imker über die Schulter zu schauen (Foto: CC0 / Pixabay / Aleviva-Medien)

Die Übernahme einer Patenschaft für Bienen ist eine sinnvolle Möglichkeit, um den Bienenschutz zu unterstützen. Du übernimmst gegen eine Spende symbolisch die Patenschaft für ein Bienenvolk und unterstützt dabei die Arbeit von Imkern oder Vereinen, die sich für den Bienenschutz einsetzen.

Eine Bienenpatenschaft bringt viele Vorteile mit sich:

  1. Du brauchst keinen Garten oder Balkon, um Bienen zu helfen: Am meisten hilfst du Bienen natürlich, indem du ihnen Lebensraum mit vielen Nahrungsquellen zur Verfügung stellst. Garten- und Balkonbesitzer können dies ganz einfach umsetzen, indem sie viele bienenfreundliche Blumen pflanzen. Wenn du weder Garten noch Balkon hast, musst du nicht auf deinen Beitrag zum Bienenschutz verzichten. Ein Bienenpate hilft gezielt den Bienenvölkern von Imkern oder Vereinen.
  2. Du erhältst spannende Einblicke in das Leben der Bienen: Bienen sind bemerkenswert schlaue Insekten und ihre Lebensweise sehr faszinierend. Wenn du die Patenschaft für ein Volk übernimmst, kannst du es beim Imker besuchen. Dieser teilt sein Wissen gerne mit allen, die an Bienen und ihrem Schutz interessiert sind. Viele Bienenpatenschaften beinhalten auch das regelmäßige Zusenden von Newslettern, in denen du mehr darüber erfährst, was die Bienen gerade machen.
  3. Du kannst ein sinnvolles Geschenk machen: Bienenpatenschaften sind ein originelles und nachhaltiges Geschenk, mit dem du nicht nur Freude machst, sondern auch etwas Gutes tust. Viele Menschen wissen gar nicht um die vielen Möglichkeiten, Bienen zu schützen. Eine geschenkte Bienenpatenschaft könnte der Anstoß sein, dass sich der Beschenkte auch anderweitig für Bienen und die Umwelt einsetzt.
  4. Du förderst die Imkerei: Bienen können aufgrund ihrer stark dezimierten Nahrungsquellen nicht mehr allein in der Natur überleben und sind auf Imker angewiesen. Viele kleinere Imker geben ihr Hobby aber immer häufiger auf, weil die Honigpreise sinken und die Bienenhaltung aufwendiger wird (u.a. aufgrund der Varroamilben-Bekämpfung). Mit dem Spendenbeitrag trägst du dazu bei, dass sich Bienenhaltung wieder lohnt und Imker sich weiterhin für Bienen einsetzen können.
  5. Du entscheidest, wie Bienen gehalten werden: Du kannst einen Patenschaftsanbieter wählen, der Imker unterstützt, die Bienen artgerecht halten und ihre Völker nach Bio-Richtlinien führen.
  6. Du bekommst sehr viel zurück: Und zwar nicht nur das gute Gefühl, zur Bienenrettung beizutragen, sondern auch die Früchte der Arbeit deines Bienenvolkes: Je nach Anbieter bekommst du als Dank für deine Patenschaft bis zu sechs Gläser Honig von deinen Patenbienen. Manchmal werden die Völker sogar nach dir benannt und du wirst zu einem Treffen aller Bienenpaten eingeladen.

Bienenpatenschaft: einige Anbieter im Überblick

Bienenpatenschaft: Anbieter im Überblick
Bienenpatenschaft: Anbieter im Überblick (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Inzwischen gibt es sehr viele Imker und Vereine, die Bienenpatenschaften anbieten. Vielleicht hast du schon von Imkern aus deiner Nähe gehört, bei denen du sozusagen ein Bienenvolk adoptieren kannst. Das bietet den Vorteil, dass du die Bienen auch tatsächlich besuchen kannst. Einige Anbieter sind:

Bienenpatenschaft.info

  • Spendenbeitrag: 49,00 Euro im Jahr
  • Du spendest für: die Imkerei Scholz-Kessler im Siebengebrige
  • Standort deines Bienenvolkes: Siebengebirge
  • Dein Dankeschön: 3 Gläser Honig, eine Patenschaftsurkunde und monatlich Informationen zum und Fotos des eigenen Bienenvolkes

Der Bienenpate

  • Spendenbeitrag: 24 Euro im Jahr (für die kleine Bienenpatenschaft)
  • Du spendest für: die Uckermärkische Imkerei von Wolfgang Hirrle
  • Standort deines Bienenvolks: UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands
  • Dein Dankeschön: das Bienenvolk trägt deinen Namen, du bekommst 6 Gläser Honig und wirst zu einem Bienenpatentreffen eingeladen

BeeGood Bienenpatenschaft

  • Spendenbeitrag: 35 Euro im Jahr
  • Du spendest für: die Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle des Mellifera e.V., die ihre Völker nach Demeter-Richtlinien hält
  • Standort deines Bienenvolks: Rosenfeld, Baden-Württemberg
  • Dein Dankeschön: ein Glas Demeter Honig, Patenschaftsurkunde und zweimal jährlich eine informative Zeitung

Bienenretter

  • Spendenbeitrag: 36,50 Euro im Jahr
  • Du spendest für: das Bienenretter Bildungsprojekt
  • Standort deines Bienenvolks: die urbane Imkerei im Bienenretter-Garten Frankfurt-Sachsenhausen
  • Dein Dankeschön: eine Patenschaftsurkunde, einen Honigheber, ein Saattütchen mit Blumenmischung, ein Glas Honig mit Namen

Bienenpatenschaft der Imkerei Goldblüte

  • Spendenbeitrag: 38 Euro im Jahr
  • Du spendest für: die nach EU-Bio-Richtlinien geführte Imkerei Goldblüte
  • Standort deines Bienenvolks: Aichwald, Baden-Württemberg
  • Dein Dankeschön: eine Patenschaftsurkunde, ein Glas Bio-Honig mit eigenem Namen, Newsletter, Einladung zur Führung am Bienenstand

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(1) Kommentar

  1. Hallo,

    es gibt auch Wilbienenpatenschaften. Nicht nur die Honigbienen sind stark gefährdet, auch die Situation der Wildbienen (die Hummeln gehören beispielsweise zu den Wildbienen, es gibt in Deutschland insgesamt 585 Arten von Wildbienen) ist besorgniserregend! Über die Hälfte der Arten stehen auf der Roten LIste. Sie sind für die Bestäubung unserer Pflanzen mindestens ebenso wichtig wie Honigbienen. Die Stiftung für Mensch nund Umwelt in Berlin setzt sich seit Jahren für Wildbienen ein. MIt einer Wildbienenpatenschaft kann man die Arbeit der Stiftung hier unterstützen: http://wildbienenpaten.de/