Bundesregierung erwägt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr

Öffentlicher Verkehr kostenlos U-Bahn Bus Tram
Foto: CC0 Public Domain Pixabay

Die Luftverschmutzung in Deutschland ist zu hoch – deswegen könnte bald eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof kommen. Nun hat die Bundesregierung eine Idee, die die Luftqualität verbessern soll: kostenloser öffentlicher Nahverkehr.

Schon mehrfach hat die EU-Kommission Deutschland verwarnt: Immer wieder werden Grenzwerte von Schadstoffen in der Luft überschritten – vor allem in den Großstädten ist die Luft besonders schlecht.

Eine Klage will die Bundesregierung jedoch unbedingt vermeiden – in einem Brief an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella teilten Umweltministerin Barbara Hendricks, Verkehrsminister Christian Schmidt und Kanzleramtschef Peter Altmaier nun mehrere Vorschläge für bessere Luft vor. Eine mögliche Maßnahme: Kostenloser öffentlicher Nahverkehr.

Weniger Luftverschmutzung durch weniger Autos

Konkret heiße es in dem Brief, die Bundesregierung „denke darüber nach“, den öffentlichen Nahverkehr kostenlos zu gestalten, berichtet Spiegel Online. Das Ziel: Es sollen weniger private Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Außerdem schlagen die Minister „Niedrigemissionszonen“ für Schwerlastverkehr vor, um so die Stickoxid-Emissionen an bestimmten Orten zu senken. Ein weiterer Vorschlag: zusätzliche Anreize für Elektrofahrzeuge. Ob die Maßnahmen es tatsächlich schaffen die Luftqualität zu verbessern, solle dabei zunächst in fünf Städten getestet werden: Bonn, Essen, Herrenberg (Baden-Württemberg), Reutlingen und Mannheim.

Große Entlastung für die Umwelt

Ob wir nun wirklich bald umsonst deutschlandweit mit Bus, U-Bahn oder Tram fahren können, ist also noch nicht sicher. Es macht aber Hoffnung, dass der Vorschlag dieses Mal nicht von Umweltorganisationen oder NGOs kommt – sondern von hochrangigen Ministern und Mitgliedern der Bundesregierung. Für unsere Umwelt wäre kostenloser öffentlicher Verkehr mit Sicherheit eine große Entlastung.

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(5) Kommentare

  1. Ich glaube nicht das kostenloser Nahverkehr wirklich die Lösung ist.
    Viel wichtiger wäre es den Nahverkehrs endlich so auszubauen das es für die Meisten gar keinen Sinn mehr macht mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

  2. Die Bahn ist nach meiner Ansicht zu teuer und nicht attraktiv genug . Kurze Strecken kosten ungewöhnlich viel , die Fahrradmitnahme auch für sehr kurze Strecken ist viel zu teuer. Wäre man da flexibler, würde so mancher sein Rad mit in die Stadt nehmen und dadurch könnte man den Verkehr auch entlasten . Überfüllte Züge,verspätete Züge, kein Sitzplatz usw. darauf habe ich keine Lust . Viele überlegen sich dann, ob sie dann doch nicht lieber mit dem Auto fahren.
    Die Tickets müssten so günstig sein, dass ich erst gar nicht auf den Gedanken komme, dass Auto zu benutzen !!! Ich fahre übrigens 9000 jährlich mit dem Fahrrad, obwohl ich auch ein Auto und Motorräder habe. 😉
    Nur der Wille zählt …..

  3. Bus und Bahn müssen besser werden, nicht billiger!

    Vorweg: Es gibt keinen kostenlosen ÖPNV!
    Die Zeiten von Sklaven- und Zwangsarbeit sind in Deutschland glücklicherweise überwiegend vorbei.
    Ob nun über Steuern oder direkt an die Verkehrsunternehmen gezahlt wird, ist nur linke oder rechte Hosentasche.

    Ich habe noch nie von Autofahrenden gehört, dass sie mit dem Auto fahren, weil sie sich Bus und Bahn nicht leisten können.
    Hingegen höre ich immer wieder, dass sie auf das Auto angewiesen seien.
    Daher müssen Bus und Bahn bedarfsgerecht ausgebaut werden.
    Bei Bedarf alle 10 Minuten eine Fahrtmöglichkeit rund um die Uhr würde Autofahrende in Bus und Bahn locken.
    Heute sollte das technisch keine große Herausforderung mehr sein.
    Die „Geisterfahrten“ leerer Busse in den Abendstunden könnten dann gespart werden.
    Es kann auch ein sparsames Taxi statt ein großer Bus eingesetzt werden.

    Fazit: CDU und SPD haben mit dem Vorschlag von kostenlosem ÖPNV einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht wählbar sind.

  4. Das bringt dann aber auch nur etwas, wenn Busse und Bahnen regelmäßig gewartet werden, ebenso wie die technischen Anlagen die zum Betrieb notwendig sind. Bei der S-Bahn in Berlin ist dies nicht der Fall und besonders beim Ring gibt es regelmäßig Ausfälle und Verspätungen.

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