Elektroautos mit der größten Reichweite 2019: 10 Top-Modelle

Elektroauto Ladestation
Foto: WikimediaCommons

Während die Reichweite von Elektroautos von Jahr zu Jahr steigt, verbessert sich auch die Lade-Infrastruktur: Viele Tankstellen und Supermärkte bieten inzwischen Parkplätze an, auf denen du dein Elektroauto (kostenlos) laden kannst. Wir stellen dir die Top-Modelle vor, die 2019 die größten Reichweiten haben, und verraten, wie weit du mit diesen Elektroautos kommst.

Die Deutschen sind Muffel, was Elektroautos betrifft. Warum? Ein Grund ist sicher der Preis – der andere Grund die scheinbar begrenzte Reichweite. Doch gerade bei der Reichweite hat sich einiges getan: Zwar überholen die Stromer hier noch lange nicht die Verbrenner, doch niemand braucht mehr Angst zu haben, auf halber Strecke liegen zu bleiben.

Reichweite von Elektroautos 2019 – Herstellerangaben vs. Realität

Hier findest du die Reichweiten-Stars des Jahres 2019, die mit einer vollen Ladung 250 Kilometer und mehr zurücklegen können.

Hinweis: Bei den genannten Entfernungen handelt es sich um Herstellerangaben, die unter Laborbedingungen gemessen wurden. Fahrstil, Geschwindigkeit, Steigung der Fahrtstrecke und Außentemperatur können die Akkuleistung und damit die tatsächlich zurückgelegte Entfernung im Alltag deutlich beeinflussen – in beide Richtungen. Wahrscheinlicher ist es deshalb, dass ein E-Auto unter realistischen Bedingungen früher an die Ladesäule muss, als die Reichweiten-Angaben der Hersteller versprechen.

Für eine Orientierung ist dieser Reichweitenvergleich dennoch gut brauchbar. Für genauere Infos findest du hier unsere Elektroauto-Vergleich mit Leserbewertungen:

Platz 13: Kia Soul EV – bis 250 km Reichweite

Kia Soul EV mit guter Reichweite und Schnelllade-Akku.
Kia Soul EV mit guter Reichweite und Schnelllade-Akku. (© Kia Motors)

Den Kia Soul gibt es nicht nur als Verbrenner, sondern auch als umweltfreundliches Elektroauto: Mit bis zu 250 Kilometern Reichweite eignet sich der Kia Soul EV für Stadt- und Landfahrten. Seine 110 PS beschleunigen den Kia in der Spitze auf 145 km/h.

Dank Schnelllade-Technologie ist der Akku nach gut einer halben Stunde zu mehr als 80 Prozent geladen. Ein energiesparendes Wärmepumpensystem nutzt im Winter die Abwärme des Kühlwassers zum Heizen.

Preis: Erhältlich ist der kompakte Kleinwagen ab ca. 29.000 Euro (neu) oder ab etwa 17.000 Euro (gebraucht): Kia Soul EV gebraucht auf Autoscout24**

Platz 12: Hyundai Ioniq Elektro – bis 280 km Reichweite

Der Hyndai Ionic Elektro ist ein reines Elektroauto.
Hyundai Ioniq Elektro mit 280km Reichweite. (© Hyundai)

Der Hyundai Ioniq Elektro schafft stolze 280 Kilometer und taugt damit sowohl für Stadt- als auch Landfahrten. Legst du häufig längere Autobahnstrecken zurück, musst du dennoch mit einer Pause rechnen.

Mit einer Leistung von 120 PS beschleunigt der Hyundai Ioniq Elektro innerhalb von 10,8 Sekunden auf 100 km/h. Seine Spitzengeschwindigkeit beträgt 165 km/h.

PS: Wir hatten den Ioniq Elektro 2017 auch selbst im Test:

Kaufen: Der Neupreis liegt derzeit bei etwa 33.000 Euro, gebraucht gibt es den Ioniq Elektro schon ab 20.000 Euro: Hyundai Ioniq Elektro gebraucht auf Autoscout24**

Platz 11: VW e-Golf – bis 300 km Reichweite

Ranking die besten Elektroautos im Vergleich: Volkswagen VW e-Golf
Ein Klassiker mit Elektromotor: der VW e-Golf. (© Volkswagen)

VW versucht mit dem VW e-Golf auch in der Elektroauto-Branche die Erfolge des Klassikers anzuknüpfen. Der Elektro-Golf bringt es auf bis zu 300 Kilometer Reichweite und 150 km/h Spitzengeschwindigkeit. In Sachen Beschleunigung hinkt der e-Golf – mit knapp zehn Sekunden (von 0 auf 100 km/h) – etwas dem Konkurrenten BMW i3 hinterher. Auf den Komfort und die technische Ausstattung (wie Abstands-, Park- und Brems-Assistenten) des klassischen Golfs musst du auch beim e-Golf nicht verzichten.

Kaufen: Mit rund 35.000 Euro für eine neue Basisversion liegt der e-Golf im preislichen Mittelfeld. Gebraucht ist der moderne Klassiker schon ab der Hälfte zu haben: VW e-Golf gebraucht auf Autoscout24**

Übrigens: Mehr Elektroautos von VW findest du in dieser Galerie:

Platz 10: BMW i3/i3s – bis 310 km Reichweite

BMW i3
Ungewohnt rötlich: Ein BMW i3 (Foto: © BMW)

Nicht jedermanns Geschmack ist die futuristisch anmutende Optik des BMW i3, der seit 2013 verkauft wird. Und die Tatsache, dass sich der vermeintliche Miniflitzer als Moppelchen entpuppt, wenn man ihn mit eigenen Augen schaut. Dafür bietet der Minivan ausreichend Raum für eine Kleinfamilie, die er bis zu 300 Kilometer befördert, ohne frischen Strom zu schlucken. Der 170 PS starke Stromer beschleunigt in stolzen 7,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h.

Übrigens: Die sportliche i3-Variante BMW i3s (mit einem zusätzlichen s) beschleunigt zwar schneller als der unsportliche Bruder, verbraucht dafür aber auch mehr Strom. Und hat deswegen eine etwas geringere Reichweite (bis zu).

Unsere Bildergalerie zu BMW i3 und i3s findest du hier:

Kaufen: Interessierst du dich für den BMW i3, musst du mit einer Investition von mindestens 37.000 Euro für einen Neuwagen rechnen. Gebraucht ist der i3 schon für die Hälfte zu haben: BMW i3 gebraucht auf Autoscout24**

Platz 9: Nissan Leaf – bis 380 km Reichweite

Nissan-Leaf-zweite-Generation-

Bereits seit 2010 gibt es den Nissan Leaf auf dem Markt – mittlerweile in der zweiten Generation. Das Kompaktmodell ist nach wie vor das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Der Japaner kommt mit seinem 62-kWh-Akku (allerdings nur in der Sonderedition) auf bis zu 380 Kilometer Reichweite.

Der Leaf erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 144 km/h und ist hat – im Vergleich zu anderen E-Autos – eine ausgezeichnete Umweltbilanz. was den Schadstoffausstoß betrifft. Hier gibt es Bilder zum Nissan Leaf:

Kaufen: Ein neuer Leaf der zweiten Generation ist ab ca. 36.000 Euro zu haben, gebrauchte Leafs (der ersten Generation) findet man schon für 10.000 Euro: Diese erreichen allerdings auch nur eine Reichweite von unter 200 Kilometern … Nissan Leaf gebraucht auf Autoscout24**

Platz 8: Renault Zoe – bis 400 km Reichweite

Der Zoe von Renault
Renault Zoe: Kleinwagen mit 300 Kilometern Reichweite. (© Renault)

Renaults E-Kleinwagen Zoe erreicht mit der neuen 41-kWh-Batterie in der Theorie eine Reichweite von 400 Kilometern (in der Praxis sind es eher 300). Im Zoe werkelt ein 92 PS starker Elektromotor, der in 13,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und ein Maximum von 135 km/h erreicht.

Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Renault Zoe ziemlich erschwinglich: Für 21.900 Euro gibt’s den Kleinwagen mit einer schwächeren, für ca. 4.000 Euro mehr mit der leistungsstärkeren Batterie. Für die Akkus erhebt Renault eine monatliche Miete, ersetzt die Batterie aber auch bei einem Defekt.

Noch 2019 soll ein neuer Zoe auf den Markt kommen – der dann auch unter Realbedingungen 400 km Reichweite schaffen soll.

Übrigens: Den Zoe von 2017 haben wir auch für dich getestet:

Kaufen: Gebrauchte Zoes sind schon ab ca. 8.000 Euro zu haben: Renault Zoe gebraucht auf Autoscout24**

Platz 7: Jaguar I-Pace – bis 420 km Reichweite

Jaguar I-Pace EV400

Der Jaguar I-Pace ist ein Elektro-SUV, das es mit Tesla aufnehmen will. Was die Reichweite betrifft, klappt das noch nicht ganz. Der ADAC testete den E-Jaguar und schaffte 365 Kilometer mit einer Ladung; der Hersteller selbst gibt bis zu 420 Kilometer an.

Wer die Dynamik und Fahrleistungen eines Sportwagens in Anspruch nehmen will, die der I-Pace bietet, muss dafür auch in die Tasche greifen: ein Neuwagen kostet ab 77.850 Euro …

Platz 6: Kia e-Niro – bis 450 km Reichweite

Der SUV Kia e-Niro – der zunächst „Niro EV“ hieß – wird erst im Lauf des Jahres 2019 erhältlich sein. Hersteller Kia, der ebenfalls zu Hyundai gehört, verspricht 289 km Reichweite mit einer 39,2-kWh-Batterie sowie 455 km Reichweite mit einem 64-kWh-Akku. Der e-Niro wird damit technisch auf einem ähnlichen Stand sein wie der Kona Elektro (siehe nächster Platz).

Preis: Die Basisversion soll ab 34.000 Euro zu haben sein und würde sich damit für die E-Auto-Prämie qualifizieren (die allerdings nur noch bis Juni 2019 existiert).

Platz 5: Hyundai Kona Elektro – bis 480 km Reichweite

Seit August 2018 hat der südkoreanische Autobauer mit dem Hyundai Kona Elektro sein zweites Elektroauto im Sortiment, das mit einer Ladung bis zu 480 km zurücklegen soll. Das erste E-Auto der Koreaner, der Ioniq Elektro, ist ebenfalls auf dieser Liste vertreten (auf Platz 12), er kommt noch auf 280 km Reichweite.

Die CO2-Bilanz des Kona ist vorbildlich: Beim ADAC-Ecotest 2019 erreichte er (zusammen mit anderen Modellen) fünf Umweltsterne. Um sich von dem Begriff SUV zu distanzieren, der leicht in Verruf geraten ist, bezeichnet Hyundai seine Kona lieber als Crossover Untility Vehicle (CUV) – was natürlich nichts daran ändert, dass der Kona ein SUV ist wie andere auch …

Hier findest du eine ausführlichere Vorstellung des Fahrzeugs:

Kaufen: Gebrauchte Konas finden sich ab ca. 28.000 Euro, z.B. hier: Kona Elektro gebraucht auf Autoscout24**

 

Platz 4: Opel Ampera-e – bis zu 520 Kilometer Reichweite

Elektroauto Opel Ampera-e
Opel Ampera-e (Foto © Adam Opel AG)

Der Opel Ampera-e beerbt seinen Vorgänger, den Ampera (ohne e), der noch ein Plug-in-Hybrid war. Mit 520 Kilometern Reichweite, die Opel angibt, überflügelt der Ampera-e zahlreiche Benziner: Schließlich gibt es viele Verbrenner, die mit einer Tankladung kaum auf diese Distanz kommen. Aufgerufen werden für den Opel-Stromer knapp 40.000 Euro. Dafür bekommst du beim Opel Ampera-e einen 204 PS starken Elektromotor, der in weniger als 8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 150 km/h.

Mehr Hintergrund-Infos zum Ampera-e:

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Platz 3: Tesla Model 3 – bis zu 580 Kilometer Reichweite

Tesla Model 3
Massentaugliches E-Auto: Der Tesla Model 3. (Foto © Tesla)

Der Tesla Model 3 soll den Mittelklasse-Markt mit einem – für Tesla-Verhältnisse – niedrigen Preis angreifen. Das Long-Range-Modell, das ab März 2019 in Deutschland ausgeliefert wird, beschleunigt nicht nur in 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, sondern soll auch bis 580 Kilometer weit kommen.

PS: Der Tesla 3 ist sogar für die Elektro-Prämie (in Höhe von 4.000 Euro) qualifiziert.

Kaufen: Ein neuer Tesla 3 liegt bei knapp unter 60.000 Euro, gebraucht sind noch kaum Modelle erhältlich: Tesla 3 gebraucht auf Autoscout24**

Platz 2: Tesla Model X – bis zu 540 Kilometer Reichweite

Tesla Model X
Imposantes Aussehen und über 500 Kilometer Reichweite: Tesla Model X. (Foto: © Tesla)

Mit seinen großen Flügeltüren und sieben Sitzen ist der Tesla Model X ein echter Hingucker. Die über 500 Kilometer Reichweite, die der Hersteller angibt, können sich ebenfalls sehen lassen. Je nach Version beschleunigt der Tesla auf 210 km/h bis 250 km/h. Damit steht der sportliche SUV den meisten Benzinern in nichts nach. Nur der Preis von 100.000 Euro und mehr ist im Vergleich mit anderen Elektroautos deutlich zu hoch.

Kaufen: Gebraucht ist der Tesla Model X ab rund 80.000 Euro zu haben: Tesla Model X gebraucht auf Autoscout24**

Platz 1: Tesla Model S – bis zu 600 Kilometer Reichweite

Tesla Modell S
Tesla Model S: Luxus-Elektroauto mit Top-Reichweite. (Foto: Christoph Schwarzer)

Mit dem Model S belegt Tesla alle drei vorderen Plätze unserer Bestenliste.

Erstaunliche 400 bis 600 Kilometer schaffen die Tesla-Modelle der Serie S. Die Motorleistung im Tesla S variiert je nach Modell von 320 bis zu 700 PS. Damit beschleunigt der Luxuswagen in 2,7 bis 5,8 Sekunden auf 100 km/h. Sein Tempolimit liegt bei 210 bis 250 km/h. Doch das alles hat seinen Preis: Die günstigste Variante des Tesla S beginnt bei 70.700 Euro.

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Prämie für E-Autos: 4.000 Euro einsammeln

Interessierst du dich für ein Elektroauto, kannst du derzeit bis zu 4.000 Euro Prämie sichern. In einem weiteren Artikel zeigen wir dir, wie du von der Kauf-Prämie profitierst.

In unserer Bildergalerie verschaffen wir dir einen Überblick über die aktuellen Elektroautos der größten Hersteller.

Übrigens: Selbst winzigste Stromer wie Twizy oder Microlino schaffen über 100 Kilometer. Und auch die verbesserte Ladesäulen-Infrastruktur dank weiterer Elektro-Tankstellen ermöglicht zunehmend Langstreckenfahrten.

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(16) Kommentare

  1. Vorab: Der Benziner/ Diesel ist natürlich keine Dauerlösung, da müssen Alternativen her. Aber wieder mal wird Schritt 2 vor Schritt 1 gemacht.

    Die von den Herstellern genannten Reichweiten sind meines Erachtens schöngerechnet! Auf die Reichweiten kommt man vielleicht bei wenig bis keiner Zuladung mit einem 75-kg-Fahrer an Bord, waagerechten Strecken und ohne Gegenwind. Aber wo hat man solche Laborbedingungen? Hinzu kommt, dass jeder Akku im Laufe der Zeit seine Kapazität einbüßt und dann sind es nur noch 70 oder 80 Prozent dessen, was er am Anfang schaffte. Damit könnte ich aber noch leben…

    Das Ladenetz ist nach wie vor dünn (abgesehen von Ballungsgebieten). Im letzten ADAC-Heft wurde eine Deutschlandkarte mit den Lademöglichkeiten abgedruckt – mit erschreckend großen Lücken. Und „mal schnell tanken“ ist nicht möglich. Selbst mit einem Schnellader heißt es gut 30 Minuten warten, bis es weiter gehen kann. Das stört mich schon mehr…

    So, und nun zu dem was mich WIRKLICH vom Kauf abhält: Diese Kurzsichtigkeit, die immer dann auftritt, wenn man im großen Stil angeblich etwas für die Umwelt tut!

    Angenommen man erreicht tatsächlich 1 Million oder mehr Elektroautos (wie von der Regierung gewünscht): Wo kommt dann der viele Strom her? Da wird nicht nur ein kleines Telefon aufgeladen…Ja, die Autos sind emissionsfrei, aber die Stromerzeugung ist es meistens nicht. Nur spricht da keiner von. Ich empfinde das als verlogen.

    Und wie sieht es mit den Akkus aus? Wie lange halten sie? Wie werden sie entsorgt oder recycelt? Welche Probleme werden sie machen? Ich denke da an das so schön geförderte Gedämme an den Häusern und den ersten wieder abgerissenen Styroporfassaden mit den giftigen Brandhemmern…da wurde auch nur bis zur Umsetzung der gewünschten Energiesparmaßnahme gedacht – das Danach interessierte niemanden! Und wenn man merkt, dass die Entsorgung schwierig, weil teuer ist – dann passt man eben die Gesetze an und nimmt das Gift in Kauf. Ähnliches befürchte ich für die Akkus. Da existiert hierzulande nämlich kein Entsorgungsnetz. Aber merkwürdig: Zu diesem Thema wird sich ausgeschwiegen. Liebe Regierung und liebe Hersteller, wie sehen eure Lösungen in Bezug auf ECHTE Nachhaltigkeit aus?

    Bevor man neue Technik in die Welt wirft sollte man sich VORHER fragen: Was passiert damit, wenn sie ausgedient hat? Statt blind den Kauf zu fördern gehört das Geld in den Aufbau eines Recycling- und Entsorgungsnetzes. Ansonsten endet das Ganze wie bei den Dämmplatten.

  2. Hey Tina!

    da ich selbst nichts 100% genaues weiß, kann ich hier natürlich nicht mit voller Sicherheit antworten.
    Allerdings: Das Recycling von Li-Ionen-Akkus ist vergleichsweise „einfach“, und das Lithium darin nahezu vollständig wiederverwend- und wiederverwertbar, auch für neue Akkus.
    Außerdem meine ich gelesen zu haben, dass die Fahrzeughersteller verpflichtet sind, die Akkus im Falle eines Defekts/Altersschwäche oder nach einem Unfallschaden zurückzunehmen. Die ersten beiden Fälle sind denkbar logisch, da der Austausch eh nur in der Fachwerkstatt machbar sein dürfte.
    Wie das mit dem Unfallschaden aussieht, weiß ich nicht.

    Was die Stromgewinnung angeht: ja, sehr richtiger, wichtiger Punkt. Aber zumindest jeder, der zuhause lädt, hat das selbst in der Hand. Und für unterwegs kann man sich sicherlich informieren, welche Ladesäulen mit EEs gespeist werden.
    Die Tesla-Supercharger z.B. laufen 100% auf Solarstrom, tlw. (heißt: nicht alle, und dann i.d.R. auch nicht ausschließlich) sogar aus lokaler, eigens dafür errichteten Anlagen.

  3. Das mit dem Schritt 2 vor dem Schritt 1 ist schon richtig. Aber es gibt auch noch eine andere herangehensweise. Wir selbst haben vor 2 Jahren auf Elektroautos umgestellt, aber für uns selbst auch zuerst den Schritt 1 ausgeführt: Wir haben zuerst Solarkapazität wo immer es nur ging geschaffen um möglichst viel selbst laden zu können und dann gleich den Energieversorger auf Greenpeace-Energiy umgestellt und in dem Zuge gleich noch die Bank gewechselt, da unsere alte Bank auch in Atomstrom investierte. Wir sind zur GLS gegangen und können damit mit auswählen wo das Geld investiert wird.
    Dann haben wir keinen Vergleich mit den Verbrennern angestellt, sonder einfach versucht uns so umzustellen, dass man mit unseren 2 kleinen Elektroautos (iMief) alles erledigen kann.
    Das Ergebnis war überraschend: Wir sind ein 5-Personen Haushalt und es werden jetzt ca. 95% aller Fahrten elektrisch bewältigt und beim Laden kommen wir jetzt auf ca. 65% Eigenstrom. Nur noch 35% müssen wir bei Greenpeace-Energiy kaufen (Wind,Wasser,Solar).
    Zu bedenken ist auch, daß nur der Kauf von Elektroautos diese Entwicklung weiter fördert. Der Markt reagiert auf Bedarf. So wird durch den Kauf von Elektroautos mit zugleicher Umstellung auf rein regenerative Energieversorger einmal die Entwicklung der Autos und Batterien gefördert und zum anderen der Anteil rein regenerativer Stromeinspeiser vergrößert.
    Es ist wichtig zu wissen, dass der Ausbau regernativer Energieversorger nur über den Kunden und sein Kaufverhalten funktioniert. Die jetztige Energiewirtschaft und somit auch die Politik sind daran nicht interessiert, da regenerative Energieversorgung zugleich dezentrale und ‚demokoratische‘ Energieverorgung bedeutet. ‚Demokratisch‘ heißt hier – ein jeder kann einen Teil dazu beitragen. Die derzeit großen Energieversorger wollen bei Konzepten bleiben, die auch nur ein großer Konzern bewältigen kann, wie z.B. Atomkraftwerke.

  4. Unverständlich das Reichweitengejammere; das ist nicht das Problem. Die Reichweite hängt immer von verschiedenen Faktoren ab, wie Anzahl der Personen, Straßenbelag, Steigungen, Profil der Reifen; das ist bei Brennstoffmotoren nicht anders. Im Durchschnitt fährt man nicht mehr als 45km am Tag und Ladestationen gibt’s inzwischen genug um diesen Bedarf abzudecken. Das eigentliche Problem was man eigentlich bei der E-Mobilität hat, ist die Dauer des Ladevorganges. Wenn die Ladezeit bei entsprechender Sicherheit so kurz wäre wie der Tankvorgang eines herkömmlichen Fahrzeuges, würde das schon anders ausschauen. Ladezeiten wie 4-8Std. gilt es zu verbessern. Außerdem ist die Schönrechnerei nicht anders als bei Benzin od. Dieselfahrzeugen im Windkanal. Also bitte nicht so pathetisch. Da werden Außenspiegel angelegt, da werden Fugen bei Autotüren abgeklebt jede noch so kleine Unebenheit eingeebnet, Radkappen abgedeckt und bei einer Windgeschwindigkeit die ca.90km/h entspricht, die Reichweite errechnet ohne dabei den Straßenbelag, Unebenheiten und Steigungen, Reifenprofil, Anzahl der Personen im Auto miteinzubeziehen. E-Moilität ist ein erster vernünftiger Schritt in die richtige Richtung für eine bessere Luft, auch wenn noch viel Arbeit dahintersteckt aber bitte lassen sie doch bitte diese immerwährende Schwarzmalerei und Zweifkerei-Nörgelei sein. Es ist ein richtiger Schritt für eine bessere Umwelt, noch nicht perfekt aber ein Anfang.
    Was sollen solche Fragen wie ,,Wie siehts dann mit den Akkus aus?“. Paperlapapp, Akkus haben auch ganz normale Autos, Akkus haben MobilePhones, Akkus haben Notebooks; würde ich das alles aufzählen würde ich nicht mehr fertig damit. Ein E-Auto hat alles was ein Benzin/Dieselauto hat…außer einen Brennstoffmotor….naaa wirds jetzt hell?? Die Frage wo der Strom herkommen soll? Wissen sie, solange man Strom hat um in Städten alle Schaufenster zu beleuchten, um Werbetafeln die keiner sehen will zu beleuchten, um mit Strom das Wasser in Staudämme zurück zu pumpen, damit man wieder Spitzenstrom erzeugen kann, um Strom ins Ausland zu verkaufen; solange mache ich mir keine Sorgen, dass wir zu wenig Strom haben. Es gab bei jedem Wandel oder jeder Neuerung Zweifler und Gegner, Menschen ohne Hintergrundwissen die alles in Frage stellten weil sie nicht über den Tellerrand sehen konnten. Die Welt mag zwar etwas moderner geworden sein aber die Denkweise ist die Selbe geblieben; wie im Mittelalter, Unwissenheit hat viel Fortschritt verhindert.

  5. Zum Renault Zoe: „Für 24.000 Euro gibt’s den Kleinwagen mit der größten Batterie.“

    Eben nicht, denn die Batterie muss man mieten monatlich. Was natürlich auch Vorteile hat, aber man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

  6. Zu der Haltbarkeit der Akkus möchte ich nur auf Erfahrungswerte von Teslafahrern hinweisen: 300 000km ohne nennenswerten Kapazitätsverlust (<5%). In Teslas Gigafactory ist auch ein recycling der Akkus geplant. Andere wie BMW planen den Einsatz der alten Akkupakete (nach 20-30% Kapazitätsverlust) als Hausstromspeicher für Solarstrom. Hierfür können die Akkus noch Jahrzehnte, auch mit Kapazitäten jenseitst 80%, weitergenutzt werden. Die Akkus die hier verbaut werden sind auf Lebensdauern von 20 Jahren getestet und keine Billigprodukte wie sie in Handys zum Einsatz kommen. Strom für E Autos muss auch produziert werd, ja. Aber 1. hat ein E Auto ( je nach Fahrweise) trotz des höheren Gewichts einen höheren Wirkungsgrad (60%) als ein Verbrenner (10%). Ausserdem muss auch der Sprit energieintensiv gefördert,raffiniert u. transportiert werden. Wann immer man kann sollte man natürlich Ökostrom laden und dies am besten in Zeiten wo ein Überschuss besteht. Bei Tesla u co ist ausserdem der Verschleiss wesentlich geringer ( Bremsen, Antrieb usw). Auch Hilfsstoffe (Motoröl) fallen viel weniger an, die regelmässig entsorgt werden müssen. Die Ladeinfrastruktur was z.B. die Deutschen Hersteller für E Autos bieten geht gegen Null. Die öffentliche Ladeinfra, was vorallem Schnelladen auf langen strecken betrifft ist untauglich. Auch wenn Opel jetzt mit dem Ampera eine ordentliche Reichweite (real ca. 380 km) liefert, gibt es kaum flächendeckende Schnellladenetze, wenn die Fahrt doch einmal länger wird. Einzig Tesla nimmt hier eine Menge Geld in die Hand und bietet damit jetzt bereits sorgenloses Langstreckenfahren (Supercharger)….hoffentlich bald auch einigermassen erschwinglich mit dem Model3

  7. Wo habt Ihr denn die Reichweiten her? Ich habe letztens einen i3 Fahrer gefragt, wie weit er mit dem Auto kommt. Antwort: 170 km. Hier hat letzten ein Zeitungsredakteur einen Zoe getestet. Auf dem Weg nach Köln (190 km) musste er 2x nachladen.

  8. Autobahn, „Volle-Pulle-Strompedal“ (früher Bleifuss genannt), Innentemperatur 26 Grad und immer wieder linke Fahrspur.
    Grins: wenn das die Prioritäten eines Auto´s in Zeiten von Klimawandel und Abgaslügen sein sollen, dann hat unsere Species nix dazugelernt.

  9. Heute mal wieder auf meine ZOE Verbrauchsanzeige geschaut 14,3 kWh pro 100km (Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn im Mix) ist der Energiegehalt von ca. 1,5 Litern Diesel! Den Strom kann man selbst herstellen, das Diesel muss erst noch aus Saudi-Arabien transportiert und raffiniert werden. Well2Wheel Bilanz fällt deshalb noch schlechter aus. Fazit: eMobilität funktioniert im Regionalverkehr (ZOE mit 41kWh Akku) hervorragend, auf Autobahnen bis 200km ohne Probleme und auch ohne Laden!

  10. Was soll man mit den Informationen wie Reichweite, wenn man nicht weiß, nach welchen Kriterien geprüft wurde? Kann ich davon ausgehen, das nach dem „Neuer Europäischer Fahrzyklus“ geprüft wurde, um einen einheitlichen Maßstab anlegen zu können?

  11. Man kann wenn schon von mehreren Reichweitenangaben ausgehen:
    – theoretisch maximal (Kapazität, Gewicht, Leistungs-/Beschleunigungswerte, elektrische Verbraucher)
    – Herstellerangaben – Annahmen über Fahrprofile und Verbraucherverluste
    – Messungen anhand eines Fahrprofils (echte Fahrstrecke inkl. Voll-/Teilnutzung von Verbrauchern)
    – Messungen von Profi-Testern – objektivierbar, Ausnutzung der Akku Kapazität
    – Messungen von Amateuren u. Besitzern – subjektiv, Teilnutzung des Akkus
    – worst case Abzüge – lineare Aussagen anhand Winter-/Heizbetrieb, Fahrprofil ohne Recuperation

    Einheitliche Messungen können einen potentiellen Käufer gleichermaßen irritieren wie die mangelnde Schnelllademöglichkeiten.

    Eine geringere Reichweite kann mit besserer Schnellladung für manchen Käufer interessanter sein als eine wahnwitzige hohe Reichweite unter idealisierten Bedingungen und dem ´falschen´ Fahrprofil zum Fahrzeug (Gewicht).

    Am entspanntesten und effizientesten fahren mit Sicherheit jene E-Autos und E-Fahrer, die Zeit haben und die Vorteile der Technik bedienen können. Wie beim Verbrenner Auto.

    Was nützt mir ein toller Schnelllade Strom, der zu hohe Wärmewirkung auf den Akku ausübt und den Fahrer zu Wartepausen nötigt, um weiter (voll) laden zu können. Das sind alles Faktoren für „Reichweite“.

    Meiner Meinung wird es nie „den Maßstab“ geben, die Fahrprofile sind sehr unterschiedlich. Wir wissen von den Verbrennern, das neuere Fahrzeuge stärker vom einheitlichen Fahrzyklus abweichen als ältere Baujahre. Gegenwärtig existiert ein Druck auf die Reichweitenangabe, weil verkaufsentscheidend. Haben die Hersteller früher ´gelogen´, so werden sie bei E-Autos garantiert die Wahrheit sagen?

    Es braucht professionelle Messungen, von unabhängigen Instituten. Sollen wir dem wahrheitsliebenden ADAC glauben? Viele würden das eher tun als etwa zeitschriften verkaufenden Redaktionen, die ´Präferenzen´ zu bestimmten Autoherstellern haben.

    Sollen wir youtube Autofans glauben oder Spritmonitor? Um realistische Verbrauchswerte zu erhalten müsste man die Daten sehr, sehr genau prüfen, je geringer die Fallzahlen umso schwieriger kommt man auf brauchbare Durchschnittswerte. Wie bei den Verbrennern.

  12. Am besten selber ausprobieren. Renault bietet eine 48 Stunden Probefahrt an, andere Hersteller glaube ich auch. Ich habe es gemacht und für mich als „alltagstauglich“ befunden. Aber Vorsicht! es besteht Infizierungsgefahr. Ist man einmal e-Auto gefahren möchte man unbedingt eines haben.

  13. Hallo zusammen,
    leider leider vermischt Ihr Reichweitenangaben von EPA und NEFZ (und evtl. auch vom Hersteller). Der Tesla Model 3 schafft ehrliche/realistische 345 km, während der VW e-Golf keine 300 km, sondern 200 km schafft!!!
    Der Zoe wird mit 41 kWh-Batterie mit mehr Reichweite angegeben als der Tesla Model 3 mit 55 kWh-Batterie. Hallo!? Außerdem gibt es den Tesla Model 3 auch als long range Variante mit 80 kWh Batterie und 500 km Reichweite (ECHTE 500 km).

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