Elektroautos mit der größten Reichweite: Die Top-Modelle

Elektroauto Opel Ampera-e
Foto: © Adam Opel AG

Während die Reichweite von Elektroautos steigt, verbessert sich auch die Lade-Infrastruktur: Viele Tankstellen und Supermärkte bieten inzwischen Parkplätze an, auf denen du dein Elektroauto kostenlos laden kannst. Wir stellen dir die Top-Modelle vor und verraten wie weit du mit diesen Elektroautos kommst.

Die Deutschen sind Elektroauto-Muffel. Warum? Ein Grund ist sicher der Preis – der andere Grund die scheinbar begrenzte Reichweite. Doch gerade bei der Reichweite hat sich einiges getan: Zwar überholen die Stromer hier noch lange nicht die Benzinautos, doch niemand braucht mehr Angst zu haben, auf halber Strecke liegen zu bleiben. Hier die aktuellen Top 5 in Sachen Elektroauto-Reichweite:

Platz 5: Hyundai Ioniq Elektro mit 280 Kilometern Reichweite

Der Hyndai Ionic Elektro ist ein reines Elektroauto.
Hyundai Ioniq Elektro – 280km Reichweite. (© Hyundai)

Der Hyundai Ioniq Elektro schafft stolze 280 Kilometer und taugt damit sowohl für Stadt- als auch Landfahrten. Legst du häufig längere Autobahnstrecken zurück, musst du dennoch mit einer Pause rechnen. Mit einer Leistung von 120 PS beschleunigt der Hyundai Ioniq Elektro innerhalb von 10,8 Sekunden auf 100 km/h. Seine Spitzengeschwindigkeit beträgt 165 km/h. Der Neupreis liegt derzeit bei etwa 33.300 Euro.

Platz 4: BMW i3 mit 300 Kilometern Reichweite

Elektroauto BMW i3
BMW i3 – Elektroauto mit 300km Reichweite (Foto © BMW)

Nicht jedermanns Geschmack ist die futuristisch anmutende Optik des BMW i3. Dafür bietet der Minivan ausreichend Platz für eine Kleinfamilie, die er bis zu 300 Kilometer ohne Stopp befördert. Der 170 PS starke Elektrowagen beschleunigt in stolzen 7,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Interessierst du dich für den BMW i3, musst du mit einer Investition von 36.150 Euro rechnen.

Platz 3: Renault Zoe – bis zu 400 Kilometer schafft der französische Kleinwagen

Der Zoe von Renault
Renault Zoe: Kleinwagen mit 300 Kilometern Reichweite (© Renault)

Renaults E-Kleinwagen Zoe erreicht mit der neuen 41 kWh Batterie in der Theorie eine Reichweite von 400 Kilometern. Im Zoe werkelt ein 92 PS starker Elektromotor, der in 13,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und ein Maximum von 135 km/h erreicht. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Zoe erschwinglich: Für 24.000 Euro gibt’s den Kleinwagen mit der größten Batterie.

Platz 2: Opel Ampera-e – Sportliche 500 Kilometer

Elektroauto Opel Ampera-e
Opel Ampera-e kommt ab Frühjahr 2017 (Foto © Adam Opel AG)

Der Opel Ampera ist Geschichte. An seine Stelle tritt der Nachfolger Ampera-e, der ab Frühjahr 2017 in Deutschland auf den Markt kommt. Mit 500 Kilometern Reichweite wird der Ampera-e eine echte Alternative zum Benziner. Auch wenn der Preis für den deutschen Markt noch unbekannt ist, kannst du mit etwa 34.000 Euro rechnen. Dafür bekommst du einen 204 PS starken Elektromotor, der in weniger als 8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Seine Spitzengeschwindigkeit wird bei etwa 150 km/h liegen.

Platz 1: Tesla Model S – Bis zu 600 Kilometer Reichweite

Tesla Modell S
Tesla Model S: Luxus-Elektroauto mit Top-Reichweite (Foto: Christoph Schwarzer)

Erstaunliche 400 bis 600 Kilometer schaffen die Tesla Fahrzeuge der Modellserie S. Die Motorleistung im Tesla S variiert je nach Modell von 320 bis zu 700 PS. Damit beschleunigt der Luxuswagen in 2,7 bis 5,8 Sekunden auf 100 km/h. Sein Tempolimit liegt bei 210 bis 250 km/h. Doch das alles hat seinen Preis: Die günstigste Variante des Tesla S beginnt bei 70.700 Euro.

Wichtig: Bei den genannten Reichweiten handelt es sich um Herstellerangaben. Fahrstil, Geschwindigkeit, Steigung der Fahrtstrecke und Außentemperatur kann die Akkuleistung und damit die tatsächlich zurückgelegte Entfernung beeinflussen. Interessierst du dich für ein Elektroauto, kannst du derzeit bis zu 4.000 Euro Prämie einsacken. In einem weiteren Artikel zeigen wir dir, wie du von der Kauf-Prämie profitierst. In unserer Bildergalerie verschaffen wir dir einen Überblick über die aktuellen Elektroautos der größten Hersteller.

Liste: Die besten Elektroautos im Vergleich

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(10) Kommentare

  1. Vorab: Der Benziner/ Diesel ist natürlich keine Dauerlösung, da müssen Alternativen her. Aber wieder mal wird Schritt 2 vor Schritt 1 gemacht.

    Die von den Herstellern genannten Reichweiten sind meines Erachtens schöngerechnet! Auf die Reichweiten kommt man vielleicht bei wenig bis keiner Zuladung mit einem 75-kg-Fahrer an Bord, waagerechten Strecken und ohne Gegenwind. Aber wo hat man solche Laborbedingungen? Hinzu kommt, dass jeder Akku im Laufe der Zeit seine Kapazität einbüßt und dann sind es nur noch 70 oder 80 Prozent dessen, was er am Anfang schaffte. Damit könnte ich aber noch leben…

    Das Ladenetz ist nach wie vor dünn (abgesehen von Ballungsgebieten). Im letzten ADAC-Heft wurde eine Deutschlandkarte mit den Lademöglichkeiten abgedruckt – mit erschreckend großen Lücken. Und „mal schnell tanken“ ist nicht möglich. Selbst mit einem Schnellader heißt es gut 30 Minuten warten, bis es weiter gehen kann. Das stört mich schon mehr…

    So, und nun zu dem was mich WIRKLICH vom Kauf abhält: Diese Kurzsichtigkeit, die immer dann auftritt, wenn man im großen Stil angeblich etwas für die Umwelt tut!

    Angenommen man erreicht tatsächlich 1 Million oder mehr Elektroautos (wie von der Regierung gewünscht): Wo kommt dann der viele Strom her? Da wird nicht nur ein kleines Telefon aufgeladen…Ja, die Autos sind emissionsfrei, aber die Stromerzeugung ist es meistens nicht. Nur spricht da keiner von. Ich empfinde das als verlogen.

    Und wie sieht es mit den Akkus aus? Wie lange halten sie? Wie werden sie entsorgt oder recycelt? Welche Probleme werden sie machen? Ich denke da an das so schön geförderte Gedämme an den Häusern und den ersten wieder abgerissenen Styroporfassaden mit den giftigen Brandhemmern…da wurde auch nur bis zur Umsetzung der gewünschten Energiesparmaßnahme gedacht – das Danach interessierte niemanden! Und wenn man merkt, dass die Entsorgung schwierig, weil teuer ist – dann passt man eben die Gesetze an und nimmt das Gift in Kauf. Ähnliches befürchte ich für die Akkus. Da existiert hierzulande nämlich kein Entsorgungsnetz. Aber merkwürdig: Zu diesem Thema wird sich ausgeschwiegen. Liebe Regierung und liebe Hersteller, wie sehen eure Lösungen in Bezug auf ECHTE Nachhaltigkeit aus?

    Bevor man neue Technik in die Welt wirft sollte man sich VORHER fragen: Was passiert damit, wenn sie ausgedient hat? Statt blind den Kauf zu fördern gehört das Geld in den Aufbau eines Recycling- und Entsorgungsnetzes. Ansonsten endet das Ganze wie bei den Dämmplatten.

    • Hey Tina!

      da ich selbst nichts 100% genaues weiß, kann ich hier natürlich nicht mit voller Sicherheit antworten.
      Allerdings: Das Recycling von Li-Ionen-Akkus ist vergleichsweise „einfach“, und das Lithium darin nahezu vollständig wiederverwend- und wiederverwertbar, auch für neue Akkus.
      Außerdem meine ich gelesen zu haben, dass die Fahrzeughersteller verpflichtet sind, die Akkus im Falle eines Defekts/Altersschwäche oder nach einem Unfallschaden zurückzunehmen. Die ersten beiden Fälle sind denkbar logisch, da der Austausch eh nur in der Fachwerkstatt machbar sein dürfte.
      Wie das mit dem Unfallschaden aussieht, weiß ich nicht.

      Was die Stromgewinnung angeht: ja, sehr richtiger, wichtiger Punkt. Aber zumindest jeder, der zuhause lädt, hat das selbst in der Hand. Und für unterwegs kann man sich sicherlich informieren, welche Ladesäulen mit EEs gespeist werden.
      Die Tesla-Supercharger z.B. laufen 100% auf Solarstrom, tlw. (heißt: nicht alle, und dann i.d.R. auch nicht ausschließlich) sogar aus lokaler, eigens dafür errichteten Anlagen.

    • Das mit dem Schritt 2 vor dem Schritt 1 ist schon richtig. Aber es gibt auch noch eine andere herangehensweise. Wir selbst haben vor 2 Jahren auf Elektroautos umgestellt, aber für uns selbst auch zuerst den Schritt 1 ausgeführt: Wir haben zuerst Solarkapazität wo immer es nur ging geschaffen um möglichst viel selbst laden zu können und dann gleich den Energieversorger auf Greenpeace-Energiy umgestellt und in dem Zuge gleich noch die Bank gewechselt, da unsere alte Bank auch in Atomstrom investierte. Wir sind zur GLS gegangen und können damit mit auswählen wo das Geld investiert wird.
      Dann haben wir keinen Vergleich mit den Verbrennern angestellt, sonder einfach versucht uns so umzustellen, dass man mit unseren 2 kleinen Elektroautos (iMief) alles erledigen kann.
      Das Ergebnis war überraschend: Wir sind ein 5-Personen Haushalt und es werden jetzt ca. 95% aller Fahrten elektrisch bewältigt und beim Laden kommen wir jetzt auf ca. 65% Eigenstrom. Nur noch 35% müssen wir bei Greenpeace-Energiy kaufen (Wind,Wasser,Solar).
      Zu bedenken ist auch, daß nur der Kauf von Elektroautos diese Entwicklung weiter fördert. Der Markt reagiert auf Bedarf. So wird durch den Kauf von Elektroautos mit zugleicher Umstellung auf rein regenerative Energieversorger einmal die Entwicklung der Autos und Batterien gefördert und zum anderen der Anteil rein regenerativer Stromeinspeiser vergrößert.
      Es ist wichtig zu wissen, dass der Ausbau regernativer Energieversorger nur über den Kunden und sein Kaufverhalten funktioniert. Die jetztige Energiewirtschaft und somit auch die Politik sind daran nicht interessiert, da regenerative Energieversorgung zugleich dezentrale und ‚demokoratische‘ Energieverorgung bedeutet. ‚Demokratisch‘ heißt hier – ein jeder kann einen Teil dazu beitragen. Die derzeit großen Energieversorger wollen bei Konzepten bleiben, die auch nur ein großer Konzern bewältigen kann, wie z.B. Atomkraftwerke.

  2. Zum Renault Zoe: „Für 24.000 Euro gibt’s den Kleinwagen mit der größten Batterie.“

    Eben nicht, denn die Batterie muss man mieten monatlich. Was natürlich auch Vorteile hat, aber man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

  3. Zu der Haltbarkeit der Akkus möchte ich nur auf Erfahrungswerte von Teslafahrern hinweisen: 300 000km ohne nennenswerten Kapazitätsverlust (<5%). In Teslas Gigafactory ist auch ein recycling der Akkus geplant. Andere wie BMW planen den Einsatz der alten Akkupakete (nach 20-30% Kapazitätsverlust) als Hausstromspeicher für Solarstrom. Hierfür können die Akkus noch Jahrzehnte, auch mit Kapazitäten jenseitst 80%, weitergenutzt werden. Die Akkus die hier verbaut werden sind auf Lebensdauern von 20 Jahren getestet und keine Billigprodukte wie sie in Handys zum Einsatz kommen. Strom für E Autos muss auch produziert werd, ja. Aber 1. hat ein E Auto ( je nach Fahrweise) trotz des höheren Gewichts einen höheren Wirkungsgrad (60%) als ein Verbrenner (10%). Ausserdem muss auch der Sprit energieintensiv gefördert,raffiniert u. transportiert werden. Wann immer man kann sollte man natürlich Ökostrom laden und dies am besten in Zeiten wo ein Überschuss besteht. Bei Tesla u co ist ausserdem der Verschleiss wesentlich geringer ( Bremsen, Antrieb usw). Auch Hilfsstoffe (Motoröl) fallen viel weniger an, die regelmässig entsorgt werden müssen. Die Ladeinfrastruktur was z.B. die Deutschen Hersteller für E Autos bieten geht gegen Null. Die öffentliche Ladeinfra, was vorallem Schnelladen auf langen strecken betrifft ist untauglich. Auch wenn Opel jetzt mit dem Ampera eine ordentliche Reichweite (real ca. 380 km) liefert, gibt es kaum flächendeckende Schnellladenetze, wenn die Fahrt doch einmal länger wird. Einzig Tesla nimmt hier eine Menge Geld in die Hand und bietet damit jetzt bereits sorgenloses Langstreckenfahren (Supercharger)….hoffentlich bald auch einigermassen erschwinglich mit dem Model3

  4. Wo habt Ihr denn die Reichweiten her? Ich habe letztens einen i3 Fahrer gefragt, wie weit er mit dem Auto kommt. Antwort: 170 km. Hier hat letzten ein Zeitungsredakteur einen Zoe getestet. Auf dem Weg nach Köln (190 km) musste er 2x nachladen.

    • Autobahn, „Volle-Pulle-Strompedal“ (früher Bleifuss genannt), Innentemperatur 26 Grad und immer wieder linke Fahrspur.
      Grins: wenn das die Prioritäten eines Auto´s in Zeiten von Klimawandel und Abgaslügen sein sollen, dann hat unsere Species nix dazugelernt.

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