Öko-Test: Diätdrinks sind mit Mineralöl und Gen-Soja belastet

Diät-Drinks bei Öko-Test
Foto: Öko-Test

Diätdrinks von Almased, Yokebe und Co. versprechen einfaches und natürliches Abnehmen. Dabei sind die Zutaten alles andere als natürlich, wie Öko-Test in seiner aktuellen Ausgabe zeigt: In den Pulvern stecken künstliche Vitamine, Aromen und Süßstoffe – in einigen sogar Gen-Soja.

„Für alle, die schon morgen eine Bikini-Figur brauchen“ – so bewirbt Almased seinen Diät-Shake im Fernsehen. Abnehmen ist ganz leicht, suggeriert die Werbung. Doch die Realität sieht ganz anders aus: „Diätdrinks können bestenfalls den Einstieg in kalorienärmere Ernährungsgewohnheiten unterstützen“, erklärt Öko-Test in der Januar-Ausgabe 2019. Wer sich aber alleine auf Diätdrinks verlasse, habe schnell sein altes Gewicht wieder auf der Hüfte. Denn Getränke-Pulver helfen nicht dabei, sich an eine kalorienarme Ernährung zu gewöhnen. Doch gerade das ist wesentlicher Bestandteil einer Diät. Noch dazu enthalten die Shakes viele umstrittene Inhaltsstoffe.

Öko-Test: Diätdrinks sind reine Kunstprodukte

„100 % Natur“ steht auf der Packung von Almased – der Wahrheit entspricht das aber ganz und gar nicht: Wie bei fast allen anderen Diätdrinks stecken auch hier künstliche Vitamine und Mineralstoffe aus dem Chemielabor drin. Einige Präparate enthalten auch noch zugesetzte Aromen und Süßstoffe, damit das Pulver auch einigermaßen schmeckt.

Fünf der 14 getesteten Getränke-Pulver zum Abnehmen sind im Test durchgefallen. Dies liegt aber nicht nur an den künstlichen Inhaltsstoffen, sondern auch an Verunreinigungen durch Mineralöl. Bis auf vier Produkte enthielten alle Pulver bedenkliche Mineralölrückstände (MOSH/POSH). „Gut“ oder gar „sehr gut“ ist kein einziger Diät-Shake.

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Diätdrinks im Test: Mineralöl zum Abnehmen?

Mineralöl hat natürlich in Diätdrinks genauso wenig zu suchen, wie in anderen Lebensmitteln. Trotzdem sind viele Produkte mit Mineralöl verunreinigt, häufig wird es etwa in Schokolade oder Öl gefunden. Besonders umstritten sind die in den Diätdrinks gefundenen MOSH- und POSH-Rückstände.

  • MOSH: Die gesättigten Mineralöle haben bei Tierversuchen Leberschäden hervorgerufen (BfR). Die Wirkung auf den Menschen ist nicht erforscht.
  • POSH: Die gesättigten Kohlenwasserstoffe aus Polyolefin können sich in den Organen anreichern. Welche Gefahr von ihnen ausgeht, ist nicht bekannt.

Auch das einzige getestete Bio-Diätshake ist stark mit Mineralöl verunreinigt und daher bei Öko-Test durchgefallen. Die Experten betonen aber, dass bei diesem Diätdrink als einziges keine Vitamine aus dem Chemielabor drinstecken. Stattdessen verwendet der Hersteller ein Fruchtpulver.

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Gen-Soja im Almased-Drink gefunden

Öko-Test
Ausgabe 01/2019 von Öko-Test (Foto: Öko-Test)

Fünf der 14 getesteten Pulver sind im Test komplett durchgefallen, drei haben die Note „mangelhaft“ bekommen. Doch auch die übrigen Diät-Shakes kann Öko-Test nicht empfehlen. Unter den Shakes, die am schlechtesten abgeschnitten haben, befinden sich auch die Getränke-Pulver von Almased sowie die Präparate von Alsiroyal und Formoline. Alle drei enthalten neben stark erhöhten Mineralölrückständen auch gentechnisch verändertes Soja. Die Manipulation der Soja-DNA mittels Gentechnik ist umstritten und mit hohen ökologischen Risiken verbunden, die nicht kontrollierbar sind. Deshalb ist Öko-Test hier besonders streng. Darüber hinaus enthalten alle drei Präparate künstliche Vitamine oder Mineralstoffe.

Alle Details findest du in der Ausgabe 01/2019 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

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