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Öko-Test Eyeliner: Treffer ins Schwarze – Die Hälfte ist „sehr gut“

Öko-Test hat Eyeliner getestet. Unter anderem: L'Oréal, Alverde und Essence.
Fotos: Ökotest

Öko-Test hat Eyeliner getestet und die Hälfte mit „sehr gut“ bewertet. Die Ergebnisse der konventionellen Produkte sind durchwachsen. Große Überraschungen gibt es bei einem Eyeliner mit Naturkosmetik-Siegel.

Ein feiner Lidstrich rundet manch ein Gesichts-Make-up ab. Besonders präzise funktioniert das mit einem flüssigen Eyeliner mit Pinsel, statt einem wachshaltigem Kajal.

Öko-Test hat 18 schwarze Dip-Eyeliner getestet – wasserfest und nicht wasserfest, darunter sieben in Naturkosmetik-Qualität. Bei den Produkten wird die Farbe mit einem Pinsel aufgenommen und auf das Augenlid aufgetragen.

Untersucht wurden die Produkte unter anderem auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Kunststoffverbindungen und Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber.

Zu den Ergebnissen des Eyeliner-Tests**>

8 Eyeliner sehr gut – 3 mangelhaft

Fast alle Naturkosmetikprodukte sind „sehr gut“, darunter auch der:

  • „Alverde Eyeliner“ (2,75 Euro pro 3 Milliliter)

Ebenfalls die Note „sehr gut“ bekommt ein konventionelles Produkt aus der Drogerie:

  • „Catrice Liquid Liner matt“ (6,09 Euro pro 3 Milliliter)

Doch nicht alle Eyeliner konnten überzeugen. Vier Produkte schnitten mit „ausreichend“ ab – drei waren sogar „mangelhaft“.

Formaldehyd in Naturkosmetik

Überraschenderweise mit der Note „mangelhaft“ ausgezeichnet ist die zertifizierte Naturkosmetik-Variante von Müller:

  • „Terra Naturi Dip Eyeliner“ (2,06 Euro pro 3 Milliliter)

Das beauftragte Labor hat in dem Naturkosmetikprodukt von Müller Formaldehyd nachgewiesen. Es ist unklar, wie dieser Stoff in das Augenprodukt gelangen konnte, weil Verbindungen, die nach und nach Formaldehyd freisetzen, in Naturkosmetik nicht erlaubt sind. Das Gas gilt als Kontaktallergen und kann schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizen.

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Kunststoffverbindungen in konventionellen Eyelinern

Bei den meisten konventionellen Eyeliner kommen die Tester:innen zu durchwachsenen Ergebnissen. Denn in acht von elf konventionellen Produkten konnten Kunststoffverbindungen (Polymere und Silikone) nachgewiesen werden.

Mit der Note „ausreichend“ wurde folgendes Augenprodukt ausgezeichnet, weil ebenfalls Kunststoffverbindungen, sowie PEG/PEG-Derivate nachgewiesen werden konnten:

  • „L’Oréal Paris Ultra Precision Superliner“ (8,93 Euro pro 3 Milliliter)

Die Note „mangelhaft“ bekommt ein anderer günstiger Eyeliner aus der Drogerie, weil die Tester:innen Kunststoffverbindungen, PEG/PEG-Derivate und Natriumlaurylsulfat nachweisen konnten:

  • „Essence Liquid Ink“ (2,25 Euro pro 3 Milliliter)

Diese sind dafür verantwortlich, dass der Lidstrich besser sitzt. Allerdings sind solche Substanzen schlecht für die Umwelt.

Zertifizierte Naturkosmetik ist insofern besser, da solche Stoffe nicht enthalten sein dürfen. Aber dafür sollte bedacht werden, dass ein solcher Lidstrich durch Schweiß und Wasser schneller verwischen kann als konventioneller. Die meisten Naturkosmetik-Eyeliner trocknen jedoch recht schnell und sind damit relativ wischfest.

Alle Details zum Test von Öko-Test findest du in der Ausgabe 08/2021 von Öko-Test sowie online auf www.oekotest.de.

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