Öko-Test Popcorn: Mais-Snacks mit Atropin und Scopolamin belastet

Bild: Pixabay

Öko-Test hat 18 verschiedene Popcornsorten auf giftige Verunreinigungen untersucht. Ergebnis: Fertigpopcorn – vor allem von Bio-Anbietern – ist zum Teil hoch belastet. Das Popcorn aus drei großen Kinoketten schneidet hingegen passabel ab.

Im Kino, auf der Couch oder dem Kindergeburtstag: Popcorn ist ein beliebter Snack aus Mais, den es auch fertig zubereitet in der Tüte zu kaufen gibt. Zuletzt aber riefen allerdings einige Hersteller aus Supermärkte wie Edeka, Netto und Marktkauf ihre Produkte zurück.

Grund für die Rückrufe: Das Popcorn war mit pflanzlichen Giftstoffen, sogenannten Tropanalkaloide, belastet. In höheren Dosierungen können diese Gifte psychotische Reaktionen und Halluzinationen auslösen. Sie stammen aus Nachtschattengewächsen, die zwischen dem Mais wachsen und bei der Ernte mit in den Mähdrescher geraten.

Öko-Test Popcorn

Welches Popcorn kann man nun noch unbeschwert genießen? Das hat sich Öko-Test gefragt und Popcorn von 18 verschiedenen Marken eingekauft und ins Labor geschickt. 14 Produkte können die Verbraucherschützer mit „sehr gut“ empfehlen. Vier Maissnacks sind jedoch deutlich bis sehr stark mit Tropanalkaloiden belastet. Details in der Öko-Test-Ausgabe September:

Details in der Öko-Test-Ausgabe September:

Öko-Test (ePaper / PDF) bei United Kiosk kaufenÖko-Test Popcorn: der Testbericht auf oekotest.de

Popcorn: Das sind die Öko-Test-Ergebnisse

Öko-Test hat Fertigpopcorn aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden eingekauft. Auch in drei großen Kinos in Berlin zogen die Verbraucherschützer Proben. Ein Speziallabor untersuchte die Produkte für Öko-Test dann auf die giftigen Tropanalkaloide Atropin und Scopolamin.

In sechs der 18 Marken hat Öko-Test überhaupt keine Gehalte an giftigen Alkaloiden gefunden, in acht Popcorns waren nur Spuren davon. Diese Produkte beurteilt Öko-Test mit „sehr gut“.

Popcorn im Test
Popcorn im Test (Foto: Rhea Moutafis / Utopia)

Vier Popcorns waren mit den pflanzlichen Giften belastet – darunter auch einige Bioprodukte. Die nachgewiesenen Alkaloide beeinflussen schon in kleinsten Mengen die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem. Typische Vergiftungssymptome sind Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Ein Bio- und ein konventionelles Popcorn waren sehr stark belastet. Die nachgewiesenen Mengen überschreiten laut Öko-Test einen Richtwert, der sicherstellt, dass der Verzehr ohne erkennbares Risiko bleibt. Die Belastung des getesteten Bio-Produkt liegt laut Öko-Test allerdings viermal so hoch. „Das Produkt müsste eigentlich per Rückruf aus dem Verkehr gezogen werden“, erklärt Öko-Test-Ernährungsexpertin Birgit Hinsch dazu. Alle Details erfährst Du im vollständigen Test auf www.oekotest.de.

Details in der Öko-Test-Ausgabe September:

Öko-Test (ePaper / PDF) bei United Kiosk kaufenÖko-Test Popcorn: der Testbericht auf oekotest.de

Das bietet der Popcorn-Test von Öko-Test

  • Testumfang: Öko-Test hat Popcorn von 18 verschiedenen Anbietern auf pflanzliche Giftstoffe getestet.
  • 14 Popcornsorten haben ein „ sehr gut“ erhalten.
  • Die schlechteste Note im Test ist „ungenügend“. Notenabzug gab es vor allem für giftige Tropanalkaloide.

Gut zu wissen: Öko-Test zeigt, welches Popcorn man unbesorgt essen kann, wie man es länger frisch hält und wie viel gezuckertes Popcorn noch gesund ist. Mehr Informationen zu den Testsiegerni im Popcorn-Test in der August-Ausgabe von Öko-Test auf oekotest.de.

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