People Wear Organic: Günstige Baby- & Kindermode von Alnatura

Foto: © People Wear Organic

Ein Body aus Bio-Baumwolle für unter zehn Euro: Das Modelabel People Wear Organic möchte mit seiner Baby-Kollektion zeigen, dass öko nicht gleich teuer sein muss. 

People Wear Organic: Das Unternehmen

Seit über 20 Jahren stellt People Wear Organic – damals noch als Alnatura Naturtextil – faire, nachhaltige und zudem günstige Kleidung her. 2013 wurde aus der Alnatura-Marke die People Wear Organic GmbH. Das Modelabel hat sich vor allem auf Baby- und Kinderkleidung spezialisiert, im Sortiment findet sich aber auch Damenkleidung, Yoga-Wear und Wolle-Seide-Unterwäsche.

Hinter dem Unternehmen stehen sieben Frauen, fast alle davon sind Mütter. „So bringt jede ihre eigenen Erfahrungen mit, wenn wir eine neue Baby-Kollektion planen“, erzählt Johanna Kramm, die im Marketing von People Wear Organic arbeitet. Die sieben Frauen arbeiten eng zusammen: Design, Konzeption, Schnitt, Musterung und die finale Produktion – alles liegt in den Händen der Südhessinnen. Etwa eineinhalb Jahre vor einer neuen Kollektion setzt sich das Team zusammen, wählt Stoffe, Schnitte und Muster aus.

Baby im Body aus Bio-Baumwolle
Diesen gestreiften Wickelbody gibt es schon für 9,95 Euro (Foto: © People Wear Organic)

„Man vergisst gerne einmal, wie viel Handarbeit in einem Kleidungsstück steckt,“ weiß Kramm. Es braucht einige Schritte, bis ein Stoff fertig ist: Die Baumwolle wird per Hand gepflückt, anschließend wird sie gereinigt, zu einem Faden gesponnen, der Faden wird zu einem Gewebe, das schließlich noch gefärbt wird. Erst dann kommt das Material in die Näherei.

Die Produktion in der ägyptischen Kulturinitiative Sekem

Die Näherei befindet sich in Ägypten: 70% der Produkte von People Wear Organic werden in der Kulturinitative Sekem produziert, die restliche Ware bei einem großen Hersteller in Indien und weitere kleine in Europa. Sekem produziert neben Textilien auch Bio-Lebensmittel und Gesundheitsprodukte – alles aus ökologischem Anbau. Zudem finanziert das soziale Unternehmen die Aktivitäten der „Sekem-Stiftung für Entwicklung“ und orientiert sich an Grundprinzipien der Waldorfpädagogik.

Die Arbeiter finden hier eine feste Beschäftigung, und werden nicht, wie sonst oft üblich, als Saisonarbeiter eingestellt. Wenn gerade keine aktuelle Kollektion produziert wird, versucht People Wear Organic die Firma mit Aktionsartikeln zu unterstützen. Die Mitarbeiter erhalten faire Löhne und haben zudem die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Im „Puppenwerkstatt-Projekt“ bekommen auch Frauen die Möglichkeit zu arbeiten, für eine Kinderbetreuung während der Arbeitszeit ist gesorgt. Zudem gibt es eine medizinische Versorgung, eigene Schulen und Feste. Die Frauen von People Wear Organic sind regelmäßig vor Ort.

Das Material: Bio-Baumwolle und GOTS-Siegel

„Die Qualität der Textilien ist hochwertig, die Teile langlebig“, erklärt Johanna Kramm. „Die Farben verbleichen nicht, der Schnitt verzieht sich auch nach mehrmaligem Waschen nicht“. Die Baby-Bodies werden extra etwas größer produziert – so können sie beim Waschen noch etwas einlaufen und es muss nicht schon vier Wochen später ein neues Modell gekauft werden, weil der oder die Kleine rausgewachsen ist.

Alle Produkte sind aus Bio-Baumwolle, die nach den Richtlinien des Global Organic Textile Standards gesponnen, gewebt und gefärbt wird. Alle Mitgliedsunternehmen verpflichten sich in jedem Prozessschritt zur Einhaltung einer Positivliste für als unbedenklich zertifizierte Hilfsmittel. Das GOTS-Siegel stellt außerdem sicher, dass in allen Verarbeitungsschritten – von der Baumwollernte bis hin zur Verpackung – gerechte Arbeitsbedingungen herrschen.

Kindermode von People Wear Organic
Auch für Schulkinder gibt es bei People Wear Organic eine große Auswahl (Foto: © People Wear Organic)

„Wir wollen dagegen ankämpfen, dass Öko gleich teuer bedeutet – das muss es nämlich nicht!“, stellt Kramm klar. Der Anspruch von People Wear Organic ist es, faire und nachhaltige Mode für Menschen aus allen Einkommensschichten zu produzieren. Doch wie kann alles fair, nachhaltig und trotzdem günstig sein?

„Wir verdienen uns keine goldene Nase“, verrät Kramm mit einem Augenzwinkern, „bei uns wird bereits im Designprozess sehr viel Energie darauf verwendet, dass möglichst wenige Stoffe für viele unterschiedliche Styles genutzt werden. Außerdem haben wir so gut wie keine Werbeausgaben. Alle unsere Prozesse sind auf den besten Preis ausgelegt, den wir mit unseren langjährigen Herstellerpartnern erreichen.“

 

Bezugsquellen: Online gibt es PWO derzeit nur bei Avocadostore.de, stationär in ausgewählten Alnatura-Filialen (Filial-Finder mit People Wear Organic)

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(2) Kommentare

  1. Michaela von wertdernatur.de

    Hallo,
    das klingt gut. Allerdings geht der Trend wirklich dahin, dass wir einfach wieder mehr selbst herstellen. Und auch das Nähen ist nicht so schwer und man hat tolle Erfolgserlebnisse, wenn man die Kleinen „einnäht“. Auf meiner Seite zeige ich, wie leicht das geht.
    VG
    Michaela von wertdernatur.de

  2. Der GOTS hat keine Sozialkriterien für den Anbau der Baumwolle. Er akzeptiert unterschiedliche Standards für Biobaumwolle. Von sozial kann hier nicht die Rede sein.

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