Plalking: Ein genialer Trend, den jeder mal ausprobieren sollte

Plalking Plastik Müll
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Jeder kann etwas für die Umwelt tun – auch mit wenig Aufwand und Zeit. Ein aktueller Trend zeigt, wie es geht: Das „Plalking“ verbindet das Schöne mit dem Nützlichen.

Schon seit einigen Wochen macht der Begriff „Plogging“ in den Medien und sozialen Netzwerken die Runde: Dahinter steckt ein schwedischer Fitnesstrend, bei dem Jogger beim Laufen Müll aufsammeln. Plogging ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern soll auch das Training verstärken.

Allerdings ist Joggen nicht jedermanns Sache. Wer es lieber gemütlicher mag und nicht so viel schwitzen will, kann es stattdessen mit „Plalking“ versuchen. Das Prinzip ist ähnlich: Beim Spazierengehen einfach eine Mülltüte oder ein anderes Behältnis mitnehmen und unterwegs Müll aufsammeln.

Plastikflaschen und anderer Müll

Wie das Ergebnis von Plalking aussehen kann, zeigen User auf Twitter:

Team Plalking

Auf Instagram gibt es sogar einen eigenen Account namens „teamplalking“

Der Begriff „Plalking“ setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (sammeln, suchen oder aufheben) oder dem englischen „plucking“ (zupfen) und „walking“, also englisch für „gehen“ zusammen. Natürlich ist Plalking nicht wirklich etwas Neues – viele Spaziergänger, Vereine oder Projekte sammeln schon lange freiwillig Müll auf (zum Beispiel im Rahmen von Umweltpatenschaften). Aber dadurch, dass dieses Engagement nun einen eigenen Namen hat und zum Trend geworden ist, werden hoffentlich noch mehr Menschen inspiriert, mitzumachen.

Das ist auch dringend nötig: Vor allem viele Innenstädte haben ein Müllproblem, man findet Abfall in Fußgängerzonen, Gehwegen oder Parkanlagen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass öffentliche Abfalleimer fehlen – das fanden Wissenschaftler der Humboldt Universität in Berlin kürzlich heraus. Die Forscher beobachteten, dass Passanten ihren Müll oftmals selbst dann fallen lassen, wenn ein Abfallbehälter in der Nähe war. Vielmehr gibt es einen Zusammenhang mit der allgemeinen Sauberkeit: Liegt bereits Abfall an einem Ort, lädt das dazu ein, noch mehr Müll zu hinterlassen. Mit Plalking und anderen Aufräumaktionen räumt man also nicht nur Müll auf, sondern beugt im Idealfall einer neuen Verschmutzung gleich vor.

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(1) Kommentar

  1. Ist mir sowieso schleierhaft, wie man (vielleicht gerade entstandenen) Müll einfach so fallen lassen kann! Selbst ein gerade gegessener Apfel hinterläßt nur Bio-Müll, den man zweckmäßigerweise auch im Bio-Land (z.B. Wiese oder Büsche) entsorgen kann. Wenn das gerade nicht möglich ist, sollte sich doch ein städtischer Müllbehälter finden. Da diese jedoch nicht so häufig gesät sind, nimmt man den Rest eben mit, bis sich eine Möglichkeit findet. Das kann doch nicht so schwer sein! Auf Märkten u.ä. habe ich auf Nachfrage immer eine Entsorgungsmöglichkeit gezeigt bekommen, denn fast jeder Standbetreiber hat ja auch einen Müllbehälter. Und trotzdem findet sich nach Marktschluß eine große Menge „Fallmüll“ an! Eigentlich alles eine Sache der Erziehung: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!“ Wie beim Essen: „Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht.“ Übrigens auch Katzen, die brauchen aber auch keinen Müll zu entsorgen…

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