Plogging: Dieser Jogging-Trend aus Schweden ist gut für die Umwelt

Plogging: Neuer Jogging-Trend
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash.com - Finn Gross Maurer

Joggen und dabei etwas für die Umwelt tun: So lässt sich das Prinzip von „Plogging“ zusammenfassen. Jeder kann mitmachen – und so Sport mit Engagement verbinden.

Was hilft gegen Müll auf der Straße? Joggen – zumindest, wenn man nach dem „Plogging“-Konzept läuft. Der Trend ist schnell erklärt: Jogger sammeln während ihres Laufs Müll und stecken ihn in eine eigens dafür mitgebrachte Mülltüte. Am Ende der Jogging-Runde wird der Abfall ordnungsgemäß entsorgt.

Zusätzlicher Traininseffekt beim Joggen

Der Begriff „Plogging“ stammt wie auch der Trend selbst aus Schweden: Er setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (sammeln, suchen oder aufheben) und „Jogging“ zusammen. Plogging hat dabei nicht nur für die Umwelt einen positiven Effekt, auch der Jogger selbst profitiert: Durch das regelmäßige Beugen, Aufrichten und Aufheben werden zusätzliche Muskelgruppen trainiert.

Große Städte wie Stockholm haben in der Regel ein gut ausgebautes Müllentsorgungssystem und eine effektive Müllabfuhr. Trotzdem lässt sich Abfall auf den Straßen kaum vermeiden. Plogging ist eine gute Möglichkeit, gegen den liegengebliebenen Müll vorzugehen – nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Regionen.

Aktivismus gegen Müll

Ähnliche Aktionen gibt es übrigens auch für Strände und Meere – also genau dort, wo das Abfallproblem besonders groß ist. Müllsammel-Projekte wie beispielsweise in Mumbai zeigen, wie viel der Einsatz von Freiwilligen bewirken kann: Die Aktivisten haben es geschafft, einen kompletten Strand zu säubern.

Egal ob individuelles Plogging oder organisierte Müllsammel-Aktionen – wir alle können mit ein paar einfachen Handbewegungen mithelfen, unsere Umwelt sauber zu halten.

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(5) Kommentare

  1. Müllsammeln ist immer gut. Und nicht nur auf der Landmasse. Es gibt einen weiteren neuen Trend, der sich „Suppicking“ nennt. Dabei wird der Müll eingesammelt, der sich auf den Gewässern – insbesondere an den Gewässerrändern findet, die mit SUPs (=Stand Up Paddle Boards) befahren werden. Viele Boards haben ein Netz an Board, mit dessen Hilfe sich größere Gegenstände befestigen lassen, die an Land dann in Mülleimern entsorgt werden können. Manche SUPper nehmen auch Behältnisse mit, in die sich kleinere Gegenstände legen lassen. Da macht die Paddeltour doch gleich mehr Spaß, wenn das Gewässer danach wieder sauber ist! 🙂
    Bei Starboard-Paddeln ist auch ein Haken aus recyceltem Kunststoff dabei, der beim Müllsammeln helfen soll: https://www.plasticoceanfestival.com/news/2017/9/20/starboard-trash-picker
    Funktioniert mit/ gegen Plastiktüten. Für größere, härtere, andere Müllgegenstände hilft die Hand besser. Es braucht bloß ein Behältnis auf dem Board, um den gesammelten Müll während der Fahrt aufzubewahren.
    Happy suppicking! 🙂

  2. Gute Güte… da sammelt man seit Jahr und Tag beim Spazierengehen Müll aus der Welt, einfach weil man es für selbstverständlich hält, einen kleinen Beitrag zu leisten.
    Ist mir bislang ganz gut gelungen – erstaunlicherweise auch ohne App, schickem Trendnamen oder meine Seele an Facebook zu verkaufen.
    Dabei bin ich gar nicht so alt, wie das hier klingt… ist es nur mein Eindruck oder herrscht mittlerweile ein gewisses Missverhältnis zwischen ’ständig neue Trends hypen‘ und ‚einfach Sinnvolles tun‘?

    Nicht falsch verstehen – das richtet sich nicht gegen irgendwelche Gruppen, ist ja schön, wenn das viele machen. Ich find’s grad nur sehr bizarr…

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