Algenkalk: Vorteile und Anwendung des natürlichen Düngemittels

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Algenkalk ist ein ökologischer Gartendünger und wird zur Verbesserung des Bodenklimas eingesetzt. In diesem Artikel erfährst du Wissenswertes darüber.

Was ist Algenkalk?

Algenkalk wird aus Algenablagerungen gewonnen.
Algenkalk wird aus Algenablagerungen gewonnen. (Foto: CC0 / Pixabay / come2lee0)

Algenkalk wird aus den abgestorbenen Ablagerungen von Rotalgen hergestellt und vor allem als Gartendünger eingesetzt. Wie der Name schon sagt, enthält er viel Kalk, was den pH-Wert des Düngers erhöht. Daher solltest du Algenkalk nicht in kalkempfindlichen Böden oder bei säureliebenden Pflanzen (etwa Rhododendron) einsetzen.

Rotalgen kommen vor allem in Meeren vor. Es gibt auch einige wenige Süßwasser-Arten, die vor allem in Flüssen und Bächen wachsen. Der Hauptanteil in Deutschland stammt aus der Nord- und Ostsee, weshalb sich Algenkalk vor allem in Norddeutschland als Dünger anbietet.

Algenkalk besteht zu 70 bis 80 Prozent aus Kalziumkarbonat, etwa sechs bis zehn Prozent Magnesiumkarbonat und zu etwa vier Prozent aus Kieselsäure und einigen Spurenelementen.

Du kannst Algenkalk zur Verbesserung des Bodens einsetzen und so die sogenannte „Bodenmüdigkeit“ verhindern. Du kannst auch deinen Kompost hin und wieder mit etwas Algenkalk anreichern. Dies bietet sich besonders an, wenn du den Kompost im Gemüsegarten verwendest.

Vorteile von Algenkalk

Algenkalk hat gegenüber synthetischen Düngern einige Vorteile.
Algenkalk hat gegenüber synthetischen Düngern einige Vorteile. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)
  • Die enthaltenen Spurenelemente wie Bor, Jod und Mangan stärken die Pflanzen.
  • Algenkalk fördert die Aktivität von Mikroorganismen und führt damit zu gesunden, biologisch aktiven Gartenböden.
  • Zudem schützt er auf natürliche Weise vor Insekten- sowie Pilzbefall. Schädlinge wie Wollläuse oder Dickmaulrüssler könnten sonst deine Pflanzen befallen.
  • Der Boden soll sich im Frühjahr durch Algenkalk schneller erwärmen, sodass Mikroorganismen im Boden schneller aktiv werden.
  • Im Vergleich zu chemischen Düngemitteln sollen mit Algenkalk gedüngte Gemüse und Früchte sogar besser schmecken.
  • Algenkalk gibt seine Nährstoffer langsamer ab als synthetische Dünger. Das schont den Boden.
  • Die Herstellung von synthetischen Düngemitteln ist zudem mit hohen Emissionen sowie Ressourcenverbrauch verbunden. Stickstoff und Phosphor können sich negativ auf Gewässer und Böden auswirken. Einige Düngemittel enthalten zudem Schwermetalle, die von Pflanzen nicht benötigt werden.

Anwendung von Algenkalk

Du kannst Komposterde gemischt mit Algenkalk als Dünger verwenden.
Du kannst Komposterde gemischt mit Algenkalk als Dünger verwenden. (Foto: CC0 / Pixabay / jokevanderleij8)

So wird gedüngt:

  1. Bestimme zunächst den pH-Wert des Bodens. Dafür gibt es Teststreifen, die du zum Beispiel in Drogeriemärkten kaufen kannst. In den Gebrauchshinweisen von Algenkalk steht, bei welchen ph-Werten du wie viel Algenkalk verwenden kannst. Hat der Boden ohnehin schon einen hohen ph-Wert, ist Algenkalk nicht empfehlenswert.
  2. Algenkalk kannst du im Baumarkt kaufen. Auf der Verpackung ist eine Dosierungsanleitung abgedruckt, an die du dich genau halten solltest. Achte darauf, den Algenkalk nicht zu überdosieren, da ansonsten Nährstoffe massiv abgebaut werden.
  3. Bringe den Algenkalk gleichmäßig aus, am besten im Frühjahr. Du kannst auch etwas Komposterde untermischen. Dies hilft den Pflanzen, die Nährstoffe besser aufzunehmen.
  4. Bei Rasenflächen kannst du den Algenkalk mit einem Düngewagen verteilen. Unter Sträuchern und auf Beeten solltest du den Dünger einfach mit einer Schaufel verteilen. Arbeite den Algenkalk gut in die Erde ein, damit das Pulver nicht weggeweht wird.
  5. Gieße abschließend die Pflanzen leicht an, damit der Kalk schnell einzieht.

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