Rezept: Bärlauchpesto selber machen

Bärlauchpesto selber machen vegan
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de

Bärlauchpesto selber machen ist aus gleich zwei Gründen eine gute Idee. Zum einen kann man das Bärlauchpesto natürlich sofort mit Pasta essen. Zum anderen kann man das Pesto portionsweise immer wieder als Zutat verwenden. 

Bärlauch zu Pesto zu verarbeiten macht ihn haltbar: Öl und Salz konservieren den Bärlauch und auch sein Aroma sehr gut – wenn du das Pesto gut verschlossen, kühl und dunkel aufbewahrst. Der Bärlauch kann auf diese Weise mehrere Monate halten.

Bärlauchpesto selber machen: Zutaten

Um ein kleines Glas einfaches Bärlauchpesto selber zu machen brauchst du:

  • 150 g Bärlauch
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • ½ Teelöffel Salz
  • da wars!

Dieses Grundrezept ist rein pflanzlich, also vegan – und das Pesto schmeckt ziemlich lecker. Raffinierte Variationen zeigen wir weiter unten.

Selbstgemachtes Bärlauchpesto zubereiten

  • Bärlauchblätter gründlich waschen und gut trocknen, bevor du sie zu Pesto verarbeitest. Das erhöht die Haltbarkeit des Bärlauchpestos. Tipp: Kleine Portionen mit der Salatschleuder trocknen oder Blätter auf wiederverwendbaren Küchenhandtüchern auslegen.
  • Die Blätter grob hacken und mit dem Öl und dem Salz im Blender oder mit dem Pürierstab zu grellgrünem Pesto verarbeiten.
  • Das Bärlauchpesto in ein Schraubglas füllen und dabei darauf achten, dass keine Luftblasen entstehen.
  • Vor dem Verschließen mit einer dünnen Schicht Olivenöl luftdicht abschließen. So hält das selbstgemachte Bärlauchpesto im Kühlschrank länger.
Bärlauchpesto selber machen – mit diesem Rezept auch vegan
Bärlauchpesto selber machen – mit diesem Rezept auch vegan (Foto © Silke Neumann )

6 Variationen für das Bärlauchpesto-Rezept

Bärlauchpesto selber machen bietet dir die Möglichkeit, das Pesto mit raffinierten Extras zu erweitern.

  1. Zusätzlich etwas frisch gemahlener Pfeffer (1/4 bis 1/2 Teelöffel) gibt der Paste eine scharfe Note.
  2. Gib vor dem Pürieren einen Esslöffel Pinienkerne, Kürbiskerne oder Walnüsse hinzu (40 bis 80 Gramm), das verleiht dem selbergemachten Bärlauchpesto ein nussiges Aroma.
  3. Vor dem Pürieren die Nüsse rösten – das sorgt für zusätzliche Röstaromen.
  4. Statt Bärlauch kannst du Bärlauchblüten verwenden. Für ein Bärlauchblüten-Pesto vermischt du die zerstampften Bärlauchblüten mit Walnüssen und Sonnenblumenkernen und gibst auch noch einen Löffel Zucker hinzu. Der Zucker verstärkt das süße Aroma der Bärlauchblüten – aber Vorsicht, das Knoblaucharoma ist auch noch da.
  5. Vor dem Servieren das Pesto mit etwas ausgepresstem Zitronensaft zu vermischten verpasst der Pasta im Sommer eine frische Note.
  6. Das oben genannte Bärlauchpesto ist rein pflanzlich, also vegan. Mit etwa 50 Gramm Pecorino-Käse oder Parmesan ist es immerhin noch vegetarisch und je nach Geschmack noch leckerer. Du kannst den Käse auch frisch über die Nudeln mit Pesto streuen.

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(6) Kommentare

  1. Ihr Lieben,
    leider muss ich den Artikel ein bissel benörgeln. Pecorino-Käse oder Parmesan sind nicht vegetarisch, Pecorino wird aus Rohmilch hergestellt, wobei das Lab aus Zicklein- und Lammmägen verwendet wird. Bei Parmesan wird Kälberlab verwendet. Um das zu bekommen, muss ein junges Tier getötet werden und somit zählen diese Produkte eben nicht unter vegetarisch. Viele Käsesorten werden jetzt ohne das Lab hergestellt und bekommen den Hinweis *vegetarisch*. Ist die bessere Alternative, für die Leutchen, die eben nicht auf Käse verzichten wollen.
    Pesto schmeckt wundervoll ohne Käse.
    Genießt den Bärlauch ob frisch auf Pasta, in Pfannekuchen, in Muffins oder als Pesto!!!

  2. Überall auf der Erde brennts,in Syrien, Jemen, Afghanistan, in vielen Ländern Afrikas…
    und wir beschäftigen uns mit vegan, vegetarisch, ganz und nicht ganz, anstatt in Scharen auf die Strassen zu gehen und gegen Krieg, Waffenexporte, die Nato, Erhöhung des Wehretats , Kriegsretorik etc. nein zu sagen! Mit uns nicht! Wir wollen Frieden!

  3. Almut, das eine muß ja das andere Engagement nicht ausschließen.
    Aber stimmt schon, ich denke bei diesen Ernährungsdiskussionen auch oft daran, wie froh viele Menschen wären, wenn sie überhaupt etwas zu essen hätten…und ein Dach über dem Kopf…

  4. Liebe Maria, das ist glaub ich noch wichtiger! Wir sind ja durch die Nachrichten immer wieder mit Bildern von hungernden Kindern in Afrika oder dem Jemen konfrontiert und ich, als Nachkriegskind, wo es noch schwierig war, gutes Essen zu bekommen, bin da wohl besonders allergisch gegen all diese Ernährungsbesonderheiten und Spitzfindigkeiten. Ich bin einfach für Prioritäten, siehe Insektensterben…

  5. Ok, ob wir den Pecorino vegetarisch oder carnistisch nennen, ist vielleicht nicht die wichtigste aller Fragen (davon ab: auch wenn Kaese aus mikrobiellem Lab hergestellt wird, werden im gegenwaertigen System alle Milchkuehe frueher oder spaeter zu „Altkuhfleisch“ verarbeitet – ist das „vegetarisch“?), aber ob wir uns vegan, vegetarisch oder carnistisch ernaehren hat sehr wohl viel mit Hunger im Globalen Sueden zu tun. In klassischer Kolonial-Manier extrahieren „wir“ (= der Globale Norden) ja nach wie vor Ressourcen vom Globalen Sueden, nutzen das Land dort fuer unsere aufwaendigeren Lebensstile, die (sehr) viel fossile Energie erfordern. Vegane Lebensmittel gehen nicht mit Umwandlungsverlusten einher, erfordern deshalb weniger Land und Energie-Input. Der anti-neokolonialistische Rezepttipp laesst den Pecorino daher weg – ich empfehle geroestete Sonnenblumenkerne zur Baerlauch-Pesto.

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