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Bankenvergleich nachhaltig: Stiftung Warentest macht den Check

Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Karolina Grabowska

Immer mehr Menschen ist es wichtig, ihr Geld nachhaltig zu investieren. Deshalb werden zunehmend ethisch-ökologische Banken bevorzugt. Stiftung Warentest hat sich elf genauer angesehen und macht den Bankenvergleich.

Bei nachhaltigem Geld stehen wir ständig vor der Frage: Welcher Bank vertrauen wir, mit unserem Geld auch das Richtige zu tun? Die Stiftung Warentest hat sich mit der Frage beschäftigt, welche nachhaltige Bank die beste ist.

Die Verbraucherschützer haben ethisch-ökologische Banken danach untersucht, welche Geschäfte sie ausschließen und welche nachhaltigen Branchen sie unterstützen. Also an wen sie Kredite vergeben und welche Wertpapiere sie verkaufen. Stiftung Warentest berücksichtigte bei ihrem Test die Banken, die Tagesgeld und Festgeld anbieten.

Wie Stiftung Warentest den Bankenvergleich vornimmt

Bei dem Test wurden folgende Kriterien für jede einzelne Bank durch Stiftung Warentest berücksichtigt:

  • Allgemeine Konditionen für Sparanlagen und Girokonto
  • Ausschlusskriterien für die Kreditvergabe und Eigenanlagen in Unternehmen: Es wird nicht in Unternehmen investiert, die zum Beispiel Arbeits- und Menschenrechtsverletzung dulden, oder die Kohle, Atomkraft oder industrielle Tierhaltung fördern.
  • Ausschlusskriterien beim Kauf von Staatsanleihen: Es wird kein Geld in Staaten investiert, die zum Beispiel Kinderarbeit, Korruption oder mangelhaften Klimaschutz aufweisen.
  • Auswahlkriterien für Kredite und gezielte Investitionen in Nachhaltigkeit: An wen und zu welchem Zweck geben die Banken Geld (zum Beispiel Kredite für Ökobau-Projekte)?
  • Transparenz: Sind relevante Informationen zu Verwendung des Geldes und zu den unterstützten Branchen, Firmen etc. öffentlich einsehbar?
Bankenvergleich nachhaltige Bank Stiftung Warentest
Bei einer Ökobank kannst du beeinflussen und überprüfen, wofür dein Erspartes investiert wird. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Jude Beck)

Was Stiftung Warentest empfiehlt

Im Bankenvergleich von Stiftung Warentest geht es konkret darum, wie nachhaltig die unterschiedlichen Banken sind. Es werden elf ethisch-ökologische Banken vorgestellt, die anhand der oben genannten Kriterien miteinander verglichen werden.

Bei den Banken handelt es sich um folgende:

Bankenvergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Stiftung Warentest fand im Bankenvergleich heraus, dass alle ethisch-ökologischen Banken etwas gemeinsam haben: sie alle vergeben keine Kredite an Waffen- und Rüstungsindustrie, und keine von ihnen investiert in Pornographie und Glücksspiel. Auch bei Kinderarbeit sind sie sich einig: Hierfür wird das Geld der Kund:innen keinesfalls eingesetzt.

Dennoch verdeutlicht der Bankenvergleich Unterschiede: einige Banken sind strenger als andere, wie Stiftung Warentest zeigt. Bei Staatsanleihen zum Beispiel ist es weniger einheitlich. Einige nachhaltige Banken, wie die EthikBank, GLS Bank, KT Bank, ProCredit Bank, Steyler Bank, Triodos Bank und UmweltBank, verweigern den Kauf von Staatsanleihen, die die Produktion und den Einsatz von Streumunition finanzieren. Für andere Banken ist es kein Tabu, Staatsanleihen zu vergeben, die Streumunition finanzieren.

Bei den Ausschlusskriterien für die Vergabe von Krediten gibt es ebenfalls Unterschiede. Einige Banken verweigern die Kreditvergabe für Geschäfte mit Erdöl – so die EthikBank, GLS Bank, ProCredit Bank, Steyler Bank, Triodos Bank und UmweltBank. Andere Banken hingegen schließen die Kreditvergabe für Geschäfte mit Erdöl nicht aus, wie die Ergebnisse des Tests zeigen.

Ethisch-ökologische Banken versus herkömmliche Banken

In vielen Punkten unterscheiden sich nachhaltige Banken nicht (wesentlich) von herkömmlichen Banken. Ob Girokonto, Online-Banking, Tagesgeld, Fonds oder Baufinanzierung – all das haben sie ebenfalls im Angebot.

Es wird im Bankenvergleich aber deutlich, dass auch bei nachhaltigen Banken die Zinsen aktuell sehr niedrig sind. Das heißt, es gibt momentan (wie bei herkömmlichen Banken) fast keine bis gar keine Zinsen für dein Erspartes.

Wenn du aber sparen willst, dann legst du dein Geld am besten an. Dies kannst du natürlich bei allen Banken tun – nachhaltig oder nicht. In einem Punkt sind nachhaltige Banken aber entscheidend anders als herkömmliche Banken: darin, wofür sie das Geld ihrer Kund:innen einsetzen und wofür nicht.

Außerdem sind nachhaltige Banken herkömmlichen Banken in Sachen Transparenz um einiges voraus. Innerhalb der Ökobanken gibt es jedoch teils große Unterschiede hinsichtlich Transparenz. Näheres dazu erfährst du in den Testergebnissen von Stiftung Warentest.

Abgesehen vom Bankenvergleich, ist ein weiterer wichtiger Vorteil aller ethisch-ökologischen Banken, dass dein Geld nicht nur für dich arbeitet, sondern auch für andere. Zum einen investierst du in Nachhaltigkeit und damit in die Zukunft aller, zum anderen aber kannst du zum Beispiel in Mikrofinanzfonds investieren. Dadurch unterstützt du mit deinem Geld direkt Kleinstunternehmer:innen in ärmeren Weltregionen. Diese Fonds haben sich außerdem als vergleichsweise robuste Anlageform erwiesen. Das ist also für alle Beteiligten gut!

Utopia meint: Mit einer nachhaltigen Bank machst du grundsätzlich mal nichts verkehrt. Wichtig ist, dass du dich informierst, welche Banken die Zwecke unterstützen, die dir selbst am Herzen liegen. Oder – anders gedacht – welche Banken ähnliche Grenzen ziehen wie du, zum Beispiel wenn es um Menschenrechtsverletzungen, Rüstungsindustrie oder Kinderarbeit geht.

Außerdem ist für die Wahl deiner Bank entscheidend, dass die Konditionen für dich passen, zum Beispiel zu Sparanlagen und Girokonto. Mit unserem Vergleich nachhaltiger Banken kannst du dich informieren, welche der Ökobanken für dich die richtige ist.

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