Birnengitterrost erkennen und bekämpfen: Das kannst du tun

Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Birnengitterrost ist eine Pilzerkrankung bei Birnbäumen. Woran du sie erkennst, wie du sie bekämpfst und wie du ihr vorbeugen kannst, erfährst du in unserem Ratgeber.

Birnengitterrost ist eine hartnäckige Krankheit bei Birnbäumen und wird von einem sogenannten Rostpilz, mit wissenschaftlichem Namen Gymnosporangium sabinae, ausgelöst. Der Pilz verursacht orangerote Flecken auf den Birnbäumen und schwächt den Baum zum Teil stark. Erste Symptome kannst du ab Mai auf den Blättern erkennen. Kontrolliere auch die Unterseiten der Blätter: Dort findest du im Falle einer Infektion warzenartige Verdickungen vor.

Übrigens: Der Pilz wechselt im Verlauf des Jahres seinen Wirt. Im Sommer befällt er Birnbäume, im Winter verbringt er seine Zeit auf Wacholderbüschen. Wenn du also Wacholder im Garten hast, solltest du besonders sorgfältig kontrollieren, ob deine Birnbäume gesund sind. Bedenke dabei, dass die beiden Pflanzen (Birnbaum und Wacholder) nicht zwangsläufig direkt nebeneinander stehen müssen – die Pilzsporen können bis zu 500 Meter weit mit dem Wind getragen werden.

Birnengitterrost bekämpfen: Hartnäckiger Pilz

Wenn nur wenige Flecken auf den Blättern zu sehen sind, musst du den Baum nicht unbedingt mit Pilzmittel behandeln.
Wenn nur wenige Flecken auf den Blättern zu sehen sind, musst du den Baum nicht unbedingt mit Pilzmittel behandeln.
(Foto: CC0 / Pixabay / alkemade)

Zum Leidwesen aller Hobbygärtner*innen ist Birnengitterrost extrem hartnäckig, wenn er den Birnbaum erst einmal befallen hat. Mit natürlichen Mitteln und Hausmitteln schaffst du es nicht immer, dem Pilz zu Leibe zu rücken. Als letztes Mittel kannst du daher zu einem Pilzmittel greifen, das du im gut sortierten Fachhandel oder auf **Amazon findest.

Gut zu wissen ist auch, dass Birnengitterrost alleine einen Birnbaum nicht zwangsläufig tötet. Die Flecken sehen zwar unschön aus, werden aber erst in Kombination mit anderen Faktoren wie zum Beispiel falscher Pflege gefährlich. Am besten wägst du also ab, wie schlimm der Befall deines Baumes ist und entscheidest dahingehend, ob du ihn behandeln möchtest.

Birnengitterrost vorbeugen

Birnengitterrost kannst du auf zwei Art und Weisen vorbeugen:

  • Wacholder ist ein sogenannter Zwischenwirt von dem Pilz, der Birnengitterrost bei Birnbäumen auslöst. Wenn du also einen Wacholder im Garten hast, solltest du überlegen, ob du ihn komplett oder zumindest befallene Triebe entfernst. Mit der zweiten Option senkst du das Infektionsrisiko zwar nicht auf Null, aber immerhin um ein Vielfaches.
  • Pflanze im Umkreis von 500 Metern keine Wacholderbüsche rund um einen Birnbaum an.
  • Außerdem kannst du deinen Birnbaum selbst stärken. Dabei können natürliche Pflanzenschutzmittel helfen. Eine gute Möglichkeit ist Schachtelhalmbrühe, mit dem du den Baum ab dem Blattaustrieb alle ein bis zwei Wochen ein paar Mal einsprühst. Diese kannst du einfach selbst zubereiten. Wie das geht, liest du hier: Schachtelhalmbrühe: So machst du sie selbst.

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